MOZA R5 Wheelbase: Test & Meinungen | Was es 2026 wirklich wert ist
MOZA R5 Wheelbase: Meine Meinung in Kürze
Die MOZA R5 bietet einen echten Sprung in der Präzision und der Lesbarkeit des Gefühls im Vergleich zu den Einsteiger-Lenkrädern, bleibt aber dennoch dauerhaft komfortabel. Sie macht Sinn für motivierte PC-Simracer Anfänger oder Fortgeschrittene, die einen ernsthaften Direct Drive wollen, ohne extreme Power anzustreben. Das Ganze bietet eine kohärente und dauerhafte Basis für ein ausbaufähiges Setup.
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MOZA R5: Der wahre Einstiegspunkt in Direct Drive?
In der Kategorie der kleinen Direct Drive Basen hat sich die MOZA R5 schnell als Referenz für einen "seriösen ersten Preis" etabliert. Sie richtet sich eindeutig an diejenigen, die von Riemen- oder Getriebelenkrädern wegkommen wollen, ohne ein Leistungsmonster zu kaufen oder das Budget zu sprengen. Auf dem Papier verspricht sie einen sauberen, präzisen und kompakten FFB mit einem bereits gut installierten Ökosystem drumherum.
Der Reiz liegt in dieser seltenen Mischung: sehr kompaktes Format, genügend Drehmoment für ein intensives Erlebnis, moderne Softwareeinstellungen und ein Preis, der für einen Direct Drive erschwinglich bleibt. Er zielt auf Simracer ab, die eine Basis wollen, die sie nicht nach ein paar Monaten bereuen, aber nicht unbedingt nach einem Übermaß an Nm suchen.
Mein Ansatz hier ist einfach: Ich möchte herausfinden, ob die R5 in drei wichtigen Punkten für ein aktuelles Setup geeignet ist: Verarbeitungsqualität, feines Spielgefühl und die Fähigkeit, über mehrere Jahre hinweg Fortschritte zu machen. Im Klartext heißt das, herauszufinden, ob es sich um eine "echte" DD-Basis handelt oder nur um einen weiteren Marketing-Einstieg.
Design und Herstellung
Optisch wirkt die MOZA R5 sofort wie ein Profi-Block: ein kompaktes, kantiges Aluminiumgehäuse mit einer sauberen, schnörkellosen Eloxaloberfläche. In der Hand fühlt es sich an wie ein dichtes, steifes Produkt, das nicht hohl klingt. Man spürt, dass das Chassis so konzipiert wurde, dass es das Drehmoment ohne Murren verkraftet, selbst bei einem recht steifen Cockpit.
Die Verbindungen sind sauber, die Kanten gut verarbeitet, und die Schrauben stehen nicht im Widerspruch zum Rest. Es ist nicht glitzernd, aber es sieht eher nach Arbeitsmaterial als nach Spielzeug aus. Auch die geringe Größe spricht für das Modell: Es passt problemlos auf ein Alu-Cockpit mit Profil, aber auch auf eine kompaktere Halterung, sofern diese steif genug ist.
Was schnell überrascht, ist das System zur Befestigung des Lenkrads über den MOZA Quick Release. Das Lenkrad lässt sich leicht und ohne spürbares Spiel einrasten. Nach dem Einrasten gibt es keine störenden Vibrationen, kein verdächtiges Schwingen - das trägt viel zum seriösen Gefühl der Basis bei. Man hat wirklich das Gefühl, dass es sich um einen einzigen Block aus Lenkrad und Basis handelt.
Der einzige Punkt, an dem es etwas enttäuschend ist, ist die Vielseitigkeit der Befestigung. Die Basis ist eindeutig für ein Cockpit oder eine starke Halterung bestimmt. Auf einem leichten Schreibtisch, selbst mit einer Halterung, ist die Kraft des Direct Drive zu stark spürbar und die Präzision geht verloren. Ein weiterer Punkt: Im Vergleich zu hochwertigeren Basen bleibt das Design ein wenig "industriell", ohne große Arbeit am Premium-Aspekt. Funktional, aber nicht wirklich "Wow".
Im Vergleich zu den großen Mittelklasse-Lenkrädern liegt der R5 in Bezug auf die physische Präsenz und die wahrgenommene Verarbeitung knapp darunter, aber deutlich über einem Einsteiger-Lenkrad mit Riemenantrieb. Man hat das Gefühl, dass es sich um ein echtes Simracing-Produkt handelt, das auf Langlebigkeit ausgelegt ist, ohne das Niveau einer massiveren und teureren Basis zu erreichen.
Einstellungen, Anpassung und Kompatibilität
Was die Einstellungen betrifft, so stützt sich die MOZA R5 auf die hauseigene Software, MOZA Pit House. Die Oberfläche ist modern und übersichtlich, mit Reitern für FFB, Effekte und Profile pro Spiel. Die Navigation ist einfach und die mitgelieferten Presets für die bekanntesten Sims bieten bereits eine sehr gute Grundlage. So kann man fahren, ohne ins Detail zu gehen, und das ist gut so.
