MOZA SGP Sequential Shifter: Test & Meinungen | Was er 2026 wirklich wert ist
MOZA SGP Sequential Shifter : Meine Meinung in Kürze
Der MOZA SGP ist ein sequenzieller Schalthebel aus Vollmetall, der die üblichen Preisvorstellungen sprengt. Er verfügt über einen berührungslosen Hall-Sensor, eine einstellbare Härte und Höhe, zwei hintergrundbeleuchtete Tasten und vor allem einen Multifunktionshebel, der in dieser Preisklasse selten zu finden ist. Beachten Sie jedoch, dass er ausschließlich am PC über USB oder eine MOZA-Dockingstation funktioniert. Ein hervorragender erster sequenzieller Shifter – vorausgesetzt, man kann mit einigen mechanischen Toleranzen leben, die noch verbesserungswürdig sind.
Wenn Sie über unsere Links kaufen, können wir eine Affiliate-Provision erhalten.
Was uns gefallen hat
- Sehr robuste Ganzmetallkonstruktion (Aluminium und Stahl)
- Berührungsloser, verschleißfreier Hall-Sensor
- Ein in dieser Preisklasse seltener Multifunktionshebel
- Zwei hintergrundbeleuchtete und konfigurierbare Tasten
- Höhe, Härte und Griffknauf verstellbar
- Austauschbarer Knauf mit Standardgewinde M12 x 1,5
- Flexible Befestigung, direkt über USB oder MOZA-Halterung
- Unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis
Die Rücklagen
- Nur PC-Kompatibilität, keine Konsolenunterstützung
- Leichter Doppelklick-Effekt bei der Betätigung
- Multifunktionshebel ohne taktiles Rückmeldesignal und mit etwas Spiel
- Sechskantschrauben, die leicht Spuren hinterlassen
- Der Hebel ist in der oberen Position schwerer zu erreichen
Technisches Datenblatt
| Typ | Sequenziell, berührungsloser Hall-Sensor |
| Materialien | Luftfahrt-Aluminium und hochfester Stahl |
| Gewicht | etwa 1,4 kg |
| Abmessungen | 320 × 182 × 52 mm |
| Höhenverstellung | Bereich von 64 mm |
| Knauf | austauschbar, Gewinde M12 x 1,5 |
| Bestellungen | 2 RGB-Tasten mit Hintergrundbeleuchtung und 1 Multifunktionshebel |
| Härteeinstellung | integrierter Stoßdämpfer |
| Anschlüsse | USB Typ B auf Typ A oder RJ11 auf MOZA-Basisstation oder MOZA-Hub |
| Kompatibilität | Nur PC (keine Konsolenunterstützung) |
| Software | MOZA Pit House |
| Montage | 6 Löcher M8 ohne Gewinde und 8 Löcher M6 mit Gewinde |
Ein Sequenzer ganz aus Metall, der genau ins Schwarze trifft
Bei Sequenzschaltern zahlt man oft viel Geld für einen einfachen Klick. MOZA geht mit dem SGP einen anderen Weg: ein Gehäuse komplett aus Metall, ein berührungsloser Sensor, integrierte Tasten und ein Multifunktionshebel, den sich nur wenige Mitbewerber – selbst deutlich teurere – zu integrieren trauen. Schon beim Auspacken hält das Versprechen, was es verspricht. Das Gerät ist kompakt, liegt schwer in der Hand (etwa 1,4 kg) und die Kombination aus Aluminium und Stahl strahlt Seriosität aus. Man spürt sofort, dass man es hier nicht mit einem Plastikspielzeug zu tun hat, das einfach an der Seite des Rigs angebracht wurde.
Das Gehäuse kombiniert Aluminium in Luftfahrtqualität für den Hebel und den Knauf mit einer Schale aus hochfestem Stahl, die nach innen gebogen ist, um Stößen standzuhalten. Man kann bei einem Gangwechsel in der Rallye ohne Rücksicht darauf ziehen, die Konstruktion gibt keinen Millimeter nach. Einziger kleiner Makel in der Verarbeitung, den man für später im Hinterkopf behält: Die kleinen Sechskantschrauben bekommen schnell Spuren, wenn man bei der Montage zu viel Kraft aufwendet.
Das Klicken: heftig, laut, süchtig machend
Mit dem Controller in der Hand fällt als Erstes der Klang ins Ohr. Der SGP knallt richtig laut. Der Vergleich, der uns dabei in den Sinn kommt, ist der eines mechanischen Schalters einer Gaming-Tastatur – in XXL-Ausführung und aus Metall –, auf den man immer wieder tippen möchte. Das Rückmeldungsgefühl überträgt sich deutlich auf die Lenksäule, man spürt förmlich, wie der Gang wechselt, und beim Bremsen in Kurvenabfahrten passt dieses knackige Gefühl perfekt zur Atmosphäre eines Rennwagens. Bei einem TCR-Rennen oder einer Rallye-Sonderprüfung gewöhnt man sich nach wenigen Runden daran, und die Bewegung wird zum Instinkt.
Ein Detail hat uns im Gebrauch dennoch gestört: ein leichter Doppelklick-Effekt bei der Betätigung, wo man sich doch einen einzigen, klaren Klick wünschen würde. Im realen Fahrbetrieb, bei einer schnellen Runde, fällt das jedoch nicht mehr auf. Doch in der Ruhe der Garage verrät dieses leichte Schwanken die Preispositionierung des Produkts. Kein Ausschlusskriterium, zumal der Sensor nach wie vor ein berührungsloser Hall-Sensor ist – ein Garant für Beständigkeit und Langlebigkeit ohne mechanischen Verschleiß durch häufiges Schalten.
