MOZA R21 Wheel Base : Test & Meinungen | Was es wirklich wert ist 2026
MOZA R21 Wheel Base: Meine Meinung in Kürze
Der R21 vermittelt ein sehr "volles" und kontrollierbares Lenkradgefühl, mit einem echten Gewinn an Grip-Lesbarkeit, Kontrolle und Eintauchen auf Dauer. Sie macht vor allem für PC-Simracer Sinn, die bereits gut mit einem steifen Cockpit ausgestattet sind, häufig fahren und einen dauerhaften Schritt nach vorne machen wollen. Die Investition bleibt für eine ernsthafte Nutzung stimmig, weniger für gelegentliches Spielen.
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Im Segment der High-End-Direct-Drive-Basen positioniert sich die MOZA R21 als eine sehr muskulöse Lösung, die eindeutig auf anspruchsvolle Simracer ausgerichtet ist. Hier geht es nicht mehr um die Entdeckung des Direct Drive, sondern um die Suche nach einem hohen Drehmoment, Präzision und Konstanz, um hart, lange und mit einem Maximum an Details im Lenkrad zu fahren.
Der R21 verspricht eine leistungsstarke Basis, die in der Lage ist, schwere Setups in einem starren Cockpit zu bewältigen und dabei ein sauberes und verwertbares Feedback zu erhalten. Die R21 ist vor allem für Simracer interessant, die einen Schritt weg von den Einsteiger- und Mittelklassebasen machen wollen, ohne dabei auf völlig extreme oder überteuerte Hardware umzusteigen.
Mein Blickwinkel hier ist einfach: Wie sehr bietet diese Base ein echtes Plus an Gefühl, Präzision und Kontrolle, und für welchen Fahrertyp macht sie am meisten Sinn. Die Idee ist nicht, vom technischen Datenblatt zu schwärmen, sondern zu sehen, was sich auf der Strecke, in den Händen, bei einer kompletten Session wirklich ändert. Im Klartext: Rechtfertigt dieser R21 es, einen Großteil eines Setups um ihn herum zu überdenken, oder bleibt es bei einem eher marginalen Gewinn im Vergleich zu etwas schwächeren Grundlagen.
Design und Herstellung
In der Hand vermittelt der MOZA R21 sofort den Eindruck eines kompakten, dichten Blocks. Der Metallrahmen erweckt Vertrauen, mit einer steifen Schale, klaren Kanten und einer Verarbeitung, die eher im Sinne eines "Arbeitsgeräts" als eines dekorativen Gadgets bleibt. Optisch wirkt es auf einem gut montierten Cockpit seriös, ohne um jeden Preis nach Originalität zu streben.
Die Wahrnehmung der Solidität ist sehr deutlich. Wenn man die Basis auf einen starren Rahmen spannt, spürt man kein Spiel, keine verdächtige Biegung. Das ist die Art von Hardware, bei der man sich vorstellen kann, dass sie stundenlang mit einem großen Drehmoment läuft, ohne zu murren. Die Oberflächen sind gut verarbeitet, die Passungen sind sauber, nichts klingt hohl oder billig. Die Qualität des Produkts ist sehr hoch.
Was überrascht, ist dieser "monolithische Block": Man spürt, dass alles darauf ausgelegt ist, die Kraft des Direct Drive-Motors zu verkraften, mehr als darauf, der kompakteste auf dem Markt zu sein. Es strahlt Stabilität aus. Im Vergleich zu einer leichteren oder riemengetriebenen Basis hat man wirklich dieses Gefühl einer kontrollierten Masse, die bereit ist, den Schock auszuhalten.
Andererseits hat diese Dichte ihren Preis: Man braucht ein solides Cockpit, idealerweise ganz aus Aluminium oder Stahl, sonst wird die Struktur drumherum zum schwächsten Glied. Bei einem leichten Chassis kann es schnell zu störenden Vibrationen oder einer Durchbiegung kommen, die das Erlebnis trüben. Die Basis ist nicht zum Schein da, und das spürt man.
Im Vergleich zu anderen Direct Drive Basen mit geringerer Leistung ist der R21 eindeutig im "bulligen Premium-Segment" angesiedelt. Man verliert vielleicht etwas an Kompaktheit und Integration in kleine Räume, aber man gewinnt an Gesamtsteifigkeit und dem Eindruck von Langlebigkeit. Dies ist typischerweise eine Basis, die man sich vorstellen kann, lange zu behalten, wenn man im MOZA-Ökosystem bleibt.
Einstellungen, Anpassung und Kompatibilität
Die Software ist bei einer so leistungsstarken Basis ein echter Schlüsselpunkt. Die MOZA-Oberfläche ist insgesamt übersichtlich, mit strukturierten Menüs und Voreinstellungen, die es ermöglichen, mit bereits nutzbaren Einstellungen zu beginnen. Man kann die Gesamtstärke, die Filter, die Empfindlichkeit um die Mitte herum und die Art und Weise, wie das Feedback geglättet oder roh belassen wird, verfeinern. Man merkt, dass die Basis so konzipiert wurde, dass sie über die Software fein gesteuert werden kann.