Die wirklich nützlichen Einstellungen sind da: Gesamtkraft, Filter, Reibung, Trägheit, Dämpfung, Oszillationsmanagement sowie einige zusätzliche Effekte. Wichtig ist, dass jede Einstellung einen spürbaren Effekt auf der Strecke hat. Man spürt den Unterschied, wenn man die Härte um den Mittelpunkt herum oder den Grad der Dämpfung einstellt. Die Feinarbeit besteht vor allem darin, das Gleichgewicht zwischen der Präzision des FFB und dem Komfort bei langen Sessions zu finden.
Die Lernkurve bleibt überschaubar. Für einen Benutzer, der von einem Einsteiger-Lenkrad kommt, wird es zwangsläufig eine kleine Phase des Ausprobierens geben, aber man verliert sich nicht in obskuren Menüs. Erfahrenere Simracer werden genug Tiefe finden, um ihr Gefühl wirklich zu verfeinern.
In Bezug auf die Kompatibilität ist R5 in erster Linie auf den PC ausgerichtet, wo MOZA seine umfassendste Erfahrung bietet. Auf der Konsole ist die Situation eingeschränkter und hängt stark vom Lenkrad und den Lizenzen ab, daher ist sie nicht die Basis, die man wählen sollte, wenn das Hauptziel das Spielen auf der Konsole ist. Auf dem PC hingegen funktioniert es mit den großen Sims und Rennspielen ohne größere Bedenken.
Das MOZA-Ökosystem ist ein echtes Argument: Verschiedene Lenkräder (GT, F1, rund, usw.), Pedale, Shifter, Handbremsen, Dashboards, alles lässt sich ziemlich nahtlos aneinanderfügen. Die R5 kann somit als Einstieg in das Ökosystem dienen, wobei sie auch mit weiterentwickelten Lenkrädern kompatibel ist, wenn man in der Preisklasse aufsteigt. Sie ist weniger skalierbar, was die Bruttoleistung angeht (das Drehmoment bleibt bescheiden), aber sehr solide als langfristiges Fundament für jemanden, der nicht nach Übertreibungen sucht.
Sensationen im Spiel
Einmal auf der Strecke, wird der Charakter des MOZA R5 schnell klar. Das erste Wort, das einem einfällt, ist "sauber". Die FFB ist klar, sauber und ohne störende Ruckler. Im Vergleich zu einer Riemen- oder Zahnradbasis der Einstiegsklasse ist der Gewinn an Präzision offensichtlich. Man erkennt besser Mikroveränderungen der Last im Lenkrad, kleine Massenverlagerungen, den Moment, in dem der Reifen zu rutschen beginnt.
In den Kurven zeigt sich die Basis sehr gut lesbar. Das Drehmoment ist nicht monströs, aber ausreichend, um zu spüren, wie sich das Gewicht des Autos verlagert, und um in langen, schnellen Kurven einen guten Lenkeinschlag zu behalten. Was hier zählt, ist nicht die rohe Kraft, sondern die Art und Weise, wie sie geliefert wird. Der Schwerpunkt ist stabil und nicht schwammig. Man kämpft nicht mit dem Lenkrad, sondern arbeitet mit ihm.
Beim Ablesen des Grips schneidet der R5 für seine Klasse sehr gut ab. Man kann den Übergang zwischen Grip und beginnendem Rutschen deutlich wahrnehmen. Traktionsverluste beim Beschleunigen oder blockierende Räder beim Bremsen steigen im Lenkrad auf, ohne von künstlichen Effekten übertönt zu werden. Man weiß, wann man am Limit ist. Man weiß auch, wann man sie überschreitet. Das ist der Punkt, an dem die Basis das Erlebnis wirklich verändert.
Vibrationen sind ein guter Test. Auf manchen Strecken können sie sehr schnell unangenehm werden, wenn die Basis schlecht gefiltert ist. Hier spürt man das Relief und die Textur, aber ohne dass die Handgelenke zerlegt werden. Je nach Einstellung kann man sie weicher oder schärfer machen, aber selbst mit einem ziemlich "rohen" Profil bleibt sie für eine lange Session nutzbar. Man kommt nicht abgespült heraus, und das ist für den Komfort enorm wichtig.
Bei längeren Stints ist die Konstanz gut. Es gibt keinen spürbaren Kraftverlust und keine störende Erwärmung des Motors. Das Verhalten bleibt von Anfang bis Ende der Session gleich, was beim Aufbau zuverlässiger Benchmarks hilft. Man vergisst die Basis und konzentriert sich auf die Strecke.
Bei schnellen Korrekturen schlägt sich der R5 für seine Leistung sehr zufriedenstellend. Schnelles Gegenlenken, kleine Erholungen am Limit erfolgen ganz natürlich. Die Basis ist reaktionsschnell genug, um der Bewegung ohne spürbare Latenz zu folgen. Man kann eine Drift wirklich im Flug einfangen. Im Vergleich zu einer stärkeren Basis hat man etwas weniger mechanische Autorität, aber man ermüdet auch weniger.
