MOZA ES Steering Wheel : Test & Erfahrungsberichte | Was es wirklich wert ist 2026
MOZA ES Steering Wheel: Meine Meinung in Kürze
Dieses Lenkrad bietet eine saubere und kohärente Erfahrung, um Direct Drive zu entdecken, ohne das Gefühl von Spielzeug oder unnötiger Komplexität, aber man spürt schnell die Grenzen des Komforts und des feinen Gefühls. Es ist vor allem für motivierte Anfänger und fortgeschrittene PC-Spieler geeignet, die ein erstes MOZA-Setup mit einem überschaubaren Budget aufbauen wollen. Für den Preis bleibt das Set logisch und relevant.
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MOZA ES Steering Wheel: Ein Einsteigerlenkrad, das in der großen Liga mitspielen will
Das MOZA ES Steering Wheel ist das "Basis"-Lenkrad des MOZA-Ökosystems, das man oft im Bundle mit den kleinen Direct Drive-Basisstationen der Marke findet. Auf dem Papier zielt es auf ein Publikum ab, das ernsthaft in den Sim-Racing-Sport einsteigen möchte, ohne sein Budget zu sprengen, und gleichzeitig mit einer leistungsstärkeren Basis kompatibel bleibt.
Es verspricht eine einfache Kombi: erschwinglicher Preis, modernes Aussehen, eine vollständige Palette an Knöpfen und eine saubere Integration in das MOZA-Ökosystem. Die Idee ist klar: ein Lenkrad anzubieten, das vielseitig genug ist, um GT, Tourenwagen und ein bisschen Rallye zu fahren, ohne den Eindruck eines billigen Spielzeugs zu erwecken.
Mein Winkel hier ist zweifach: Auf der einen Seite die Verarbeitungsqualität und der Komfort im Alltag. Auf der anderen Seite geht es um die Präzision und das Gefühl, das es vermittelt, vor allem im Vergleich zu teureren Lenkrädern aus Metall und Leder/Alcantara. Das Ziel ist es, herauszufinden, ob dieses Einstiegslenkrad in einem MOZA-Setup bestehen kann, oder ob es vor allem als Übergangslösung zu etwas Besserem betrachtet werden sollte.
Design und Verarbeitung: einfach, sauber, aber eindeutig Einstiegsklasse
Das MOZA ES Steering Wheel sieht aus wie ein modernes Lenkrad für Rennsimulationen: Die Form ähnelt der eines GT-Lenkrads, zahlreiche Knöpfe an der Vorderseite, eine Schaltpalette und ein ziemlich aggressives Design. Auf dem Schreibtisch oder im Cockpit wirkt es auf den ersten Blick nicht "spielzeughaft", was für seine Klasse schon ein guter Punkt ist.
In der Hand verrät das Gefühl sofort seine Position in der Produktreihe. Der Mittelteil ist aus Metall mit einer Frontplatte, die einen angemessenen Eindruck von Steifigkeit vermittelt. Die Griffe hingegen sind aus synthetischem Material, wie strukturiertem Kunststoff, ohne Premium-Beschichtung. Man spürt es sofort: Das ist kein Leder, das ist kein Alcantara. Die Hände rutschen etwas leichter ab, vor allem bei Schweiß, und das Gefühl ist weniger warm.
Die Gesamtsteifigkeit ist immer noch zufriedenstellend für den Gebrauch mit einer Einsteiger- oder Mittelklassebasis. Das Lenkrad verdreht sich nicht übermäßig, wenn man darauf drückt, und die Verbindungen knarren nicht. Die Tasten klicken sauber und trocken, was mehr Vertrauen schafft, als der Preis vermuten lässt. Es ist nicht so, dass die Knöpfe in manchen Einsteigerlenkrädern weich sind.
Die Schaltwippen sind ein etwas gemischter Bereich. Sie erfüllen ihren Zweck, mit einem ausreichend deutlichen Klick, aber das mechanische Gefühl ist nicht luxuriös: ein bisschen plastisch im Rennen, ein bisschen laut auch. Im Vergleich zu hochwertigeren Lenkrädern desselben Ökosystems oder zu Full-Metal-Laufrädern der Konkurrenz verliert man ein Gefühl von Dichte und Präzision.
