Fanatec CSL Steering Wheel R300 V2 : Test & Meinungen | Was es 2026 wirklich wert ist
Fanatec CSL Steering Wheel R300 V2 : Meine Meinung in Kürze
Dieses Lenkrad hat mir das Gefühl gegeben, auf ein echtes "Fahrwerkzeug" umzusteigen, das immersiver und besser ablesbar ist als ein Bundle-Lenkrad, ohne in unnötigen Luxus zu verfallen. Es macht Sinn für mittlere Simracer, die oft GTs/Straßenfahrzeuge auf der Basis von Direct Drive Fanatec fahren. Das Ganze bleibt für ein seriöses Mittelklasse-Lenkrad stimmig und langlebig.
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Fanatec CSL Steering Wheel R300 V2 : meine Meinung nach dem Test
Das Fanatec CSL Steering Wheel R300 V2 ist eindeutig ein "Club Sport Light"-Lenkrad im Ökosystem der Marke. Es ist nicht das grundlegende Einstiegsmodell und auch nicht das hochpremium GT-Lenkrad. Es zielt auf dieses begehrte Segment ab: ein echtes rundes Lenkrad im Racing-Stil, Direct Drive-kompatibel, zu einem Preis, der im Vergleich zu den Monstern der Produktreihe immer noch angemessen ist.
Auf dem Papier verspricht es eine ziemlich attraktive Kombination: realistischer Durchmesser für Straße / GT, seriöse Konstruktion, breite Kompatibilität (PC und Konsolen je nach verwendeter Basis) und vor allem eine moderne Schnittstelle dank QR2 Lite. Im Grunde ein Lenkrad, das für diejenigen gedacht ist, die von einem CSL-Bundle eine Stufe höher gehen wollen, ohne ihr Budget für einen ClubSport oder ein Podium zu sprengen.
Mein Blickwinkel ist einfach: Gefühl in der Hand, wahrgenommene Qualität, Spielkomfort und Gesamtkonsistenz in einem modernen Fanatec-Setup. Bietet das R300 V2 einen echten Vorteil gegenüber den originalen CSL-Lenkrädern? Spürt man wirklich den Unterschied auf einer Direct Drive Basis oder ist es nur ein schönerer Ring?
Die Idee dahinter ist, herauszufinden, ob dieses Lenkrad seinen Platz als "daily driver" für den PC/Konsolen-Simracer verdient, der oft und lange spielt und ein vielseitiges, zuverlässiges und angenehmes Lenkrad sucht.
Design, Herstellung und Gefühl in der Hand
Das CSL Steering Wheel R300 V2 basiert auf einem recht klassischen Rezept von Fanatec: ein runder Ring von ca. 30 cm Länge, der je nach Variante mit Alcantara oder Kunstleder überzogen ist und auf einem vereinfachten, QR2 Lite-kompatiblen Hub montiert ist. In der Hand fällt zunächst die Ausgewogenheit zwischen Durchmesser, Griffstärke und Gewicht auf. Es ist leicht genug, um eine CSL DD-Basis nicht zu erdrücken, aber dicht genug, um kein "Spielzeuggefühl" zu vermitteln.
Der Belag ist angenehm, besonders wenn du mit Handschuhen fährst. Das Alcantara verleiht einen eher rennmäßigen Griff, leicht "klebrig", ohne aggressiv zu sein. Mit bloßen Händen musst du dich damit abfinden, dass er etwas schneller altert, wie immer bei diesem Material. Die Nähte sind sauber, gleichmäßig und ohne störende Überstände an den Daumen. Man merkt, dass die Herstellung industrialisiert, aber kontrolliert ist: Nichts wackelt, kein Spiel, kein Knacken.
Die Steifigkeit des Rings ist sehr ordentlich. Unter Last auf einer Direct Drive Basis verdreht er sich nicht spürbar, selbst wenn man große Schläge in die Korrekturen einbringt. Es handelt sich hier nicht um die absolute Steifigkeit eines High-End-Lenkrads aus massivem Metall, aber für dieses Preissegment hält die Struktur gut. Die Speichen sind robust genug, um auch einen harten FFB ohne übertriebenen Flex zu verkraften.