Die wirklich nützlichen Einstellungen sind diejenigen, die es ermöglichen, die potenzielle Brutalität des Drehmoments zu dosieren, gerade so viel zu filtern, dass die Details erhalten bleiben, ohne jedes Vibrieren in einen unkontrollierbaren Schock zu verwandeln. Die Lernkurve ist angemessen: Nach einigen Sitzungen hat man ein Profil gefunden, das zum eigenen Stil passt. Um ein wirklich maßgeschneidertes Gefühl zu bekommen, muss man sich jedoch die Zeit nehmen, zu testen, zu vergleichen und nach und nach anzupassen.
Was die Kompatibilität angeht, bleiben wir bei der MOZA-DNA: Die Basis ist in erster Linie für den PC gedacht, mit einem Ökosystem aus hausgemachten Lenkrädern, Pedalen und Shiftern, die sich ganz natürlich einfügen. Die MOZA-Lenkräder lassen sich leicht montieren, die Integration ist sauber und die Kommunikation zwischen den Elementen ist gut geregelt. Für Konsolennutzer ist die Situation eingeschränkter und hängt von den zum Zeitpunkt des Kaufs verfügbaren Lösungen ab, es ist eindeutig keine Basis, die in erster Linie für das Wohnzimmer gedacht ist.
Das Cockpit muss solide sein. Die Basis trägt und verlangt nach einem steifen Rahmen, idealerweise aus Aluminiumprofilen. Bei einem Einsteigersetup aus leichtem Rohr oder mit wenig Verstärkungen geht ein Teil des Interesses am R21 verloren.
Was die Skalierbarkeit betrifft, so handelt es sich hier eher um eine "Langfristziel"-Basis als um eine einfache Einstiegstür. Man kann durchaus mit einem MOZA-Lenkrad der Mittelklasse beginnen und dann den Rest des Setups drumherum verbessern, die Basis wird für lange Zeit nicht der limitierende Faktor sein.
Sensationen im Spiel
Einmal auf der Rennstrecke, zeigt der MOZA R21 sehr schnell seine DNA: Kraft, Präzision, Drehmomentreserve. Die Rückmeldung der Kraft hat eine unmittelbare Autorität. Man spürt, dass der Basis nie die Puste ausgeht, selbst bei recht aggressiven Einstellungen und anspruchsvollen Autos. Was auffällt, ist die Fähigkeit, trotz der verfügbaren Kraft lesbar zu bleiben.
In Kurven ist der Grip deutlich ablesbar. Wenn die Front zu rutschen beginnt, spürt man einen leichten Verlust an Widerstand und eine Veränderung in der Beschaffenheit des Feedbacks, ohne übertriebene oder karikierende Effekte. Man versteht, was das Auto macht, und vor allem hat man genug Zeit, um zu reagieren. Der Übergang von Grip zu Untersteuern ist progressiv und nutzbar, was Vertrauen schafft.
Auf Vibrationen kann der R21 sehr ausdrucksstark sein. Wenn man das Signal zu grob lässt, werden aggressive Vibrationen körperlich anstrengend. Wenn man die Filter dosiert, erreicht man eine angenehme Balance, bei der jeder Übergang über eine Kante scharf und trocken ist, aber nicht zerstörerisch auf die Handgelenke wirkt. Wo einige leichtere Basen einen etwas "plastischen" Effekt haben, vermittelt der R21 ein schwereres, mechanischeres Gefühl, das daran erinnert, wie sich eine echte, fest montierte Rennwagenlenkung anfühlen kann.
Bei schnellen Korrekturen macht die Base einen echten Unterschied. Wenn man bei starkem Vortrieb das Heck verliert, kommt das Lenkrad schnell, aber kontrollierbar zurück. Man kann ziemlich heftiges Übersteuern wieder einfangen, ohne das Gefühl zu haben, gegen die Base zu kämpfen. Der Antrieb reagiert schnell und ohne störende Trägheit, was dabei hilft, eigene Reflexe zu entwickeln. Gerade in diesen Momenten spürt man den Vorteil einer starken, aber gut kontrollierten Base.
Bei langen Sessions ist die Konstanz eine echte Stärke. Das Gefühl bricht nicht ein, das Drehmoment bleibt stabil, und die Erwärmung wird bei normalem, intensivem Simracing nicht zu einem nennenswerten Problem. Die Ermüdung kommt eher von der Kraft, die man in den Einstellungen wählt, als von der Basis selbst. Man muss einfach vernünftig sein und die Leistung an die eigene körperliche Verfassung und die Art des Rennens anpassen. Bei Verwendung eines angepassten Drehmoments bleibt der R21 auf Dauer komfortabel.
In Bezug auf die Immersion zieht die Basis das Setup eindeutig nach oben. Die Masse des Lenkrads, die Reaktionen des Autos, die kleinen Unebenheiten der Strecke - alles fühlt sich "voller" und verbundener an. Man hat nicht mehr das Gefühl, einen einfachen Controller in der Hand zu halten, sondern ein mechanisches Organ, das ein integraler Bestandteil des virtuellen Autos ist. Hier verändert die Basis das Erlebnis wirklich.
