Fanatec Gran Turismo DD Pro Wheel Base (8 Nm) : Test & Meinungen | Was es 2026 wirklich wert ist
Fanatec Gran Turismo DD Pro Wheel Base (8 Nm) : Meine Meinung in Kürze
Das Gran Turismo DD Pro bringt Direct Drive in die Wohnzimmer der PlayStation-Spieler, ohne dass dafür ein Wettkampfbudget erforderlich ist. Mit dem mitgelieferten Boost Kit 180 liefert die 8-Nm-Version ein ausreichend kraftvolles Drehmoment für ein detailliertes und realistisches Force-Feedback auf PS5, PS4 und PC. Offiziell von Polyphony für „Gran Turismo 7“ lizenziert, setzt sie sowohl auf ein präzises Fahrgefühl als auch auf ein erweiterbares Ökosystem. Wir haben sie aus allen Blickwinkeln getestet, um herauszufinden, was sie wirklich taugt.
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Was uns gefallen hat
- Echter Direct Drive mit offizieller PS5- und PS4-Lizenz
- 8 Nm reichen für ein detailliertes und glaubwürdiges Feedback aus (inklusive Boost Kit 180)
- Sehr präzises, geräuscharmes Rückmeldungsverhalten, Haftungsverluste und Unebenheiten sind perfekt erkennbar
- Erweiterbares Fanatec-Ökosystem (QR2-Schnellwechselvorrichtung, austauschbare Lenkräder und Pedale)
- Neben den PlayStation-Konsolen auch mit dem PC kompatibel
- Geräuscharme passive Kühlung und 3 Jahre Garantie
Die Rücklagen
- Die Obergrenze von 8 Nm macht sich bei schweren Einsitzern und bei den anspruchsvollsten Langstreckenrennen bemerkbar
- Nur das Grundmodell: Zum Fahren müssen Lenkrad und Pedale hinzugefügt werden
- Keine native Xbox-Kompatibilität (hängt vom verwendeten Lenkrad ab)
- Die Qualitätssicherung bei Fanatec war in der Vergangenheit teilweise uneinheitlich
Technisches Datenblatt
| Maximales Drehmoment | 8 Nm (inklusive Boost-Kit 180) |
| Motor | Direktantrieb, FluxBarrier-Technologie |
| Schnellverschluss | QR2 Lite an der Basisstation (Typ C), vorinstalliert |
| Rotation | bis zu 2520 Grad, elektronisch einstellbar |
| Kühlung | passiv, lüfterloses Aluminiumgehäuse |
| Kompatibilität | PS5, PS4 (offizielle Lizenz) und PC |
| Technologien | FullForce, Einstellungsmenüs „Standard“ und „Erweitert“ |
| Ernährung | Boost Kit 180 (180 W) im Lieferumfang enthalten |
| Garantie | 3 Jahre |
Endlich hält der Direct Drive Einzug auf der PlayStation
Jahrelang war das Fahren mit Direct-Drive-Lenkrädern auf der Konsole ein echter Hindernislauf. Das Gran Turismo DD Pro hat dies grundlegend geändert, da es die erste offiziell für die PlayStation lizenzierte Direct-Drive-Basis ist, die gemeinsam mit Polyphony Digital für „Gran Turismo 7“ entwickelt wurde. Konkret bedeutet das, dass das Lenkrad direkt auf die Motorwelle geschraubt wird, ohne Riemen oder Getriebe, die die Informationen filtern würden. Man erhält somit die rohe Force-Feedback-Rückmeldung, um die sich PC-Spieler reißen, jedoch mit dem Sicherheitschip, der die Basis nativ mit der PS5 und der PS4 kommunizieren lässt.
Das Modell, das uns hier interessiert, ist die 8-Nm-Version, also das Basismodell in Kombination mit dem Boost-Kit 180. Dieses 180-W-Netzteil erschließt das gesamte Potenzial des Motors. Ohne ihn begnügt sich das Basismodell mit etwa 5 Nm, was für den Einstieg zwar ausreichend ist, aber noch viel Spielraum lässt. Ist das Boost-Kit angeschlossen, betritt man eindeutig eine ganz andere Kategorie des Fahrgefühls.
Was die 8 Nm tatsächlich bewirken