Die Enttäuschung rührt eher von den Plastikelementen des CSL-Hubs her, vor allem wenn man die Top-Hubs der Marke kennt. Der QR2 Lite aus Verbundwerkstoff erfüllt zwar seinen Zweck, fühlt sich aber bei der Montage/Demontage etwas weniger "premium" an als ein QR2 aus Vollmetall. Im Spiel ist das nicht dramatisch, aber wenn man oft mit dem Lenkrad hantiert, wünscht man sich ein etwas ehrlicheres mechanisches Gefühl.
Im Vergleich zu kleinen Bundle-Lenkrädern oder leichteren Rims vom Typ P1 gewinnt man eindeutig an Präsenz. In der Hand fühlt sich das R300 V2 wie ein echtes Lenkrad für ein sportliches Straßenfahrzeug oder einen GT an. Man greift es ganz natürlich bei 9:15 Uhr, die Daumen liegen gut auf und man hat genug Material, um mit der Kraft der Hände zu spielen, ohne zu schnell zu ermüden.
Einstellungen, Anpassung und Kompatibilität
Was die Einstellungen betrifft, bleibt das R300 V2 ein relativ einfaches Lenkrad. Es gibt keine übertriebene Anzahl an Knöpfen oder Bildschirmen, sondern nur das Wesentliche für die meisten Zwecke. Die Tasten sind gut platziert, sodass sie mit den Daumen erreicht werden können, ohne den Hauptstecker loszulassen. Der Klick ist klar, nicht zu hart, mit dem nötigen Feedback, um in einer angespannten Phase nicht aus Versehen zu drücken.
Wo sich alles entscheidet, ist die Integration in das Fanatec-Ökosystem. Auf einer CSL DD- oder ClubSport DD-Basis wird das Lenkrad sofort erkannt, und man findet die klassischen Einstellungen über das Menü der Basis oder die Software auf dem PC. Die Voreinstellungen der Basis bleiben gültig, das Lenkrad bringt keine komplexe Softwareschicht mit sich. Man passt die Kraft, die Linearität, die FFB-Filter und die Rotationsanschläge je nach Simu-Typ an, und das war's. Die Lernkurve ist also sehr sanft: Wenn du Fanatec bereits kennst, wirst du nicht aus der Bahn geworfen.
Man kann den Drehwinkel anpassen, um von einem GT-Feeling zu einem Straßenauto zu wechseln, oder den Drehwinkel für Drifts oder Rallyes einschränken. Durch den relativ standardmäßigen Durchmesser des R300 V2 ist er in all diesen Bereichen einsetzbar, auch wenn er sich auf der Rennstrecke / im GT-Bereich wohler fühlt als im Einsitzerbereich.
Die Kompatibilität mit PCs und Konsolen hängt natürlich von der Basisstation ab. Wird das Lenkrad an eine Xbox-kompatible Basisstation angeschlossen, kann es auf dieser Plattform verwendet werden, und das Gleiche gilt für die PlayStation mit der entsprechenden Basisstation. In dieser Hinsicht schränkt das R300 V2 den Benutzer nicht ein: Es folgt dem Ökosystem, ohne zusätzliche Sperren.
Was die Skalierbarkeit angeht, sehe ich ihn als einen wirklich dauerhaften Teil eines Fanatec-Setups. Der QR2 Lite funktioniert bereits sehr gut mit neueren Basen, und wenn du später auf einen Metall-QR2 umsteigst, behältst du dein Lenkrad ohne Bedenken. Man kann den Rest (Pedale, Shifter, Handbrake, Cockpit) weiterentwickeln, indem man dieses R300 V2 lange als Haupt- oder Zweitlenkrad behält. Es funktioniert sehr gut als erstes ernsthaftes "echtes" rundes Lenkrad in einem Direct Drive-Ökosystem.
Spielgefühl: Was der R300 V2 wirklich verändert
Sobald der R300 V2 auf der Strecke ist, zeigt er schnell seine Persönlichkeit. Bei einer Direct Drive Basis vom Typ CSL DD ist das erste Gefühl die Klarheit des Feedbacks. Der Durchmesser und die Masse des Rings bieten einen guten Kompromiss: Man behält die Nervosität und die Schnelligkeit der modernen Basen, ohne in ein zu leichtes Schwungrad zu verfallen, das die Nuancen verloren gehen lässt.
