Simucube 2 Sport : Test & Erfahrungsberichte | Was es wirklich wert ist 2026

Simucube 2 Sport : Meine Meinung in Kürze

Der Simucube 2 Sport ist eine direktgetriebene Simulationsplattform mit 17 Nm Drehmoment im ultrakompakten Format, aus Aluminium gefertigt und speziell für den PC konzipiert. Er bietet eine Force-Feedback-Wiedergabe von seltener Präzision, eine True-Drive-Software, die sowohl benutzerfreundlich als auch leistungsstark ist, sowie eine Verarbeitung, die Langlebigkeit verspricht. Sie ist unser bevorzugter Einstieg in das High-End-Segment der Direktantriebe.

9.0/10★★★★★Ausgezeichnet

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9.0/10Ausgezeichnet
Herstellung9.5
Gefühl und Rückmeldung9.2
True Drive-Software8.7
Kompatibilität8.0
Preis-Leistungs-Verhältnis8.6

Was uns gefallen hat

  • 17 Nm sind mehr als ausreichend, kein Clipping selbst bei geringer Kraft auf der Spielseite
  • Sehr detailliertes und direktes Fahrgefühl, ein Ausbrechen des Hecks wird sofort signalisiert
  • Hochwertige Aluminiumausführung und kompaktes Format (130 x 130 mm)
  • Bleib bei langen Ausdauer-Sessions cool und beständig
  • Simucube-Schnellwechselvorrichtung ohne jegliches Spiel in der Mitte
  • Not-Aus-Taster serienmäßig enthalten
  • True Drive – leicht zugänglich für den Einstieg, tiefgehend zur Verfeinerung, Profile werden über Paddock geteilt

Die Rücklagen

  • Nur Windows-PCs, keine Kompatibilität mit PlayStation oder Xbox
  • Nur Sockel, Lenkrad nicht im Lieferumfang enthalten
  • Schnellwechsel-Set für die Lenkradseite, das für Nicht-Simucube-Lenkräder zusätzlich erworben werden muss
  • Befestigungshalterung nicht im Lieferumfang enthalten
  • Kein automatisches Laden des Profils nach Spiel oder Fahrzeug
Technisches Datenblatt
Maximales Drehmoment 17 Nm
Drehmomentanstiegsgeschwindigkeit 4,8 Nm/ms (einstellbar von 1 bis 4,8)
Motor Direktantrieb mit sehr geringer Drehmomentwelligkeit
Winkelsensor 22-Bit-Absolutwert
Ernährung 280 W
Abmessungen 130 x 130 x 250 mm (inklusive Schnellverschluss)
Gewicht 8 kg
Gehäuse bearbeitetes Aluminium
Schnellbefestigung Simucube Quick Release (Lenkradhalterung separat)
Drahtlose Lenkradhalterung ja
Kompatibilität Nur Windows-PCs (DirectInput)

Der Direktantrieb, der auch Puristen überzeugt

Wir haben den Simucube 2 Sport angeschlossen und dabei mit einem noch solideren Gerät gerechnet – und wurden dann richtig überrascht. In einem Gehäuse, das kaum größer ist als ein Ziegelstein, verbirgt die finnische Marke einen Direktantriebsmotor mit 17 Nm, der nichts von einem gedrosselten Einsteigermodell hat. Er ist zwar das günstigste Modell der Simucube-2-Familie, teilt aber im Wesentlichen die DNA seiner großen Schwestern Pro und Ultimate. Um es gleich vorweg zu nehmen: Dieser Sport spielt bereits in der Liga der Großen mit.

Eine Fertigung, die Vertrauen schafft

Das Erste, was auffällt, sind das Gewicht und die Kompaktheit des Geräts. Acht Kilogramm, konzentriert in einem gefrästen Aluminiumgehäuse mit den Maßen 130 x 130 x 250 mm, mit abgeschrägten Kanten und einer Verarbeitung, die keinen Platz für fragwürdigen Kunststoff lässt. Nichts wackelt, nichts knarzt. Das quadratische Format von 130 mm bleibt angesichts der abgegebenen Leistung überraschend kompakt, was die Integration in nahezu jedes starre Cockpit mittels M8-Befestigungen erleichtert. Der serienmäßig mitgelieferte Not-Aus-Schalter unterbricht die Force-Feedback-Rückmeldung sofort – ein echtes Sicherheitsnetz, wenn man mit voller Geschwindigkeit gegen eine Wand prallt und die Basis einem die Handgelenke ausrenken will.

Auf der Piste zählt vor allem die Übersicht

Erst mit dem Lenkrad in der Hand entfaltet der Sport seine ganze Wirkung. Was uns beeindruckt hat, war nicht die Brutalität, sondern die Deutlichkeit des Rückmeldungsverhaltens. Wenn das Heck ausbricht, wird diese Information mit einer Unmittelbarkeit ins Lenkrad übertragen, die den Unterschied ausmacht. Man spürt, wie die Hinterachse ausbricht, bevor es zu spät ist, und kann so Schleudern ausgleichen, die man bei einem Modell mit Riemenantrieb schon hätte aufgeben müssen. Bei Fahrbahnunebenheiten, der Asphaltstruktur und den Lastwechseln beim Bremsen ist die Rückmeldung fein, direkt und vollkommen klar, ohne störende Ruckler oder seltsame Schwingungen.