Man muss die 8 Nm in die richtige Perspektive rücken. Wir haben es hier nicht mit einer Rennbasis zu tun, die einem die Handgelenke ausrenkt – und das ist auch nicht das Ziel. Andererseits reicht dieses Drehmoment völlig aus, um ein Kraftgefühl zu erzeugen, das man als glaubwürdig bezeichnen kann. Der hauseigene Motor mit seiner FluxBarrier-Technologie zeichnet sich vor allem durch seine Feinheit aus. Während viele Riemenlenkräder die Details in einem schwammigen Fahrgefühl untergehen lassen, vermittelt dieses Lenkrad präzise und klar gegliederte Rückmeldungen.
Bei einem schweren Einsitzer, der bis zum Äußersten ausgereizt wird, spürt man irgendwann die Leistungsgrenze des Motors, die die großen Kraftspitzen etwas abschwächt. Das ist die logische Grenze dieses Formats, und sie betrifft nur die extremsten Einsatzfälle. Bei der überwiegenden Mehrheit der GT-, Touren- oder Rallye-Fahrzeuge reichen die 8 Nm völlig aus. Man verfügt über Reserven, Feinabstimmung und vor allem über eine gute Lesbarkeit.
Unsere Eindrücke, Kurve für Kurve

Erst wenn man den Controller – oder besser gesagt das Lenkrad – in die Hand nimmt, entfaltet diese Plattform ihr volles Potenzial. Das Erste, was einem auffällt, wenn man von einem Riemenantrieb umsteigt, ist die Drehbewegung. Sie erfolgt unmittelbar, flüssig und völlig geräuschlos. Der Motor verursacht keinerlei Störgeräusche, was dabei hilft, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.
Beim Einfahren in eine Kurve spürt man die Gewichtsverlagerung sehr deutlich. Das Auto wird leichter, die Vorderachse beginnt, nach Grip zu suchen, und diese Information wird uns über die Lenkradspitzen vermittelt, ohne dass wir raten müssen. Das ermöglicht es, das Auto mit viel mehr Selbstvertrauen an seine Grenzen zu bringen. Das Schleudern, wenn es auftritt, äußert sich nicht in einer groben Vibration, sondern in einer Lastverlagerung im Lenkrad. Man spürt den Verlust des Grips eher, als dass man ihn erdulden muss, und genau das erwartet man von einem Direct Drive.
Auf Rüttelstreifen ist die Wiedergabe verblüffend präzise. Man spürt fast jede Rille unter den Rädern, wie eine Textur, die man mit den Fingerspitzen abtastet. Bei kräftigem Bremsen gibt die Basis die Unebenheiten der Fahrbahn und die kleinen Bewegungen des Fahrwerks, das sich in die Kurve legt, gut wieder. Auf anspruchsvollen Strecken mit wechselnden Neigungen und schnellen Kurvenfolgen bleiben jede Unebenheit und jeder Beschleunigungsvorgang klar voneinander unterscheidbar. Es ist diese Klarheit, die den Wert dieses Boliden ausmacht – mehr noch als die rohe Kraft.
Bei langen Sitzungen zeigt sich der Vorteil des lüfterlosen Designs. Das Aluminiumgehäuse dient als passiver Kühlkörper, und während unserer Testläufe kam es zu keinen ungewollten thermischen Abschaltungen. Der leise Betrieb wirkt sich zudem positiv auf die Ermüdung aus, sodass man länger durchhält, ohne durch Geräusche genervt zu werden.
Konsolen und PCs: echte Vielseitigkeit