Gegenüber einem stärkeren Direct Drive wird der Unterschied vor allem in der Drehmomentreserve und der möglichen Gewalt der FFB deutlich. Eine große Basis ermöglicht die Simulation von schweren GTs oder Prototypen mit realistischerer Kraftanstrengung. Der R5 hingegen setzt auf Feinheit statt auf Brutalität. Man verliert zwar an reiner Intensität, aber für viele Spieler wird es im Alltag besser nutzbar und weniger einschüchternd sein.
Wenn man von einer weniger leistungsstarken oder riemengetriebenen Basis kommt, gewinnt man an Klarheit, Detailgenauigkeit und Vertrauen. Man versteht sofort, was das Auto macht. Das Lenkrad ist nicht mehr nur ein Accessoire, sondern ein echtes Informationsinstrument. Und bei diesem Preisniveau ist es genau das, was man von einem ersten Direct Drive erwartet.
Für wen ist es gut? Was wir mögen / Was wir weniger mögen
Die MOZA R5 zielt eindeutig auf motivierte Anfänger oder fortgeschrittene Simracer ab, die ernsthaft auf Direct Drive umsteigen wollen, ohne in den High-End-Bereich abzutauchen. Sie ist sehr gut für jemanden geeignet, der regelmäßig am PC auf Sims wie Rennstrecken oder Rallyes fährt und eine Hardware sucht, die ihn mehrere Jahre lang begleiten kann. Auch erfahrene Nutzer, die Wert auf Kompaktheit und Komfort statt auf extreme Leistung legen, können sich für dieses Gerät begeistern.
Was uns besonders gefällt, ist die Qualität des FFB für diese Leistungsklasse. Die Basis bleibt lesbar, fein, angenehm, auch bei langen Sessions. Die Integration in das MOZA-Ökosystem ist ebenfalls ein echter Pluspunkt: Man kann sein Setup nach und nach mit fortschrittlicheren Lenkrädern oder Pedalboards erweitern, ohne alles zu ändern. Und das kompakte Format, kombiniert mit einer seriösen Konstruktion, macht es zu einer guten Wahl für bescheidene Cockpits oder kleine Räume.
Es gibt jedoch Grenzen. Die erste ist die relativ zurückhaltende Leistung. Für die meisten Spieler ist das ausreichend, aber diejenigen, die nach einem wirklich physischen FFB suchen, der extremen Bedingungen nahe kommt, werden die Basis als etwas brav empfinden. Zweiter Punkt: Die Konsolenkompatibilität bleibt begrenzt, was den Nutzen für diejenigen, die hauptsächlich an Konsolen und nur gelegentlich am PC spielen, verringert. Und schließlich ist die Vielseitigkeit bei der Fixierung auf einem einfachen Schreibtisch oder einer leichten Unterlage weniger offensichtlich, wo das Drehmoment des Direct Drive schnell die Schwächen der Unterlage aufzeigt.
Die MOZA R5 ist eine gute Investition. Es handelt sich nicht mehr um einen "Spielzeug"-Kauf, sondern um ein echtes Simracing-Material mit einem hohen wahrgenommenen Wert für den geforderten Preis. Für jemanden, der von einem Lenkrad aus dem Supermarkt oder einem Einsteigermodell kommt, ist der Qualitätssprung deutlich, ohne den Preis der großen Profi-Basisstationen zu erreichen. Es ist ein Produkt, das einem das Gefühl gibt, eine ernsthafte Basis zu kaufen, nicht nur ein stärkeres Gadget.
Urteil
Die MOZA R5 ist ein klarer Gamechanger in einem Setup, das aus der Welt der Einsteiger-Riemen- oder Getriebelenkräder kommt. Sie bietet die Sauberkeit, Präzision und Konstanz des Direct Drive in einem kompakten, erschwinglichen und alltagstauglichen Format. Sie verwandelt ein Cockpit nicht in einen professionellen Teamsimulator, aber sie bringt das Gefühl und die Kontrolle auf eine neue Stufe.
Auf dem Markt nimmt sie eine Scharnierposition ein: eine Direct Drive-Basis im Einsteiger-/Mittelklassebereich, aber mit einem Gefühl, das nicht mehr viel mit dem traditionellen Einsteigerbereich zu tun hat. Sie hat nicht die Brutalität der großen Basen, aber sie bietet ein sehr interessantes Gleichgewicht zwischen Feinheit, Komfort und Budget.
Ich empfehle sie vor allem PC-Simracern, die den Schritt zum Direct Drive mit einer konsistenten, skalierbaren Lösung innerhalb des MOZA-Ökosystems gehen wollen und keine übertriebene Kraft benötigen. Für Spieler, die hauptsächlich Konsolen spielen oder direkt auf sehr hohe Leistung abzielen, wird es nicht die beste Wahl sein.
Wenn du nach einem seriösen, sauberen, kompakten ersten Direct Drive suchst, der dich über mehrere Saisons hinweg begleiten kann, kann dieses Produkt eindeutig den Unterschied in deinem Setup ausmachen.



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