H + Sequential Getriebe MME Motorsport : Test & Meinungen | Was es 2026 wirklich wert ist
H + Sequential Getriebe MME Motorsport: Meine Meinung in Kürze
Der H+Sequential von MME Motorsport ist ein aus 7075er Aluminium gefräster Zwei-in-Eins-Schalthebel, der sich ganz ohne Werkzeug vom H-Muster auf sequenzielles Schalten umstellen lässt. Es handelt sich um eine präzise Mechanik ohne Spiel, mit zwei mit Carbon ummantelten Schaltknöpfen und einer lebenslangen Garantie. Ein hochwertiges Produkt, das sich an Puristen richtet, die das Schaltgefühl schätzen.
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Zwei Gehäuse in einem einzigen Aluminiumblock
Das Versprechen des H+Sequential von MME Motorsport lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Eine einzige Mechanik, die sowohl die Aufgabe eines H-Schaltgestells mit fünf Gängen als auch die eines Rallye-Sequentialgetriebes erfüllt. Sobald man ihn in die Hand nimmt, wird klar, dass die slowenische Marke nicht in derselben Liga spielt wie die Einsteiger-Schalthebel. Das Gehäuse ist aus 7075er Aluminium CNC-gefräst, einer Legierung, die härter und schwieriger zu bearbeiten ist als das 6061er-Aluminium, das man sonst überall findet. Das Ergebnis ist ein kompaktes Bauteil, das den Charakter von Industrieausrüstung ausstrahlt, ganz ohne dekorative Kunststoffverkleidungen, die nur der Optik dienen.
Im Inneren hat MME die Elektronik nicht an ein generisches Modul ausgelagert. Es kommt eine eigens entwickelte Platine zum Einsatz, auf der Hall-Sensoren oberflächenmontiert sind, sowie Magnete, die am unteren Ende der Hauptwelle und der Schaltwellen angebracht sind. Die Gangerkennung erfolgt somit berührungslos, wodurch der Verschleiß herkömmlicher mechanischer Schalter vermieden wird. Zwei abgedichtete Lager folgen einem Nockenprofil, und die gesamte Baugruppe ist so ausgelegt, dass sie die Kräfte aushält, die ein temperamentvoller Fahrer auf den Hebel ausübt. Es ist genau diese Art von Konstruktion, die die lebenslange Garantie rechtfertigt, die für die gesamte Sim-Racing-Produktpalette der Marke gilt.
Der Wechsel von H auf sequenziell, ohne Schraubendreher
Das ist das zentrale Verkaufsargument des Produkts, und es hält, was es verspricht. Um von einem Modus in den anderen zu wechseln, löst man einen Knopf auf jeder Seite des Schalthebels und schiebt diese zur Seite, um die seitliche Bewegung der Welle im Inneren zu arretieren. Sobald die Bewegung nach links und rechts arretiert ist, lässt sich der Schalthebel nur noch vor- und zurückbewegen: Man befindet sich im sequenziellen Modus. Löst man die beiden Knöpfe wieder, steht das vollständige Schaltmuster wieder zur Verfügung. Der Vorgang dauert nur wenige Sekunden und erfordert keinerlei Werkzeug, was in der Praxis einen großen Unterschied macht. Bei einem herkömmlichen Schalthebel, bei dem ein Moduswechsel eine Demontage erfordert, macht man das nie. Hier wird der Wechsel zwischen einem Rallye-Lauf im sequenziellen Modus und einer GT-Session mit Schaltgetriebe zu einer Geste, die man gedankenlos wiederholt.
MME liefert zwei Schaltknäufe, die dieser doppelten Persönlichkeit gerecht werden: einen kugelförmigen für die H-Schaltung und einen zylindrischen für die sequenzielle Schaltung, beide mit Carbonummantelung. Das ist nicht nur ein ästhetisches Detail – die Form des Schaltknaufs verändert tatsächlich den Griff je nach der erwarteten Bewegung: Die Handfläche drückt den Hebel seitlich beim H-Muster, die Finger ziehen ihn beim sequenziellen Schalten von vorne nach hinten.