Das sollte man genau prüfen, denn hier lauert die klassische Falle. Das Gran Turismo DD Pro ist offiziell von PlayStation lizenziert und daher auf PS5 und PS4 voll funktionsfähig. Es ist außerdem vollständig PC-kompatibel und lässt sich dort über das Fanatec-Kontrollpanel mit allen Standard- und erweiterten Einstellungsmenüs steuern. Allerdings ist es nicht von Haus aus mit der Xbox kompatibel. Auf dieser Konsole hängt alles vom verwendeten Lenkrad ab, und man benötigt ein Xbox-lizenziertes Modell, um darauf hoffen zu können, dass es funktioniert. Wenn Sie in der PlayStation- oder PC-Welt zu Hause sind, ist das kein Problem; wenn Sie jedoch die Xbox im Visier haben, sollten Sie dieses Modell nicht blindlings wählen.
Diese Doppelfunktion als Konsole und PC ist ein echter Vorteil. Man kann abends auf der Konsole „Gran Turismo 7“ spielen und dann auf den PC umsteigen, um „iRacing“, „Assetto Corsa“ oder „Automobilista“ zu spielen, ohne die Hardware wechseln zu müssen. Die Basis bewältigt diese Titel mit derselben präzisen Rückmeldung.
Eine Grundlage, die auf Langlebigkeit und Weiterentwicklung ausgelegt ist

Das große Plus dieser Basis ist – abgesehen vom Fahrgefühl – das Ökosystem, in das sie eingebettet ist. Man kauft die Basis einmal und baut sie dann Stück für Stück aus. Mit dem an der Basis vorinstallierten Schnellwechselmechanismus QR2 Lite lässt sich das Lenkrad in wenigen Sekunden austauschen. Man kann also mit einem Einsteiger-Lenkrad beginnen und später auf ein höherwertiges Modell umsteigen, ohne jemals eine neue Basis kaufen zu müssen. Das Gleiche gilt für die Pedale, bei denen man später ein Set mit Wägezellen hinzufügen kann, um beim Bremsen an Präzision zu gewinnen. Der auf bis zu 2520 Grad einstellbare Drehbereich deckt sowohl Formel-Rennwagen als auch Rallye-Fahrzeuge und Lkw ab. Hinzu kommt eine 3-jährige Garantie – damit handelt es sich um eine Anschaffung, die auf mehrere Jahre ausgelegt ist.
Was uns weniger überzeugt hat
Zwei Dinge sollte man im Hinterkopf behalten. Erstens stößt das 8-Nm-Format bei extrem anspruchsvollen Einsatzbereichen – schweren Einsitzern und sehr anspruchsvollen Langstreckenrennen – an seine Grenzen, wo man sich ein kleines bisschen mehr Leistungsreserve wünschen würde. Zweitens handelt es sich hier nur um die Grundausstattung. Um damit fahren zu können, muss man ein Lenkrad und ein Pedalset hinzufügen, was zusätzliche Kosten mit sich bringt, die man einkalkulieren sollte. Schließlich hat Fanatec eine Geschichte mit teilweise uneinheitlicher Qualitätskontrolle hinter sich, auch wenn die aktuelle Produktion mit dem serienmäßigen QR2 die Hauptkritikpunkte früherer Versionen behoben hat. Das ist kein Ausschlusskriterium, aber man sollte es wissen, bevor man sich dafür entscheidet.
Für wen ist es geeignet?
Diese Basis richtet sich an den motivierten Spieler, der einen deutlichen Schritt nach vorne machen möchte, ohne sein Wohnzimmer in ein Labor zu verwandeln. Ob der Konsolenfahrer, der in „Gran Turismo 7“ den Direct Drive ausprobieren möchte, der PC-Einsteiger, der von einem Riemenantriebs-Lenkrad umsteigt und nach seiner ersten vielseitigen Direct-Drive-Basis sucht, oder der regelmäßige Simracer, der keine extrem leistungsstarke Hardware benötigt: Hier kommt jeder auf seine Kosten. Es handelt sich um eine stimmige, stabile, erweiterbare und plattformübergreifende Lösung, die darauf ausgelegt ist, Sie über Jahre hinweg zu begleiten.




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