Fanatec Clubsport Handbrake V2 : Test & Meinungen | Was es 2026 wirklich wert ist
Fanatec Clubsport Handbrake V2: Meine Meinung in Kürze
Die ClubSport Handbrake V2 verzichtet auf den Positionssensor zugunsten einer echten Kraftmesszelle, die in einem gefrästen Metallblock untergebracht ist, der sich keinen Zentimeter bewegt. Man kann ihn in Bezug auf Vorspannung, Hub und Position einstellen, ihn horizontal oder vertikal montieren, und er überzeugt sowohl im Rallyesport als auch beim Driften. Einziger wirklicher Wermutstropfen: Es gibt keinen direkten USB-Anschluss, ohne den Adapter separat zu kaufen.
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Was uns gefallen hat
- Kraftmesszelle, wesentlich feinere Dosierung als beim bisherigen Positionssensor
- Aus Stahl und Aluminium gefertigt, absolut verwindungssteif auch bei starker Zugbelastung
- Umfassende Einstellmöglichkeiten: Vorspannung, Federweg (Distanzstücke 60/70/80 mm), Neigungswinkel in drei Positionen
- Zwei Ausrichtungen – horizontal für die Straße oder vertikal für die Rallye – in wenigen Sekunden
- Hervorragende Stabilität und Wiederholgenauigkeit für Rallye und Drift
Die Rücklagen
- Kein direkter USB-Anschluss ab Werk, Adapter muss separat erworben werden
- Auf der Konsole funktioniert es nur über eine Fanatec-Basisstation
- Bei jeder Einstellung muss die obere Platte entfernt werden
- Fühlt sich fest an, was Gelegenheitsnutzer abschrecken könnte
- Das Signal ist bei den Riemenantrieben noch nicht perfekt kalibriert (Firmware-Korrektur angekündigt)
Technisches Datenblatt
| Art des Sensors | Wägezelle (Kraftmessung) |
| Fahrgestell | Stahl und Aluminium, gegossen und CNC-gefräst |
| Drehpunkt | Kugellager |
| Leitlinien | Horizontal (Straßenrennen) und vertikal (Rallye) |
| Hubverstellung | Abstandhalter 60, 70 und 80 mm |
| Voreinstellung der Vorspannung | Hintere Metallscheibe |
| Winkeleinstellung | Drei Positionen |
| Basisverbindung | RJ12 auf Fanatec-Basisstation |
| Standalone-PC-Verbindung | ClubSport-USB-Adapter (separat erhältlich) |
| Konsolenkompatibilität | Nur über Fanatec-Basisstation |
Eine Handbremse, die sich nur mit Kraft betätigen lässt
Die eigentliche Neuerung beim ClubSport Handbrake V2 ist nicht optischer Natur, sondern betrifft den Sensor. Fanatec hat das Positionspotentiometer der Vorgängergeneration durch eine Wägezelle ersetzt, die die auf den Hebel ausgeübte Kraft misst. Konkret bedeutet das: Es kommt nicht mehr auf den Weg an, den der Hebel zurücklegt, sondern auf den ausgeübten Druck. Und für eine Handbremse bedeutet das einen entscheidenden Unterschied: Man spürt eine echte Abstufung zwischen dem Beginn der Kraftübertragung und dem vollständigen Blockieren der Hinterräder – genau das, was man braucht, wenn man ein Schleudern millimetergenau kontrolliert.
Ein Metallblock, der sich nicht verbiegt

Hier haben wir es mit einem wirklich soliden Gerät zu tun. Das Gehäuse besteht aus einer Stahl-Aluminium-Konstruktion, die gegossen und anschließend CNC-gefräst wurde, mit Kugellagern am Drehpunkt des Hebels. Der Griff ist dick und liegt gut in der Hand, und vor allem bleibt das gesamte Gerät völlig verwindungssteif, selbst wenn man wie ein Verrückter daran zieht. Bei dieser Verarbeitungsqualität ist man weit entfernt von Kunststoff: Das Gerät ist schwer, vermittelt Vertrauen, und diese Steifigkeit trägt direkt zur Präzision der Bewegung bei, da sich zwischen der Hand und dem Sensor nichts verbiegt.
Einstellspielraum unter der Motorhaube