Im Vergleich zu anderen "Billiglenkrädern" auf dem Markt kann sich das MOZA ES ehrlich behaupten: Es sieht nicht zerbrechlich aus, es knackt nicht in alle Richtungen, und sein allgemeines Design bleibt ansprechend. Aber wenn du deine Hände schon einmal auf ein Metall/Alcantara- oder Lederlenkrad gelegt hast, wirst du die qualitative Stufe sofort spüren.
Einstellungen, Personalisierung und Kompatibilität: Das Wichtigste ist dabei
Das MOZA ES Steering Wheel lässt sich in die Software der Marke integrieren, was die Dinge enorm vereinfacht. Alle wichtigen Einstellungen werden in der gleichen Umgebung wie die Basis vorgenommen: Knopfzuordnung, Empfindlichkeit, Rotation, Profile pro Spiel. Für ein Einsteigerlenkrad ist das wirklich angenehm, man muss sich nicht mit mehreren Tools oder Konfigurationsebenen herumschlagen.
Die verfügbaren Tasten sind zahlreich genug, um die wichtigsten Funktionen in den meisten Spielen abzudecken: Ansicht, Boxenstopp, Scheinwerfer, Radio, DRS je nach Disziplin. Die Anordnung ist logisch und nach einigen Sitzungen recht einfach zu merken. Man hat nicht den Reichtum und die Individualität eines wettkampforientierten Lenkrads mit Rotaries überall, aber für einen normalen GT-/Rennstreckengebrauch erfüllt es mehr als seinen Zweck.
Die Personalisierung erfolgt vor allem über die Softwareprofile. Du kannst den Rotationswinkel je nach Disziplin anpassen, die Gesamthärte des Force-Feedbacks an der Basis einstellen und verschiedene Voreinstellungen mit jedem Spiel verknüpfen. Das Lenkrad selbst bietet keine physischen Einstellungsmöglichkeiten (fester Durchmesser, keine Module, keine austauschbaren Grips), aber das ist in dieser Preisklasse nicht schockierend.
Die Lernkurve bleibt sanft. Für einen Benutzer, der Sim-Racing auf einem PC mit einer MOZA-Basis entdeckt, ist der Einstieg schnell gemacht. Anschließen, ein oder zwei Mal konfigurieren und los geht's. Wer es ganz genau nimmt, kann immer noch Zeit damit verbringen, jedes Spiel zu verfeinern, aber das ist kein Muss, um die Kombi zu genießen.
Was die Kompatibilität betrifft, so ist MOZA ES wie der Rest des Ökosystems in erster Linie für den PC konzipiert. Auf Konsolen ist man sehr stark von den Basen und ihrer Kompatibilität abhängig, was seine Attraktivität für reine Konsolenspieler etwas einschränkt. In einem kompletten MOZA-Ökosystem hingegen fügt es sich ganz natürlich ein: Direct Drive Basen, Pedale, Shifter, Handbremse und bei Bedarf ein eigenes Cockpit.
In Bezug auf die Skalierbarkeit spielt das MOZA ES eindeutig die Rolle eines Einstiegspunkts. Er ermöglicht den Einstieg, ohne das Budget zu sprengen, kann aber später ganz natürlich durch ein hochwertigeres Lenkrad ersetzt werden, wobei die gleiche Basis und der Rest des Setups beibehalten werden. Es ist kompatibel mit den leistungsstärkeren Basen der Marke, aber es ist nicht das, was du brauchst, um das Beste aus einem starken Direct Drive herauszuholen.
Spielgefühl: effizient, gut lesbar, aber durch das Design eingeschränkt
Einmal auf der Bahn, zeigt das MOZA ES Steering Wheel seine Positionierung: Es zügelt die Basis nicht völlig, aber es transzendiert auch nicht das Gefühl. Man spürt deutlich die Arbeit der MOZA Direct Drive Base dahinter, mit einer sauberen und präzisen Kraftrückgabe, aber das Lenkrad dient als physikalischer Filter, vor allem durch sein Material und seinen Durchmesser.