Höhe, Härte, Griff: ganz nach den eigenen Vorlieben einstellbar
Der SGP lässt sich in drei Punkten einstellen, auf die es wirklich ankommt. Zunächst die Höhe: Der Verstellbereich beträgt etwa 64 mm und wird über zwei Schrauben geregelt, sodass der Hebel je nach Sitzposition am Lenkrad genau auf Handhöhe gebracht werden kann. Bei unseren Rigs gehen die Meinungen intern übrigens auseinander: Einer von uns bevorzugte die höchste Einbaulage, um den Hebel unter der Handfläche zu haben, der andere blieb aus einem Grund, den wir gleich näher erläutern, bei der tiefsten Einstellung. Genau darin liegt der Vorteil, die Wahl zu haben.
Die Härte lässt sich über einen integrierten Dämpfer einstellen, sodass man je nach Geschmack von einem leichten bis zu einem festeren Druck wechseln kann. Schließlich lässt sich der Schaltknauf abschrauben und verfügt über ein M12 x 1,5-Gewinde, wie es bei echten Autos Standard ist. Das ermöglicht den Austausch durch einen handelsüblichen Schaltknauf, falls man Lust dazu hat. Ein kleiner praktischer Hinweis: Für die Einstellungen benötigt man zwei 10er-Schraubenschlüssel, die man griffbereit halten sollte.
Der Multifunktionshebel – eine wirklich gute Idee
Das ist das Argument, das das SGP von der Masse abhebt. An der Vorderseite erinnert ein Multifunktionshebel an die Bedienelemente echter sequenzieller Renngetriebe – perfekt, um den Rückwärtsgang, den Leerlauf oder eine benutzerdefinierte Funktion einzulegen. Dank seiner niedrigen Anordnung liegt er ideal unter den Fingern und wird so zu einem echten Plus im Alltag. Vorsicht jedoch: Wenn man den Hebel maximal ausfährt, wird eben dieser Multifunktionshebel deutlich schwerer erreichbar. Deshalb empfehlen wir, ihn relativ tief zu halten, um ihn griffbereit zu haben – das ist eines der besten Features des Fahrzeugs, das sollte man nutzen.
Hinzu kommen zwei robuste, hintergrundbeleuchtete Tasten am Gehäuse, die denselben Standard wie die der MOZA-Lenkräder haben und vollständig konfigurierbar sind. Über die Software „MOZA Pit House“ kann man die Farbe aus acht Farbtönen auswählen, die Schaltrichtung umkehren und die Funktionen der Tasten zuweisen. Ein ehrliches Wort zum Multifunktionshebel: Er bietet beim Einrasten keinerlei taktiles Feedback und weist ein leichtes seitliches Spiel auf; wir würden uns bei diesem Bauteil ein bisschen mehr Präzision wünschen.
Anschluss und Kompatibilität: Der PC steht an erster Stelle
Ein wichtiger Punkt, den Sie vor dem Kauf unbedingt beachten sollten: Das SGP ist ein PC-Peripheriegerät. Es gibt keine Unterstützung für Konsolen. Man schließt es entweder direkt über USB an den Computer an (Typ-B-auf-Typ-A-Kabel im Lieferumfang enthalten) oder über RJ11 an eine kompatible MOZA-Dockingstation oder den MOZA Hub, ohne zusätzlichen Adapter. Es ist also das ideale Zubehör für alle, die bereits im MOZA-Ökosystem auf dem PC unterwegs sind, aber eine schlechte Wahl für Konsolenspieler, die gehofft hatten, es an ihre Xbox oder PlayStation anschließen zu können.
Die Montage ist dank zahlreicher Bohrungen – sechs M8-Löcher ohne Gewinde und acht M6-Löcher mit Gewinde – flexibel, sodass sich das Gerät an den meisten Halterungen befestigen lässt oder in unseren Tests sogar mit einer einfachen Tischklemme. Ein Tipp aus der Praxis: Bei einem etwas leichten Rig kann ein kräftiger Zug am Hebel die gesamte Konstruktion ins Wanken bringen; ein stabiler Rahmen wird der Kraft dieses Schalters erst gerecht.
Was uns gestört hat
Nichts Dramatisches, aber der Vollständigkeit halber: Die Passgenauigkeit ist nicht ganz einwandfrei; die Welle und der Multifunktionshebel weisen ein leichtes Spiel auf, das im Gegensatz zur insgesamt soliden Bauweise steht. Die Sechskantschrauben lassen sich leicht überdrehen, wenn man zu viel Kraft aufwendet, was eine eventuelle Demontage erschwert. Und diese Sache mit dem Doppelklick bleibt der einzige echte Kritikpunkt, was das Fahrgefühl angeht. Gemessen an der Verarbeitungsqualität und vor allem am geforderten Preis sind das Abstriche, die man gerne verzeiht.
Für wen eigentlich
Das SGP richtet sich an PC-Fahrer, die ein solides Schaltgetriebe suchen, ohne ein Vermögen dafür auszugeben, und idealerweise bereits über eine MOZA-Basis verfügen. Man profitiert von einer Vollmetallkonstruktion, einem direkten Fahrgefühl, nützlichen Einstellmöglichkeiten und diesem berühmten Multifunktionshebel, den man in dieser Preisklasse sonst fast nirgendwo findet. Wenn Sie die ausschließliche PC-Kompatibilität nicht abschreckt, gibt es kaum etwas Besseres, um das Schalten nach alter Schule zu entdecken oder zu perfektionieren.

Bewertungen