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Asetek Invicta Wheelbase (27Nm) : Test & Erfahrungsberichte | Was es wirklich wert ist 2026

Asetek Invicta Wheelbase (27Nm) : Meine Meinung in Kürze

Der Invicta ist die leistungsstärkste Direktantriebsbasis von Asetek mit einem Drehmoment von 27 Nm und einer Kraftrückmeldung, deren Feinheit es mit weitaus teureren Referenzmodellen aufnehmen kann. Wir haben sie bei GT3-, Formel- und Langstreckenrennen auf Herz und Nieren geprüft: mit chirurgischer Präzision, angenehmer Laufruhe und kontrollierter Wärmeentwicklung auch bei langen Sessions. Man muss sich zwar mit einer gewissen Einarbeitungszeit bei den Einstellungen und der ausschließlichen PC-Kompatibilität abfinden, doch das Preis-Leistungs-Verhältnis bleibt beeindruckend.

9.0/10★★★★★Ausgezeichnet

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9.0/10Ausgezeichnet
Rückprallkraft und Detail9.5
Erlebnisse auf der Piste9.2
Fertigung und Integration9.0
Software und Einstellungen8.3
Kompatibilität7.5
Preis-Leistungs-Verhältnis9.2

Was uns gefallen hat

  • Ein Blick auf die Rückkopplung bei den deutlich teureren Modellen
  • Anstiegsgeschwindigkeit von 9,4 Nm/ms, sofortige Reaktionsfähigkeit bei GT3 und Formel-Rennen
  • Hohe Drehmomentreserve, die ein Clipping verhindert
  • Leiser und gleichmäßiger Betrieb auch bei langen Spielsitzungen
  • Kompaktes Aluminiumgehäuse und universeller Einhand-Schnellverschluss
  • RaceHub mit allen grundlegenden und erweiterten Einstellungen

Die Rücklagen

  • Nur für PC, derzeit keine Unterstützung für Konsolen
  • Lernkurve bei den Einstellungen, Anpassung je nach Simulation erforderlich
  • Assetto Corsa erfordert eine Filterung, um das Fahrgefühl zu glätten
  • Die Erkennung erhobener Hände ist noch verbesserungsfähig
  • Preispositionierung im Premiumsegment
Technisches Datenblatt
Typ Direktantrieb (ohne Riemen oder Getriebe)
Maximales Drehmoment 27 Nm
Anstiegsgeschwindigkeit 9,4 Nm/ms
Drehgeber 22 Bit, mehr als 4 Millionen Messpunkte pro Umdrehung (0,000085°)
Ernährung 400 W
Schleifring auf 200 Millionen Umdrehungen getestet
Beleuchtung 6 integrierte ARGB-LED-Streifen
Fahrgestell eloxiertes Aluminium
Quick Release universell, Achsabstände 70 mm oder 50,8 mm
Länge (einschließlich Schnellverschluss) 327 mm
Software RaceHub (F1- und GT3-Profile, 6 Grundeinstellungen, 12 erweiterte Einstellungen)
Kompatibilität PC (Windows 10 und 11), Konsolen werden nicht unterstützt
Garantie 24 Monate

Das leistungsstärkste Modell aus dem Asetek-Sortiment

Mit dem Invicta bringt Asetek sein Spitzenmodell auf den Markt. Es handelt sich um eine reine Direktantriebsbasis ohne Riemen oder Zahnrad, die ein Drehmoment von bis zu 27 Nm liefert. Auf dem Papier nähert man sich damit der absoluten Spitzenklasse, in der deutlich teurere Geräte thronen. In der Praxis ist dieser Wert von 27 Nm vor allem eine Reserve, denn niemand fährt mit ausgestreckten Armen bei voller Leistung – und genau diese Reserve macht den Unterschied, sobald man den Joystick in der Hand hält.