Im Vergleich zu einer bescheideneren Direct Drive-Basis gewinnt man vor allem an Handlungsspielraum. Wo eine mittelstarke Basis manchmal am oberen Ende des Kraftbereichs an ihre Grenzen stößt, behält der R21 Reserven. Man kann also die Gesamtstärke leicht reduzieren und gleichzeitig viele Details beibehalten, was zu einer sehr angenehmen Kombi aus Feinheit und Komfort führt. Im Vergleich zu noch extremeren Grundlagen bewegt sich der R21 in einem interessanten Bereich, in dem die Kraft für fast jeden mehr als ausreichend ist, ohne ins Überdimensionierte zu kippen, das für den Hausgebrauch schwer auszunutzen ist.
Für wen? Was wir mögen, was wir weniger mögen
Der MOZA R21 richtet sich eindeutig an Simracer, die bereits ein wenig in dieser Disziplin etabliert sind. Ein motivierter Anfänger, der weiß, dass er langfristig in etwas Seriöses investieren will, kann hier durchaus auf seine Kosten kommen, aber er wird vor allem mittlere und fortgeschrittene Profile ansprechen, die von einer Riemenbasis oder einem leichteren Direct Drive kommen und einen echten Schritt nach vorne machen wollen.
Was ich am meisten schätze, ist zunächst einmal das Gefühl der Kontrolle trotz der Leistung. Man hat eine sehr muskulöse Basis, die aber einstellbar und beherrschbar bleibt, wodurch sie für viele Fahrstile nutzbar ist. Mir gefällt auch die allgemeine Verarbeitungsqualität: Man merkt, dass es sich um ein Produkt handelt, das für die Ewigkeit gedacht ist und nicht, um nach ein paar Monaten ausgetauscht zu werden. Schließlich ist die Lesbarkeit des Grips und der Lastübertragung wirklich überzeugend, insbesondere bei schnellen GT- und Monoposto-Fahrzeugen, wo jede Mikroinformation zählt. Man versteht sofort, was das Auto macht.
Umgekehrt gibt es mehrere Punkte, die hervorgehoben werden sollten. Erstens ist der R21 für ein kleines Einsteigercockpit eindeutig überdimensioniert: Ohne eine starre Struktur um ihn herum verliert man einen Großteil seines Interesses. Zweitens erfordert die verfügbare Leistung, dass man sich die Zeit nimmt, den FFB einzustellen und an seine körperliche Verfassung anzupassen, da sonst die Sitzungen unnötig anstrengend werden. Und schließlich ist diese Basis für Spieler, die eine schlüsselfertige Konsolenkompatibilität suchen, nicht die einfachste oder natürlichste Option.
In Bezug auf den wahrgenommenen Wert positioniert sich der R21 als eine ernsthafte Investition, nicht als ein Kauf aus einer Laune heraus. Für einen passionierten Simracer, der regelmäßig fährt und bereits ein steifes Cockpit und ein kohärentes Ökosystem besitzt oder in Erwägung zieht, ist das Verhältnis von Leistung, Qualität und Langlebigkeit interessant. Für jemanden, der gerade erst anfängt oder nur gelegentlich spielt, könnte die Basis zu teuer und nicht ausgelastet sein.
Urteil
Die MOZA R21 ist eine Direct Drive-Basis, die eindeutig das Herz eines Sim-Racing-Setups verwandelt. Sie bietet eine komfortable Leistung, eine Drehmomentreserve, die einen satten FFB ermöglicht, ohne zu übersteuern, und eine Verarbeitungsqualität, die einem seriösen Cockpit gerecht wird. Man wird von einem Lenkrad, das die Arbeit erledigt, zu einem echten Fahrwerkzeug, das ohne zu murren einem hohen Tempo und stundenlangen Fahrten folgen kann.
Auf dem Markt ist die R21 ein erschwingliches High-End-Gerät, oberhalb der "Direct Drive Discovery"-Basis, aber unterhalb der Ultra-Spezialisten-Lösungen, bei denen man sehr viel Geld für Leistungsreserven bezahlt, die nur wenige Spieler ausnutzen können. Er zielt auf Nutzer ab, die eine bereits sehr robuste Hardware wünschen, die auf Langlebigkeit ausgelegt ist und einen Fortschritt über mehrere Jahre hinweg begleiten soll.
Ich empfehle sie für PC-Simracer, die gut mit einem Cockpit ausgestattet sind, häufig fahren, ihr Spielgefühl gerne einstellen und eine Basis suchen, die für lange Zeit nicht eingeschränkt wird. Für Gelegenheitsspieler, für ein Heimkonsolen-Setup oder für ein leichtes Cockpit gibt es geeignetere Optionen, die weniger extrem und einfacher zu leben sind.
Wenn du nach einer leistungsstarken, präzisen Direct Drive-Basis suchst, die für ein robustes Setup und einen ernsthaften Einsatz gedacht ist, kann die MOZA R21 einen klaren Unterschied in deinem Setup machen.



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