Fanatec Clubsport Handbrake V2 : Test & Meinungen | Was es 2026 wirklich wert ist

Fanatec Clubsport Handbrake V2: Meine Meinung in Kürze

Die ClubSport Handbrake V2 verzichtet auf den Positionssensor zugunsten einer echten Kraftmesszelle, die in einem gefrästen Metallblock untergebracht ist, der sich keinen Zentimeter bewegt. Man kann ihn in Bezug auf Vorspannung, Hub und Position einstellen, ihn horizontal oder vertikal montieren, und er überzeugt sowohl im Rallyesport als auch beim Driften. Einziger wirklicher Wermutstropfen: Es gibt keinen direkten USB-Anschluss, ohne den Adapter separat zu kaufen.

8.2/10★★★★☆Sehr gut

Wenn Sie über unsere Links kaufen, können wir eine Affiliate-Provision erhalten.

8.2/10Sehr gut
Herstellung9.0
Empfindlichkeit und Genauigkeit des Sensors8.5
Einstellungen8.0
Konnektivität6.0
Vielseitigkeit7.5
Preis-Leistungs-Verhältnis7.5

Was uns gefallen hat

  • Kraftmesszelle, wesentlich feinere Dosierung als beim bisherigen Positionssensor
  • Aus Stahl und Aluminium gefertigt, absolut verwindungssteif auch bei starker Zugbelastung
  • Umfassende Einstellmöglichkeiten: Vorspannung, Federweg (Distanzstücke 60/70/80 mm), Neigungswinkel in drei Positionen
  • Zwei Ausrichtungen – horizontal für die Straße oder vertikal für die Rallye – in wenigen Sekunden
  • Hervorragende Stabilität und Wiederholgenauigkeit für Rallye und Drift

Die Rücklagen

  • Kein direkter USB-Anschluss ab Werk, Adapter muss separat erworben werden
  • Auf der Konsole funktioniert es nur über eine Fanatec-Basisstation
  • Bei jeder Einstellung muss die obere Platte entfernt werden
  • Fühlt sich fest an, was Gelegenheitsnutzer abschrecken könnte
  • Das Signal ist bei den Riemenantrieben noch nicht perfekt kalibriert (Firmware-Korrektur angekündigt)
Technisches Datenblatt
Art des Sensors Wägezelle (Kraftmessung)
Fahrgestell Stahl und Aluminium, gegossen und CNC-gefräst
Drehpunkt Kugellager
Leitlinien Horizontal (Straßenrennen) und vertikal (Rallye)
Hubverstellung Abstandhalter 60, 70 und 80 mm
Voreinstellung der Vorspannung Hintere Metallscheibe
Winkeleinstellung Drei Positionen
Basisverbindung RJ12 auf Fanatec-Basisstation
Standalone-PC-Verbindung ClubSport-USB-Adapter (separat erhältlich)
Konsolenkompatibilität Nur über Fanatec-Basisstation

Eine Handbremse, die sich nur mit Kraft betätigen lässt

Die eigentliche Neuerung beim ClubSport Handbrake V2 ist nicht optischer Natur, sondern betrifft den Sensor. Fanatec hat das Positionspotentiometer der Vorgängergeneration durch eine Wägezelle ersetzt, die die auf den Hebel ausgeübte Kraft misst. Konkret bedeutet das: Es kommt nicht mehr auf den Weg an, den der Hebel zurücklegt, sondern auf den ausgeübten Druck. Und für eine Handbremse bedeutet das einen entscheidenden Unterschied: Man spürt eine echte Abstufung zwischen dem Beginn der Kraftübertragung und dem vollständigen Blockieren der Hinterräder – genau das, was man braucht, wenn man ein Schleudern millimetergenau kontrolliert.