27 Nm und eine beeindruckende Slew Rate

Was zunächst auffällt, ist die Feinheit des Fahrgefühls. Bei gleicher Motorleistung bot uns der Invicta eines der detailliertesten Fahrgefühle, das wir je erlebt haben – mit einer Fähigkeit, das Fahrverhalten des Autos zu vermitteln, die mit der von doppelt so teuren Modellen mithalten kann. Die Beschaffenheit der Strecke, die Rüttelstreifen, der Moment, in dem die Vorderachse nachgibt – all das wird mit einer seltenen Deutlichkeit zurückgemeldet.

Das Geheimnis liegt zum Teil in der Slew Rate von 9,4 Nm pro Millisekunde, also der Geschwindigkeit, mit der der Motor seine Kraft verändert. Konkret bedeutet das: Beim Einfahren in eine Kurve mit einem GT3 oder einem Formel-Rennwagen erfolgt die Reaktion sofort und präzise, ohne jene leichte Unschärfe, die man bei langsameren Modellen spürt. Bei steifen Fahrzeugen macht diese Reaktionsfähigkeit den entscheidenden Unterschied aus und sorgt für Präzision beim Platzieren des Autos. Der 22-Bit-Encoder mit mehr als vier Millionen Punkten pro Umdrehung rundet das Bild mit einer Auflösung ab, die nichts entgehen lässt.

Die Drehmomentreserve hat noch einen weiteren Vorteil: Sie verhindert das Clipping. Man kann die Leistung im Fahrbetrieb reduzieren und dabei dennoch genügend Kraft zur Verfügung haben, ohne dass das Signal bei kräftigen Gasstößen oder beim Bremsen jemals übersteuert wird. Wir haben unser Gleichgewicht bei etwa 15 Nm gefunden, die man am Lenkrad bei langen Fahrten spürt – ein Niveau, das bereits sehr körperlich anspruchsvoll ist, aber die Details bewahrt, ohne dass uns nach einer Stunde die Unterarme erschöpft sind.

Herstellung und Leben an Bord

Das Gehäuse aus eloxiertem Aluminium strahlt Seriosität aus und sorgt dank seiner kompakten Bauweise dafür, dass es den Blick auf den Bildschirm kaum behindert. Eine positive Überraschung auf Dauer: Die Basis bleibt auch nach langen Sitzungen leise und fühlt sich nur lauwarm an – ein echter Kontrast zur Forte aus derselben Produktfamilie, die sich stärker erwärmt. Die sechs integrierten ARGB-LED-Streifen sorgen für einen individuell anpassbaren optischen Akzent – zwar ein Gadget, aber gut integriert.

Die Montage ist vielseitig möglich – entweder von unten über eine T-Schiene oder von vorne –, und der universelle Schnellverschluss lässt sich mit einer Hand bedienen. Er ist für Lüfter mit einem Achsabstand von 70 mm oder 50,8 mm geeignet, was eine breite Kompatibilität über die Lüftermodelle Asetek Forte und La Prima hinaus ermöglicht.

RaceHub – Leistung muss man sich verdienen

Was die Software angeht, bietet RaceHub zwei vorgefertigte Profile – F1 und GT3 – sowie eine freie Konfiguration. Die Einstellungen lassen sich entweder über sechs Basisregler oder über zwölf erweiterte Parameter vornehmen, die Drehmoment, Dämpfung, Reibung, Trägheit und Schwingungskontrolle abdecken. Das Angebot ist umfassend, aber man muss sagen: Das Invicta will erst einmal gezähmt werden. Ohne sorgfältige Einstellungen kann sich das Fahrgefühl etwas körnig oder nervös anfühlen, und bestimmte Titel wie „Assetto Corsa“ erfordern eine gewisse Filterung im Spiel, um ein zu mechanisches Gefühl auszugleichen. Die Erkennung der freihändigen Bedienung erschien uns hingegen verbesserungswürdig, da das Lenkrad nach dem Auslösen weiter schwang. Das ist zwar kein Ausschlusskriterium, aber Sie sollten eine Einstellungsphase einplanen, bevor Sie die für Sie optimale Einstellung finden.