Sobald die obere Abdeckung entfernt ist, kommt eine ganze Reihe von Einstellmöglichkeiten zum Vorschein. Die Vorspannung lässt sich über eine Metallscheibe auf der Rückseite einstellen: Je stärker die Vorspannung, desto größer die Spannung auf den Elastomer- und Wägezellenstapel und desto höher der Anfangswiderstand des Hebels. Der Hub lässt sich mit den mitgelieferten Distanzstücken in den Längen 60, 70 und 80 mm einstellen, und der Hebelwinkel verfügt über drei Positionen. Man hat also genügend Möglichkeiten, die Härte und die Auslöseweite nach eigenem Geschmack einzustellen. Ein kleiner Wermutstropfen: Für all diese Einstellungen muss jedes Mal die obere Platte abmontiert werden; wir hätten uns einen schnelleren Zugriff gewünscht.
Liegender oder aufrechter Griff
Der V2 lässt sich in zwei Ausrichtungen montieren. In horizontaler Position entspricht er der klassischen Konfiguration einer Handbremse eines Straßenfahrzeugs. In vertikaler Position wechselt man in die Rallye-Stellung, wobei der Hebel wie bei einer hydraulischen Rennbremse aufrecht steht. Der Wechsel von einer Position zur anderen dauert nur wenige Sekunden, was besonders praktisch ist, wenn man zwischen GT-Rennen und Schotter-Sonderprüfungen wechselt.
So sieht es aus, wenn es läuft

Im Einsatz ist das Fahrgefühl hervorragend. Der Schalthebel liegt fest und präzise in der Hand und vermittelt beim Ziehen ein vertrauenerweckendes mechanisches Feedback. Bei Rallyes wirkt sich diese Festigkeit wunderbar aus: Man kann die Bremskraft auf die Hinterachse mit bemerkenswerter Wiederholgenauigkeit dosieren, Kurve für Kurve genau denselben Druck aufbringen – und genau das braucht man, um eine Schotter-Haarnadelkurve zu meistern, ohne ins Schleudern zu geraten. Beim Driften glänzt die Load Cell bei Teilbremsungen, wo ein „Alles-oder-Nichts“-Positionssensor uns im Unklaren lässt: Hier lässt sich der Blockieranteil wirklich dosieren. Man muss sich jedoch darüber im Klaren sein: Selbst wenn man mit der Vorspannung und dem Elastomer spielt, bleibt die Bremse auf der festen Seite des Spektrums. Für einen anspruchsvollen Fahrer ist das ein Vorteil, für einen Gelegenheitsspieler, der ein ganz sanftes Bremsverhalten wünscht, kann es anfangs überraschen. Bei langen Fahrten erfordert diese Festigkeit eine entschlossene Bewegung, ermüdet aber nicht, da der Hub kurz bleibt und die Rückmeldung sofort erfolgt.
Der Anschluss – der eigentliche Misston

Das ist der Punkt, der allen ein Dorn im Auge ist. Ursprünglich wird das V2 über einen RJ12-Anschluss an der Rückseite einer Fanatec-Basisstation angeschlossen, und das war’s. Um es direkt am PC als eigenständiges USB-Peripheriegerät zu nutzen, muss man den ClubSport-USB-Adapter separat kaufen, der etwa zwanzig Euro kostet. Bei diesem Einstiegspreis ist es schwer zu rechtfertigen, dass dieses Kabel nicht im Lieferumfang enthalten ist, und genau das wird sicherlich einen Teil der Kundschaft abschrecken. Bei Konsolen gilt dieselbe Logik: Die Handbremse funktioniert nur über eine Fanatec-Basisstation, sie verfügt über keinen eigenständigen Anschluss an eine Xbox oder PlayStation. Ein weiteres Detail, das man wissen sollte: Das analoge Signal ist bei den Riemenantriebsbasen noch nicht perfekt kalibriert (der Maximalwert lässt sich nicht wie vorgesehen einstellen), ein Punkt, den Fanatec laut eigener Aussage per Firmware beheben will.
Für wen ist es geeignet?

Die ClubSport Handbrake V2 ist eine hervorragende Handbremse – robust und unglaublich präzise –, die genau auf diejenigen zugeschnitten ist, die Rallye, Drift und Offroad ernst nehmen. Ob sie die richtige Wahl für Sie ist, hängt vor allem von zwei Dingen ab: wie stark Sie bereits in das Fanatec-Ökosystem eingebunden sind und inwieweit der USB-Anschluss für Sie eine Rolle spielt. Wenn Sie bereits mit einer Fanatec-Plattform fahren, lässt sie sich problemlos anschließen und funktioniert einwandfrei, und sowohl die Verarbeitungsqualität als auch die Kraftmesszelle rechtfertigen die Premium-Positionierung.


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