Ein Metallblock, der sich nicht verbiegt

Hier haben wir es mit einem wirklich soliden Gerät zu tun. Das Gehäuse besteht aus einer Stahl-Aluminium-Konstruktion, die gegossen und anschließend CNC-gefräst wurde, mit Kugellagern am Drehpunkt des Hebels. Der Griff ist dick und liegt gut in der Hand, und vor allem bleibt das gesamte Gerät völlig verwindungssteif, selbst wenn man wie ein Verrückter daran zieht. Bei dieser Verarbeitungsqualität ist man weit entfernt von Kunststoff: Das Gerät ist schwer, vermittelt Vertrauen, und diese Steifigkeit trägt direkt zur Präzision der Bewegung bei, da sich zwischen der Hand und dem Sensor nichts verbiegt.

Einstellspielraum unter der Motorhaube

Sobald die obere Abdeckung entfernt ist, kommt eine ganze Reihe von Einstellmöglichkeiten zum Vorschein. Die Vorspannung lässt sich über eine Metallscheibe auf der Rückseite einstellen: Je stärker die Vorspannung, desto größer die Spannung auf den Elastomer- und Wägezellenstapel und desto höher der Anfangswiderstand des Hebels. Der Hub lässt sich mit den mitgelieferten Distanzstücken in den Längen 60, 70 und 80 mm einstellen, und der Hebelwinkel verfügt über drei Positionen. Man hat also genügend Möglichkeiten, die Härte und die Auslöseweite nach eigenem Geschmack einzustellen. Ein kleiner Wermutstropfen: Für all diese Einstellungen muss jedes Mal die obere Platte abmontiert werden; wir hätten uns einen schnelleren Zugriff gewünscht.

Liegender oder aufrechter Griff

Der V2 lässt sich in zwei Ausrichtungen montieren. In horizontaler Position entspricht er der klassischen Konfiguration einer Handbremse eines Straßenfahrzeugs. In vertikaler Position wechselt man in die Rallye-Stellung, wobei der Hebel wie bei einer hydraulischen Rennbremse aufrecht steht. Der Wechsel von einer Position zur anderen dauert nur wenige Sekunden, was besonders praktisch ist, wenn man zwischen GT-Rennen und Schotter-Sonderprüfungen wechselt.

So sieht es aus, wenn es läuft

Im Einsatz ist das Fahrgefühl hervorragend. Der Schalthebel liegt fest und präzise in der Hand und vermittelt beim Ziehen ein vertrauenerweckendes mechanisches Feedback. Bei Rallyes wirkt sich diese Festigkeit wunderbar aus: Man kann die Bremskraft auf die Hinterachse mit bemerkenswerter Wiederholgenauigkeit dosieren, Kurve für Kurve genau denselben Druck aufbringen – und genau das braucht man, um eine Schotter-Haarnadelkurve zu meistern, ohne ins Schleudern zu geraten. Beim Driften glänzt die Load Cell bei Teilbremsungen, wo ein „Alles-oder-Nichts“-Positionssensor uns im Unklaren lässt: Hier lässt sich der Blockieranteil wirklich dosieren. Man muss sich jedoch darüber im Klaren sein: Selbst wenn man mit der Vorspannung und dem Elastomer spielt, bleibt die Bremse auf der festen Seite des Spektrums. Für einen anspruchsvollen Fahrer ist das ein Vorteil, für einen Gelegenheitsspieler, der ein ganz sanftes Bremsverhalten wünscht, kann es anfangs überraschen. Bei langen Fahrten erfordert diese Festigkeit eine entschlossene Bewegung, ermüdet aber nicht, da der Hub kurz bleibt und die Rückmeldung sofort erfolgt.

Der Anschluss – der eigentliche Misston

Das ist der Punkt, der allen ein Dorn im Auge ist. Ursprünglich wird das V2 über einen RJ12-Anschluss an der Rückseite einer Fanatec-Basisstation angeschlossen, und das war’s. Um es direkt am PC als eigenständiges USB-Peripheriegerät zu nutzen, muss man den ClubSport-USB-Adapter separat kaufen, der etwa zwanzig Euro kostet. Bei diesem Einstiegspreis ist es schwer zu rechtfertigen, dass dieses Kabel nicht im Lieferumfang enthalten ist, und genau das wird sicherlich einen Teil der Kundschaft abschrecken. Bei Konsolen gilt dieselbe Logik: Die Handbremse funktioniert nur über eine Fanatec-Basisstation, sie verfügt über keinen eigenständigen Anschluss an eine Xbox oder PlayStation. Ein weiteres Detail, das man wissen sollte: Das analoge Signal ist bei den Riemenantriebsbasen noch nicht perfekt kalibriert (der Maximalwert lässt sich nicht wie vorgesehen einstellen), ein Punkt, den Fanatec laut eigener Aussage per Firmware beheben will.