Die angegebenen 17 Nm erweisen sich als mehr als ausreichend. Im Rennen fährt man oft deutlich unterhalb des Maximums, und dennoch ist es nie zu einem Clipping gekommen, selbst wenn man die Kraft in Assetto Corsa Competizione auf der Spielseite auf 40 Prozent gesenkt hat. Ein weiterer Pluspunkt bei langen Langstreckenrennen: Der Motor bleibt kühl und verliert im Laufe der Stints nicht an Konstanz. Wir haben die Einstellung auf etwa 60 Prozent gesenkt, um die Unterarme auf Dauer zu schonen, und das Fahrgefühl blieb dennoch ebenso ausdrucksstark. Genau das erwartet man von einem Basismodell dieses Kalibers: Präzision statt Kraftdemonstration.

True Drive – tief, ohne einschüchternd zu wirken

Die hauseigene Software „True Drive“ erkennt die Basis automatisch, verwaltet Firmware-Updates und bietet zwei Lesestufen. Anfänger können die wichtigsten Einstellungen – Lenkwinkel, Gesamtkraft, Glättung und Dämpfung – in wenigen Minuten vornehmen. Der Anspruchsvolle taucht in die Filter für Trägheit, Reibung und Drehmomentrekonstruktion ein, um sein Fahrgefühl fein abzustimmen. Über die Paddock-Plattform lassen sich von der Community geteilte Profile abrufen – eine echte Zeitersparnis, um eine Einstellung grob zu optimieren. Schade ist lediglich, dass es keine automatische Ladung eines Profils pro Spiel oder pro Fahrzeug gibt und die Verwaltung des Standardprofils nicht immer ganz übersichtlich ist. Das ist zwar kein Ausschlusskriterium, aber man muss sich daran gewöhnen, selbst umzuschalten.

Schnellwechsel-System und offenes Ökosystem

Das Simucube-Schnellbefestigungssystem hat uns durch sein völliges Spielfrei-Sein beeindruckt. Man steckt ein Lenkrad ein, zieht es fest, und es gibt nicht das geringste Spiel in der Mitte – was bei einer so präzisen Basis enorm wichtig ist. Der Federmechanismus ist dafür ausgelegt, Tausende von Wechseln zu bewältigen, ohne sich abzunutzen. Allerdings ist zu beachten, dass es sich beim „Sport“ um eine Basis ohne Lenkrad handelt. Um ein Lenkrad eines Drittanbieters zu montieren, muss das Quick-Release-Kit auf der Lenkradseite hinzugefügt werden, wofür zusätzliche Kosten anfallen. Im Gegenzug bleibt man in einem offenen Ökosystem, das mit einer Vielzahl von Lenkrädern auf dem Markt kompatibel ist – von Cube Controls bis Ascher Racing – und sich damit deutlich von geschlossenen Systemen unterscheidet.

Kompatibilität, der PC und sonst nichts

Ein wichtiger Punkt, den man nicht übersehen sollte: Der Simucube 2 Sport ist ausschließlich für Windows-PCs gedacht. Er funktioniert weder auf der PlayStation noch auf der Xbox; es werden keine Konsolen unterstützt. Auf dem PC hingegen funktioniert sie mit allem, was DirectInput nutzt: iRacing mit seiner 360-Hz-Force-Feedback-Funktion, Assetto Corsa und seine Fortsetzungen, rFactor 2, die F1-Serie und viele andere. Wenn Ihr Setup zu 100 Prozent auf dem PC basiert, stehen Ihnen alle Türen offen. Wenn Sie auf einer Konsole spielen, sollten Sie weiter suchen – diese Basisstation ist nichts für Sie.

Unser Fazit nach dem Test

Der Simucube 2 Sport hat uns durch diese schwer zu findende Ausgewogenheit überzeugt: perfekt dosierte Leistung, vorbildliche Rückmeldung und eine Konstruktion, die auf jahrelange Haltbarkeit ausgelegt ist. Seine Einschränkungen liegen vor allem darin, dass man zusätzlich ein Lenkrad, einen Befestigungssatz und eine Halterung anschaffen muss, sowie darin, dass er ausschließlich für den PC ausgelegt ist. Aber für alle, die in den Bereich der High-End-Direct-Drive-Systeme einsteigen möchten, ohne sich die Pro-Version leisten zu müssen, ist er eine sichere Wahl, die nicht enttäuscht.

Häufig gestellte Fragen

Funktioniert der Simucube 2 Sport auf der PS5 oder der Xbox?
Nein, es handelt sich ausschließlich um eine Windows-PC-Plattform; Konsolen werden nicht unterstützt.
17 Nm Drehmoment – reicht das aus?
Ja, das gilt für fast alle Piloten. Es gab nie Leistungseinbußen oder Clipping, selbst wenn man die Spielkraft verringert hat.
Muss man ein Lenkrad separat kaufen?
Ja, das „Sport“-Modell ist nur ein Grundgerüst. Man muss ein Lenkrad hinzufügen und bei Modellen ohne Simucube zusätzlich das Schnellwechsel-Set für die Lenkradseite.
Was ist der Unterschied zur Pro-Version?
Gleiche Bauweise und gleiche Philosophie, doch die Pro erreicht 25 Nm und spricht etwas schneller an. Für die meisten Anwendungszwecke reicht die Sport-Version völlig aus.
Wird eine Halterung mitgeliefert?
Nein, man benötigt ein Cockpit oder eine kompatible starre Halterung, da der Sockel über M8-Gewindebohrungen befestigt wird.

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