Was die Genauigkeit des Feedbacks angeht, bleibt die Lenkung lesbar. Man versteht, was das Auto macht, man spürt die Neuzentrierung, den Moment, in dem das Heck beginnt, sich zu bewegen, die leichten Massenverlagerungen. Auf einer Einstiegsbasis mit Direct Drive bleibt die Kombo für den Preis sehr ordentlich. Die steife Struktur des Zentralkörpers lässt die großen FFB-Variationen gut durch.
In den Kurven ist das Lesen des Grips korrekt, solange man bei einer "sauberen" Fahrweise bleibt. Man spürt den Reifen, der sich auflädt, das beginnende Untersteuern und den etwas krassen Haftungsverlust. Wo sich der Unterschied zu einem hochwertigeren Lenkrad bemerkbar macht, ist bei den Mikrodetails: Die kleinen, sehr feinen Vibrationen, die winzigen Veränderungen in der Beschaffenheit der Fahrbahn neigen dazu, weniger deutlich zu sein. Das Material der Griffe absorbiert einige Nuancen ein wenig.
Auf Vibrationen bleibt das Gefühl klar: Man spürt genau, wann man auf sie steigt, wann man sie verlässt und wie intensiv man sie nutzt. Große Vibrationen vom Typ F1 oder GT3 erschüttern das Lenkrad genug, um ein Gefühl von körperlicher Präsenz zu vermitteln. Auch hier leistet die Basis die meiste Arbeit, und das Lenkrad gibt die großen Informationen korrekt weiter. Allerdings ist die präzise Textur einiger Vibrationen oder Kanten im Vergleich zu einem steiferen und besser verarbeiteten Lenkrad etwas geglättet.
Bei schnellen Korrekturen helfen der Durchmesser und das angemessene Gewicht des MOZA ES. Das Lenkrad bleibt leicht zu greifen, abrupte Richtungsänderungen erfordern keinen übermäßigen Kraftaufwand. Man kann ein Übersteuern ausgleichen, in der Kurve nachjustieren, ohne mit der Trägheit des Lenkrads zu kämpfen. Das ist ein interessanter Punkt für Anfänger oder Fortgeschrittene: Das Lenkrad ermüdet nicht zu sehr, selbst bei etwas längeren Sitzungen.
Bei längeren Fahrten ist der Komfort durchschnittlich. Das Fehlen einer Premium-Beschichtung rächt sich ein wenig beim Griffgefühl der Hände: Mit der Zeit, vor allem ohne Handschuhe, spürt man mehr das Plastikmaterial, das ein wenig rutschig und weniger angenehm ist. Die Hände schwitzen und rutschen etwas mehr als bei einer lederartigen oder Alcantara-ähnlichen Beschichtung, was die Präzision des Lenkradgriffs auf Dauer beeinträchtigen kann.
In der allgemeinen Immersion ist die Kombi für ein begrenztes Budget immer noch zufriedenstellend. Die Lenkung bewegt sich so, wie man es erwartet, die Vibrationen kommen im richtigen Moment und das Auto "lebt" in den Händen. Im Vergleich zu einer riemengetriebenen Basis mit einem Lenkrad der Einstiegsklasse gewinnt man eindeutig an Reaktionsfähigkeit und Klarheit des Feedbacks. Im Vergleich zu einer stärkeren MOZA-Basis mit einem High-End-Lenkrad spürt man die Decke: Die Basis könnte mehr Details senden, aber das Lenkrad bringt sie nicht ganz zur Geltung.
Dieses Lenkrad verdirbt das Direct Drive-Erlebnis nicht, sondern vereinfacht es. Es dient als leicht zugängliche Brücke zu einem besseren Gefühl, aber es wird nie das stärkste Glied in einem rein leistungsorientierten Setup sein.
Für wen ist es geeignet? Qualitäten, Grenzen und tatsächlicher Wert
Das MOZA ES Steering Wheel richtet sich in erster Linie an motivierte Anfänger und fortgeschrittene Spieler, die ein erstes richtiges Setup auf Direct Drive-Basis aufbauen. Wenn du von einem sehr Mainstream-Lenkrad kommst und in das MOZA-Ökosystem einsteigst, ist dieses Lenkrad konsequent: Du profitierst von einem sauberen Force-Feedback, einer modernen Ergonomie und einer reibungslosen Integration, ohne massive Mehrkosten.