In schnellen Kurven spürt man sehr gut, wie das Auto allmählich an Druck gewinnt. Das Lenkrad bietet einen natürlichen, nicht künstlichen Widerstand mit einem fließenden Drehmomentanstieg, wenn die Belastung der Vorderachse zunimmt. Man kann relativ leicht ablesen, was unter den Reifen passiert: Beginn des Untersteuerns, kleine Entlastung des Hecks, leichter Übergang bei der Massenverlagerung. Man versteht sofort, was das Auto macht.
Das Ablesen des Grips ist vor allem in den Phasen halb Winkel, halb Beschleunigung interessant. Das Lenkrad überträgt gut die Mikrovariationen der Traktion, dieses kleine Zittern, wenn der Reifen am Kurvenausgang nach Grip sucht. Im Vergleich zu einem leichteren Einsteigerlenkrad gewinnt man an Subtilität: Die Signale sind weniger "roh", sondern nuancierter, was mehr Vertrauen schafft, um allmählich zu schieben, ohne überrascht zu werden.
Auf den Vibrationen hängt das Verhalten stark von den FFB-Einstellungen und der Simulation ab, aber der R300 V2 verkraftet es gut. Der Rim hallt nicht unangenehm nach, der Grip "klatscht" nicht in den Händen. Man spürt deutlich die Körnung der aggressiven Vibrationen, aber es bleibt beherrscht, ohne störende Vibrationen. Es ist sauber, klar und gut lesbar. Auf holprigen Geraden bewegt sich das Lenkrad genug, um daran zu erinnern, dass die Strecke nicht glatt ist, aber es wird nie zu einer Karikatur.
Bei schnellen Korrekturen macht die Kombination aus Durchmesser und Gewicht Sinn. Man kann trockene Gegenlenkbewegungen einleiten, ohne dass das Lenkrad in alle Richtungen ausschlägt. Die Direct Drive Basis hat genug Drehmoment, um den Ring zurückzubringen, aber nicht so viel, dass der Griff ermüdend wird. Man korrigiert, stabilisiert und behält die Hände dank des Grips fest im Griff. Hier helfen die runde Form und die "realistische" Größe wirklich, vor allem bei Rallyes, Drifts oder sehr nervösen Autos.
Bei langen Sessions ist der Komfort gut. Die Dicke des Griffs ermöglicht es, den Griff leicht zu variieren, um die Finger zu entlasten. Das Alcantara in Verbindung mit Handschuhen hält die Ermüdung in Grenzen: Man muss nicht wie ein Verrückter zupacken, um die Kontrolle zu behalten. Das angemessene Gewicht des Lenkrads hilft auch dabei, die Unterarme nicht übermäßig zu belasten, selbst bei einem recht kräftigen FFB. Man kann mehrere Rennen oder einen langen Staffellauf hintereinander absolvieren, ohne dass man am Ende ausgetrocknet ist.
Im Vergleich zu einem noch hochwertigeren Lenkrad, das mit einem schweren Metall-QR und Full-Aluminium-Materialien ausgestattet ist, verliert man ein wenig das Gefühl eines "monolithischen Blocks". Auf einer sehr starken Basis werden einige den Unterschied in der ultimativen Steifigkeit spüren. Aber auf einem CSL DD oder sogar ClubSport DD Set bleibt der R300 V2 kohärent: Er überträgt die Kräfte gut, ohne seltsame Unschärfe oder spürbares Spiel. Bei realistischem Gebrauch wird das Lenkrad nicht der limitierende Faktor sein, sondern eher die Einstellungen oder die Simulation.
Insgesamt ist die Immersion für dieses Segment sehr gut. Das Gefühl, ein echtes Auto und kein Plastikzubehör zu steuern, ist da. Man gewinnt Vertrauen in den Kurveneingang, in die kleinen Korrekturen am Sehnenpunkt und in die Fähigkeit, den allmählichen Verlust der Haftung zu spüren. Das ist genau das, was man von einem "daily"-Lenkrad erwartet, um oft zu fahren und Fortschritte zu machen.
Für wen? Was wir mögen, was wir weniger mögen
Das Fanatec CSL Steering Wheel R300 V2 richtet sich an ein klares Profil: motivierte Simracer, die bereits auf Direct Drive-Basis fahren oder darauf umsteigen wollen und ein vielseitiges rundes Lenkrad für GT, Straße und verschiedene Disziplinen suchen. Sowohl auf dem PC als auch auf der Konsole macht es Sinn, wenn du eine aktuelle Fanatec-Basis besitzt.