Das Besondere daran ist das H-förmige Raster, das wirklich ins Auge fällt
Im H-Modus hat uns dieser Schalthebel am meisten beeindruckt. Die Toleranzen sind so eng, dass der Hebel in jeden Gang mit einem deutlichen, präzisen Klicken einrastet, ohne zu schwanken oder nach der Rast zu suchen. Man schaltet beim Bremsen reihenweise hoch, ohne jemals die Rastung zu verfehlen, sobald man den Handgriff einmal raus hat, und der Einstieg erfolgt schnell: Nach wenigen Schaltvorgängen werden Schaltfehler selten. Das Fahrgefühl erinnert an einen alten, gut gepflegten Rennwagen – präzise und etwas trocken –, während viele Schalthebel für den Massenmarkt einen schwammigen und unpräzisen Eindruck vermitteln.
Auch bei langen Ausdauer- oder Rallye-Einsätzen bleibt dieses solide Fahrgefühl unverändert. Wir haben den Hebel immer wieder kräftig betätigt, ohne dass jemals Spiel oder unerwünschtes Nachgeben zu spüren war. Außer der beabsichtigten mechanischen Bewegung bewegt sich nichts, und genau das erwartet man von einem Bauteil, das jahrelang halten soll.
Sequentiell: kraftvoll, aber noch eine Stufe elektrischer
Der sequenzielle Modus ist gut und direkt, mit deutlich spürbaren Anschlägen bei jedem Schaltvorgang. Er erfüllt seinen Zweck und ist einem Einsteiger-Schalthebel deutlich überlegen. Doch wenn man die interne Hierarchie des Produkts ehrlich betrachtet, hat das H-Muster die Nase vorn. Der sequenzielle Modus vermittelt eher das Gefühl, einen soliden Schalter zu betätigen, als eine echte Klauenkupplung einzulegen, wie es bei den meisten heutigen simulierten sequenziellen Schaltmodi der Fall ist. Das ist ein überzeugendes Gefühl, aber etwas weniger organisch als die Magie, die man im H-Modus findet.
Ein weiterer Punkt, den man vor dem Kauf beachten sollte: Bei diesem Doppelmodell „H+Sequential“ ist der Widerstand des Hebels nicht einstellbar; man fährt mit der Werkseinstellung. Fahrer, die den Widerstand ihres Sequential-Schalters präzise dosieren möchten, sollten sich eher für die reine Sequential-Version der Marke entscheiden, bei der eine Kraftanpassung möglich ist. Für die meisten Anwendungsfälle ist der werkseitige Kompromiss jedoch durchaus sinnvoll.
Montage, Anschluss und Plattformen
Der Anschluss ist einfach: ein integriertes 1,5 Meter langes USB-Kabel ohne billig wirkenden Aufsteckstecker. Der Shifter wird mit einer Aluminium-Grundplatte und dem entsprechenden Befestigungsmaterial geliefert, und MME bietet eine optionale Verbindungsplatte an, um ihn an der Handbremse zu befestigen. Was die Plattform betrifft, handelt es sich um ein USB-Peripheriegerät für den PC: Das Gerät wird als Standard-Controller erkannt, und mit seriösen Simulatoren lassen sich die einzelnen Gänge problemlos zuweisen. Dies sollten Sie beachten, wenn Ihr Setup auf einer Konsole statt auf einem Computer läuft.
Noch ein nützlicher Hinweis: Diese Version wurde im MME-Katalog durch ein EVO2-Modell ersetzt. Das hier beschriebene Produkt ist nach wie vor relevant, insbesondere auf dem Gebrauchtmarkt oder bei Restbeständen, aber es ist ratsam, dies vor der Bestellung zu wissen.
Unsere Meinung, nachdem wir es von beiden Seiten ausprobiert haben
Der H+Sequential von MME Motorsport ist ein Schalthebel für Ingenieure, der für diejenigen entwickelt wurde, denen Verarbeitungsqualität und Präzision des Schaltmusters über alles gehen. Die werkzeuglose Umschaltung zwischen zwei Modi ist im Alltag ein echter Komfort, die Konstruktion aus 7075-Aluminium vermittelt absolutes Vertrauen und die lebenslange Garantie rundet das Ganze ab. Zwei bewusste Einschränkungen sind zu nennen: ein sequenzieller Modus, der eher elektrisch als mechanisch anmutet, und das Fehlen einer Einstellmöglichkeit für den Schaltwiderstand. In dieser Preisklasse sind das Kompromisse, die man abwägen muss, aber was das Gefühl eines Schaltgetriebes angeht, spielt er ganz oben mit.

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