Unter den positiven Aspekten sticht als Erstes sein Preis-Leistungs-Verhältnis innerhalb des MOZA-Ökosystems hervor. Für ein "einfaches" Lenkrad hat man genügend Knöpfe, eine klare Ergonomie und eine direkte Kompatibilität mit den Basen der Marke, ohne Bastelei. Der zweite Pluspunkt ist, dass es aufgrund seines relativ geringen Gewichts und seines vernünftigen Durchmessers leicht zu handhaben ist, ideal zum Lernen oder zum Aneinanderreihen von Tricks, ohne zu ermüden. Drittens ist die Gesamtqualität der Konstruktion für diese Produktreihe beruhigend: Es gibt kein Gefühl von hohlem Spielzeug oder grobem Zusammenbau.
Die Grenzen existieren und müssen klar sein. Die erste ist das Gefühl in der Hand: Das Material der Griffe und die fehlende Premium-Beschichtung führen zu einem Verlust an Komfort und Grip, vor allem bei langen Sessions oder ohne Handschuhe. Die zweite Einschränkung ist, dass das Lenkrad die stärksten MOZA-Basen nicht voll ausnutzt: Es überträgt zwar die großen Kräfte, glättet aber einen Teil der feinen Details. Die dritte Einschränkung ist, dass das Lenkrad nicht individuell angepasst werden kann (keine Module, keine austauschbaren Platten oder Griffe).
In Bezug auf den wahrgenommenen Wert hängt alles von deinem Ausgangspunkt ab. Wenn du ein erstes Direct-Drive-Setup mit einem überschaubaren Budget aufbaust, macht das MOZA ES Sinn: Es ermöglicht dir den Einstieg in die MOZA-Welt, ohne deinen Geldbeutel zu sprengen, und du behältst die Möglichkeit, das Lenkrad später aufzurüsten. Wenn du dir bereits sicher bist, dass du etwas sehr Immersives und Hochwertiges haben möchtest, ist die Investition direkt in ein besser verarbeitetes Lenkrad wahrscheinlich sinnvoller, auch wenn die anfänglichen Kosten höher sind.
Urteil: ein gutes Eintrittsticket in das MOZA-Ökosystem
Das MOZA ES Steering Wheel bringt vor allem eines in ein Setup: einen einfachen, kohärenten und funktionalen Einstiegspunkt in das Direct Drive-Ökosystem der Marke. Es ermöglicht Ihnen, die MOZA-Grundlagen zu nutzen, ohne gleich zu Beginn in ein High-End-Lenkrad zu investieren, und eine Combo zu haben, die bereits weit über den sehr Mainstream-Lösungen mit Riemenantrieb liegt.
Auf dem Markt positioniert er sich eindeutig als ein Lenkrad für das mittlere/untere Preissegment, für den Übergang. Es spielt nicht die Premium-Karte, sondern die Zugangskarte: genügend Tasten, modernes Design, korrekte Konstruktion, direkte Kompatibilität. Es passt besonders gut in Bundles mit kleinen MOZA-Basisstationen, wo es finanziell und in Bezug auf die Gesamtkohärenz Sinn macht.
Ich empfehle es PC-Spielern, die ernsthaft beginnen, oder Intermediates, die einen Fuß in die Tür des Direct Drive setzen, ohne gleich beim ersten Kauf alles für das Lenkrad ausgeben zu wollen. Für einen sehr anspruchsvollen Simracer, der auf reine Leistung ausgerichtet ist oder ein ultradetailliertes Gefühl sucht, ist es nicht die beste Wahl: Ein stärkeres, besser verarbeitetes und besser ummanteltes Lenkrad wird sich schnell durchsetzen.
Wenn du nach einem funktionalen, erschwinglichen und ausreichenden ersten MOZA-Lenkrad suchst, um Direct Drive zu entdecken, ohne dich zu ruinieren, kann dieses Produkt eindeutig den Unterschied in deinem Setup ausmachen.

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