Für einen absoluten Anfänger, der das Sim-Racing mit einem knappen Budget entdeckt, ist dies vielleicht nicht die erste Priorität. Aber für jemanden, der bereits ein CSL-Bundle oder ein einfacheres Original-Lenkrad besitzt, schafft das R300 V2 einen echten Qualitätssprung in Sachen Immersion und Komfort. Es fühlt sich an, als würde man von einem "Gaming-Lenkrad" zu einem "Auto-Lenkrad" wechseln.
Was mir am meisten gefällt, sind zunächst der Durchmesser und die Form. Man hat ein sehr natürliches Gefühl, das einem modernen Sportler ähnelt, wodurch man sich auf der Rennstrecke sofort wohl fühlt. Zweitens ist die wahrgenommene Qualität für den Preis insgesamt sehr gut: angenehmer Grip, saubere Verarbeitung, ausreichende Steifigkeit, um eine ernsthafte FFB zu verkraften. Die breite Kompatibilität mit dem Fanatec-Ökosystem und dem QR2 Lite machen es zu einer langfristigen Anschaffung: Du kannst die Basis, die Pedale und das Cockpit weiterentwickeln, das Lenkrad bleibt relevant.
Dennoch gibt es Einschränkungen. Die erste ist das etwas weniger hochwertige Gefühl, das der Hub und der QR2 Lite Verbundstoff im Vergleich zu einem Vollmetallpaket vermitteln. Auf der Rennstrecke stört das nicht, aber beim Ein- und Ausklicken spürt man die Positionierung im mittleren Preissegment. Zweiter Punkt, Alcantara bleibt ein anspruchsvolles Material: Ohne Handschuhe wird es schneller markieren, und manche werden ein einfacheres Leder bevorzugen. Drittens ist ein rundes Lenkrad für F1- oder Prototypen-Puristen nicht ideal: Das R300 V2 macht alles mit, ersetzt aber nicht ein echtes, dediziertes Formula-Lenkrad.
Was die Investition betrifft, so handelt es sich hier um ein Produkt, das im Vergleich zu den Lenkrädern im Bundle eine nicht unerhebliche finanzielle Anstrengung erfordert, aber einen echten wahrgenommenen Wert bietet. Es handelt sich nicht um eine ästhetische Laune: Es verändert wirklich das Gefühl und die Kontrolle im Spiel. Für ein Setup, das bereits mit Direct Drive ausgestattet ist, ist es ein Upgrade, das sich leicht rechtfertigen lässt, wenn man regelmäßig fährt.
Urteil: Wo steht dieser R300 V2 wirklich?
Das Fanatec CSL Steering Wheel R300 V2 füllt eine sehr logische Nische in einem modernen Setup: die eines vielseitigen runden Lenkrads, das qualitativ hochwertig genug ist, um eine Direct Drive Basis zu begleiten, ohne die Preise eines Full Premium-Lenkrads zu erreichen. Es revolutioniert die Technologie nicht, aber es verbessert den Komfort, die Präzision und die Immersion im Vergleich zu Einsteiger-Rims deutlich.
Auf dem Markt positioniert es sich eindeutig in der soliden Mittelklasse. Seriöser und konsequenter als ein Lenkrad aus einem Bundle, weniger exklusiv und weniger teuer als ein High-End-Clubsport. Es ist die Art von Lenkrad, die man lange behalten kann, auch wenn man seine Hardware drumherum weiterentwickelt.
Ich empfehle es PC- und Konsolen-Simracern, die hauptsächlich GT, Tourenwagen, Straße oder Rallye fahren und ein einziges Lenkrad wollen, mit dem sie "alles" sauber erledigen können. Für diejenigen, die eine sehr spezielle Nutzung suchen (nur F1, nur Drift oder die Suche nach einem Ultra-Luxus-Finish), gibt es gezieltere Optionen, die aber oft teurer sind.
Wenn du nach einem seriösen, vielseitigen, komfortablen runden Lenkrad suchst, das wirklich von einer Direct Drive Fanatec-Basis profitiert, ohne dein Budget zu sprengen, kann dieses Produkt eindeutig den Unterschied in deinem Setup ausmachen.

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