Fanatec ClubSport DD+ : Test & Meinungen | Was es 2026 wirklich wert ist
Fanatec ClubSport DD+ : Meine Meinung in Kürze
Der ClubSport DD+ ist das Direct-Drive-Basismodell von Fanatec, das auf die Spitzenklasse abzielt, ohne dabei in die Preisklasse von Studio-Geräten zu rutschen. Das Drehmoment lag ursprünglich bei etwa 15 Nm und wurde durch ein Firmware-Update auf 18 Nm erhöht. Das Gerät setzt auf eine geräuscharme passive Kühlung und eine für Simulatoren seltene Konsistenz von Gerät zu Gerät. Er ist kompatibel mit PlayStation 5, PlayStation 4 und PC und richtet sich an Fahrer, die ein direktes Drehmoment und ein langfristig konstantes Force-Feedback wünschen.
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Was uns gefallen hat
- Großzügiges Drehmoment (15 Nm, per Firmware auf 18 Nm erhöht) ohne Clipping oder thermische Begrenzung
- Völlig geräuschlose passive Kühlung, konstantes Drehmoment auch bei langen Spielsitzungen
- Klarer und lebendiger Klang, auf dem Niveau deutlich teurerer Modelle
- Beeindruckende Konsistenz über verschiedene Simulatoren hinweg (iRacing, ACC, Assetto Corsa, Gran Turismo)
- Vollmetallgehäuse, QR2 vorinstalliert, kompatibel mit PS5, PS4 und PC
Die Rücklagen
- Geschlossenes Ökosystem, kein USB-Pass-Through für Lenkräder von Drittanbietern
- Das FullForce-Protokoll wird von Spielen noch kaum genutzt
- Die Haptic-Feedback-Funktion der Konsole ist etwas weniger detailliert als auf dem PC
- Der QR2 kann beim Zurückziehen des Lenkrads leicht hängen bleiben
Technisches Datenblatt
| Paar | 15 Nm (erhöht per Firmware auf 18 Nm Halte-Drehmoment, Mai 2026) |
| Typ | Direct Drive, in Deutschland entwickelter Motor |
| Kühlung | passiv, ohne Lüfter |
| Quick Release | QR2 (Typ F) vorinstalliert |
| Rotation | 2520°, elektronisch einstellbar |
| Sensor | Hochauflösender berührungsloser Hall-Sensor |
| Anschlüsse | USB-C, 2 Schaltanschlüsse, Tretkurbel, Handbremse, CAN |
| Plattformen | PlayStation 4 und 5, PC (Xbox je nach Lenkrad) |
| Garantie | 3 Jahre |
Ein ehrliches Paar, das nie an Schwung verliert
Wir haben den ClubSport DD+ angeschlossen und den üblichen Temperaturanstieg der leistungsstarken Kühlkörper erwartet – und genau hier hat er uns verblüfft. Nach zwei Stunden ununterbrochenem Betrieb unter Volllast war das Gehäuse kaum lauwarm, ohne jegliche Drehmomentbegrenzung oder das Geräusch eines Lüfters. Die Kühlung erfolgt vollständig passiv und vollkommen geräuschlos, was an langen Ausdauerabenden ein echter Segen ist. Der Antrieb, der ursprünglich mit etwa 15 Nm ausgeliefert wurde, hat durch ein Firmware-Update an Kraft gewonnen, wodurch das Halte-Drehmoment auf 18 Nm erhöht wurde, und zu keinem Zeitpunkt haben wir auch nur die geringste Überlastung gespürt, selbst bei maximal eingeschlagenem Lenkrad nicht.
Was man spürt, wenn man am Steuer sitzt
Der eigentliche Vorteil liegt in der Deutlichkeit des Rückmeldungsverhaltens. Beim Einlenken vermittelt die Basis klar, wann die Vorderachse den Grip verliert, und zwar bei niedrigen Geschwindigkeiten so detailliert, dass man das Rutschen vorhersehen kann, anstatt es einfach hinnehmen zu müssen. Bei starkem Bremsen ist die Gewichtsverlagerung deutlich in den Händen spürbar, ohne jemals unkontrolliert zu wirken. Im ACC-Modus, wo die Anforderungen abrupt und schnell sind, federt das DD+ die Stöße mit einer Stabilität ab, die Vertrauen weckt, ohne dass man über die angegebene Leistung hinaus auf Reserven zurückgreifen muss. Wir haben nacheinander iRacing, Assetto Corsa, Gran Turismo und Automobilista getestet, und es ist diese Beständigkeit, die beeindruckt: Das Fahrgefühl bleibt von einem Titel zum anderen klar und konsistent, ohne dass man eine Stunde mit den Einstellungen verbringen muss.
Eine Fertigung, die Seriosität ausstrahlt
Die Vollmetallkonstruktion vermittelt sofort Vertrauen und sorgt für eine gute passive Wärmeableitung. Im Vergleich zu den Vorgängermodellen DD1 und DD2 fällt auf, dass die leichte Störstruktur bei der Drehung verschwunden ist: Die Bewegung ist geschmeidiger und raffinierter. Der QR2 ist vorinstalliert und verfügt über eine hervorragende mechanische Verriegelung, auch wenn das Lenkrad beim Abnehmen leicht hängenbleiben kann. Das ist zwar kein Ausschlusskriterium, fällt aber auf, wenn man häufig die Felgen wechselt.
Kompatibilität und Ökosystem: Das ist der entscheidende Punkt, den es zu beachten gilt
Was die Plattformen angeht, ist DD+ offiziell für PlayStation lizenziert und läuft sowohl auf der PS5 als auch auf der PS4 sowie auf dem PC. Auf der Xbox hängt alles vom verwendeten Lenkrad ab; daher sollten Sie diesen Punkt vor dem Kauf überprüfen, falls die Xbox Ihre Hauptkonsole ist. Das FullForce-Protokoll bietet vielversprechende Hochfrequenzvibrationen, wird aber von den Spielen bislang noch kaum genutzt. Der Nachteil des Fanatec-Ökosystems ist seine Geschlossenheit: Es gibt keinen USB-Pass-Through, sodass man einen Adapter eines Drittanbieters benötigt, um ein Lenkrad einer anderen Marke anzuschließen. Auf der Konsole ist die Force-Feedback-Rückmeldung zudem eine Stufe weniger detailliert als auf dem PC – eine Einschränkung, die eher der Plattform selbst als der Basisstation zuzuschreiben ist.
Für wen eigentlich
Das ClubSport DD+ richtet sich an anspruchsvolle Fahrer, die sich ein großzügiges Drehmoment, eine einwandfreie Thermik und ein klares Force-Feedback wünschen, ohne dabei in die nächsthöhere Preisklasse zu wechseln. Wenn Sie auf PlayStation oder PC spielen und bereit sind, im Fanatec-Ökosystem zu bleiben, bietet er eine Gleichmäßigkeit und Präzision der FFB, die ihn auf das Niveau deutlich teurerer Modelle hebt. Er ist eine sichere Wahl, die auf Langlebigkeit ausgelegt ist.




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