Kompatibilität – was Sie prüfen sollten

Was man unbedingt beachten sollte: Die Invicta läuft ausschließlich auf PCs unter Windows 10 und 11. Derzeit werden keine Konsolen unterstützt. Asetek erwähnt ein zukünftiges Motherboard-Upgrade, um den Weg für Konsolen zu ebnen, nennt jedoch keinen festen Zeitplan; daher betrachten wir das Gerät als reines 100-%-PC-Modell. Auf dem PC hingegen unterstützt sie alles, was über DirectInput läuft, von iRacing über Assetto Corsa Competizione bis hin zu Le Mans Ultimate, rFactor 2, der F1-Serie oder auch EA Sports WRC.

Für wen eigentlich?

Das Invicta richtet sich an anspruchsvolle Fahrer, die sich das bestmögliche Force-Feedback wünschen, ohne dabei in die stratosphärischen Preisklassen der absoluten Spitzenmodelle zu geraten. Wenn Sie hauptsächlich GT- und Formel-Rennen auf dem PC fahren, gerne an Ihren Einstellungen feilen und keine Scheu vor Leistung haben, ist dies eines der überzeugendsten Angebote in diesem Segment. Konsolenspieler oder diejenigen, die Plug-and-Play-Komfort ohne umständliches Einstellen der Regler wünschen, sollten sich anderweitig umsehen.

Häufig gestellte Fragen

Welches Sim-Racing-Lenkrad sollte man als Anfänger wählen?
Wählen Sie ein Lenkrad- und Pedalset, das zu Ihrer Plattform passt, auch wenn Sie später auf ein höherwertiges Modell umsteigen. Für den Anfang reicht ein Lenkrad mit Riemen- oder Zahnradantrieb aus; der erschwingliche Direktantrieb (Typ CSL DD) bietet ein deutlich besseres Fahrgefühl, sofern das Budget dies zulässt. Unsere auf einer Skala von 1 bis 10 bewerteten Tests helfen Ihnen dabei, die richtigen Vergleiche anzustellen.
Direktantrieb oder Riemenantrieb: Was ist der Unterschied?
Bei einem Direct-Drive-Antrieb ist das Lenkrad direkt mit dem Motor verbunden: Das Force-Feedback ist stärker, feiner und detailreicher als bei einem Riemen- oder Zahnradantrieb. Das sorgt für ein intensiveres Spielerlebnis, ist jedoch teurer und erfordert eine stabilere Halterung. Für den Einstieg ist ein Riemenantrieb nach wie vor eine sinnvolle Wahl.
Funktioniert diese Hardware auf der PS5 und der Xbox?
Das hängt vom jeweiligen Produkt ab, nicht von der Marke: Bei Fanatec beispielsweise ist die PlayStation-Kompatibilität in der Halterung integriert, während die Xbox-Kompatibilität vom Lenkrad selbst abhängt. Überprüfen Sie vor dem Kauf immer die auf der jeweiligen Produktseite angegebene Konsolenkompatibilität, da ein für den PC vorgesehenes Lenkrad nicht unbedingt auf einer Konsole funktioniert.
Braucht man ein Cockpit, um gut anzufangen?
Nicht unbedingt, aber eine stabile Halterung ist unverzichtbar: Selbst das beste Lenkrad ist völlig nutzlos, wenn es auf dem Tisch wackelt. Für den Anfang reicht eine klappbare Halterung aus; ein festes Cockpit wird erst dann wirklich nützlich, wenn man auf einen leistungsstarken Direct-Drive-Antrieb umsteigt.
Wie viel Geld sollte man für eine gute Ausstattung einplanen?
Rechnen Sie mit etwa 300 bis 500 € für ein erstes ordentliches Set aus Lenkrad und Pedalen, zu dem noch eine Halterung hinzukommt. Ein erschwinglicher Direktantrieb kostet etwas mehr, hält aber jahrelang. Es hängt alles von Ihrer Plattform und Ihren Zielen ab.

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