Für wen ist es geeignet?

Die ClubSport Handbrake V2 ist eine hervorragende Handbremse – robust und unglaublich präzise –, die genau auf diejenigen zugeschnitten ist, die Rallye, Drift und Offroad ernst nehmen. Ob sie die richtige Wahl für Sie ist, hängt vor allem von zwei Dingen ab: wie stark Sie bereits in das Fanatec-Ökosystem eingebunden sind und inwieweit der USB-Anschluss für Sie eine Rolle spielt. Wenn Sie bereits mit einer Fanatec-Plattform fahren, lässt sie sich problemlos anschließen und funktioniert einwandfrei, und sowohl die Verarbeitungsqualität als auch die Kraftmesszelle rechtfertigen die Premium-Positionierung.

Häufig gestellte Fragen

Welches Sim-Racing-Lenkrad sollte man als Anfänger wählen?
Wählen Sie ein Lenkrad- und Pedalset, das zu Ihrer Plattform passt, auch wenn Sie später auf ein höherwertiges Modell umsteigen. Für den Anfang reicht ein Lenkrad mit Riemen- oder Zahnradantrieb aus; der erschwingliche Direktantrieb (Typ CSL DD) bietet ein deutlich besseres Fahrgefühl, sofern das Budget dies zulässt. Unsere auf einer Skala von 1 bis 10 bewerteten Tests helfen Ihnen dabei, die richtigen Vergleiche anzustellen.
Direktantrieb oder Riemenantrieb: Was ist der Unterschied?
Bei einem Direct-Drive-Antrieb ist das Lenkrad direkt mit dem Motor verbunden: Das Force-Feedback ist stärker, feiner und detailreicher als bei einem Riemen- oder Zahnradantrieb. Das sorgt für ein intensiveres Spielerlebnis, ist jedoch teurer und erfordert eine stabilere Halterung. Für den Einstieg ist ein Riemenantrieb nach wie vor eine sinnvolle Wahl.
Funktioniert diese Hardware auf der PS5 und der Xbox?
Das hängt vom jeweiligen Produkt ab, nicht von der Marke: Bei Fanatec beispielsweise ist die PlayStation-Kompatibilität in der Halterung integriert, während die Xbox-Kompatibilität vom Lenkrad selbst abhängt. Überprüfen Sie vor dem Kauf immer die auf der jeweiligen Produktseite angegebene Konsolenkompatibilität, da ein für den PC vorgesehenes Lenkrad nicht unbedingt auf einer Konsole funktioniert.
Braucht man ein Cockpit, um gut anzufangen?
Nicht unbedingt, aber eine stabile Halterung ist unverzichtbar: Selbst das beste Lenkrad ist völlig nutzlos, wenn es auf dem Tisch wackelt. Für den Anfang reicht eine klappbare Halterung aus; ein festes Cockpit wird erst dann wirklich nützlich, wenn man auf einen leistungsstarken Direct-Drive-Antrieb umsteigt.
Wie viel Geld sollte man für eine gute Ausstattung einplanen?
Rechnen Sie mit etwa 300 bis 500 € für ein erstes ordentliches Set aus Lenkrad und Pedalen, zu dem noch eine Halterung hinzukommt. Ein erschwinglicher Direktantrieb kostet etwas mehr, hält aber jahrelang. Es hängt alles von Ihrer Plattform und Ihren Zielen ab.

Bewertungen

Schreibe die erste Bewertung für „Fanatec Clubsport Handbrake V2“

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

de_DE