Fanatec Podium Wheel Base DD2 : Test & Meinungen | Was es 2026 wirklich wert ist
Fanatec Podium Wheel Base DD2 : Meine Meinung in Kürze
Das Podium DD2 ist das Spitzenmodell der Direct-Drive-Reihe von Fanatec für den Consumer-Markt, mit einem Spitzen-Drehmoment von 25 Nm und einem speziell für das Sim-Racing entwickelten Outrunner-Motor. Wir haben lange Testphasen damit verbracht und dabei die Feinheit des Force-Feedbacks sowie die nahezu unerschöpfliche Leistungsreserve erlebt. Es handelt sich um ein Endgame-Modell, das sowohl an das Cockpit als auch an das Budget hohe Anforderungen stellt und ausschließlich für PC und Xbox erhältlich ist. Ein Fanatec-Lenkrad ist für den Betrieb unverzichtbar.
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Was uns gefallen hat
- Drehmoment von 25 Nm mit enormer Leistungsreserve
- Ein kraftvolles Spielgefühl von seltener Finesse, ohne abgehackte Wirkung
- Industrielle Fertigung, massives Aluminium und Carbon-Seitenwände
- Serienmäßig mit Sicherheits-Killswitch ausgestattet
- Hochwertiges Schnellwechselsystem QR2 mit integriertem OLED-Display
Die Rücklagen
- Völlig inkompatibel mit der PlayStation
- Fanatec-Lenkrad erforderlich und separat erhältlich
- Unverzichtbarer Drehmomentschlüssel für die Nutzung der Basisstation
- Erfordert ein stabiles Cockpit und einen eigenen Platz
- Sehr hohe Preispositionierung
Technisches Datenblatt
| Maximales Drehmoment | 25 Nm |
| Haltemoment | 20 Nm |
| Motor | Direktantrieb mit Außenläufer, speziell für Sim-Racing entwickelt |
| Bildschirm | 2,7-Zoll-OLED (256×64) |
| USB-Bildwiederholrate | 1000 Hz |
| Quick Release | QR2 an der Basis (Typ M, gefrästes Aluminium) |
| Rotation | bis zu 2520 Grad (elektronisch einstellbar) |
| Sicherheit | Killswitch mit separatem Schalter, Drehmomentschlüssel |
| Plattformen | PC und Xbox (One, Series X und S) |
| Lenkrad | Fanatec erforderlich, nicht im Lieferumfang enthalten |
Das Basismodell am unteren Ende der Podium-Reihe
Auf der Fanatec-Skala ist der Podium DD2 die letzte Stufe vor der Semi-Pro-Klasse. Es handelt sich um eine Direct-Drive-Basis mit einem angegebenen Spitzendrehmoment von 25 Nm – das ist das Nonplusultra dessen, was ein Simracer zu Hause installieren kann, ohne auf industrielle Lösungen zurückgreifen zu müssen. Schon beim Auspacken wird klar, worum es geht: ein massiver Block, der etwa zwanzig Kilo wiegt und mit beiden Händen gehandhabt werden muss. Hier geht es nicht mehr um ein Gaming-Zubehör, sondern um ein mechanisches Bauteil.
25 Nm unter der Motorhaube und ein Schlüssel, um sie zu lösen
Das Herzstück des DD2 ist ein speziell für das Sim-Racing entwickelter Outrunner-Direktantrieb mit sehr geringer Drehmomentschwankung. Die Welle ist direkt mit dem Lenkrad verbunden, ohne Riemen oder Getriebe, was die Signalreinheit erklärt. Ein Detail, das man vor dem Kauf wissen sollte: Die Basis ist standardmäßig auf etwa 8 Nm begrenzt. Um die 25 Nm freizuschalten, muss der mitgelieferte Drehmomentschlüssel eingesetzt werden. Ohne ihn verpasst man alles, was den Reiz des Geräts ausmacht, und der niedrige Modus erweist sich bei schweren Fahrzeugen schnell als zu zaghaft.
Im Vergleich zur DD1 bietet die DD2 ein um 5 Nm höheres Spitzendrehmoment (25 gegenüber 20) und ein höheres Dauerdrehmoment (20 gegenüber 15). Auf dem Papier mag der Unterschied unbedeutend erscheinen. In der Praxis geht es vor allem um die Leistungsreserve: Die Basisversion behält ihre Feinheiten bei, selbst wenn sie starken Belastungen ausgesetzt ist.
So sieht es aus, wenn man am Steuer sitzt
Was uns an der DD2 überzeugt hat, ist ihre Feinheit. Die Rückmeldung ist geschmeidig, ganz ohne das manchmal bei Riemensystemen auftretende ruckartige Verhalten. Beim Einlenken spürt man, wie sich die Vorderachse allmählich belastet, und dann genau den Moment, in dem die Haftung nachlässt. Dieses frühzeitige Erkennen des Haftungsverlusts verändert die Fahrweise: Man antizipiert das Rutschen und kann Übersteuern korrigieren, das bei einem weniger leistungsstarken Fahrzeug bereits außer Kontrolle geraten wäre.
Bei kräftigem Bremsen überträgt die Basis die Vibrationen des ABS und die Massenverschiebungen so deutlich, dass man die Bremskraft wirklich gut dosieren kann. Auf starken Bodenwellen und im Gelände kommt die Reserve von 25 Nm voll zur Geltung: Die Stöße werden kräftig weitergeleitet, ohne die feineren Informationen zu übertönen. Allerdings muss klar gesagt werden: Dieses Drehmoment allein bringt keine Zeitvorteile. Bei unseren Testfahrten reichte bereits eine Einstellung um die 15 Nm aus, um schnell und gleichmäßig zu fahren; der Rest dient dem Fahrgefühl und bietet Spielraum für die kraftvollsten Konfigurationen.
Bei langen Spielsitzungen flößt die Leistung Respekt ein. Bei einem Dreher sollte man besser das Lenkrad loslassen, da ein plötzlicher Rückstoß die Handgelenke und Daumen verletzen kann. Ein stabiles Cockpit ist hier keine Option, sondern eine Voraussetzung. Ist die Basis auf einer nachgiebigen Halterung befestigt, verliert sie an Präzision und überträgt ihre Erschütterungen auf die gesamte Konstruktion.
Eine Fertigung, die Vertrauen schafft
Das Gehäuse aus Aluminiumguss strahlt Seriosität aus, mit Seitenwänden aus Kohlefaser und einer sorgfältigen Verarbeitung. Das integrierte kleine 2,7-Zoll-OLED-Display zeigt die Einstellungsmenüs und die Telemetriedaten direkt an der Basis an – praktisch, um Einstellungen vorzunehmen, ohne den Sitz zu verlassen. Im Vergleich zu den neuesten Lenkrad-Displays wirkt es zwar etwas veraltet, ist aber gut lesbar und stört während des Rennens nicht. Der an der Basis seitlich angebrachte, aus dem Vollen gefräste Schnellverschluss QR2 arretiert das Lenkrad spielfrei und erleichtert den schnellen Wechsel zwischen verschiedenen Modellen.
Der Killswitch – der wahre Mehrwert
Der große praktische Unterschied zur DD1 liegt im serienmäßig mitgelieferten Killswitch, einem externen Not-Aus-Schalter mit Ein-Aus-Funktion. Bei einer solchen Leistung ist es beruhigend, den Strom mit einer einzigen Handbewegung abschalten zu können, anstatt hinter dem Motorblock herumtasten zu müssen. Beim DD1 ist dieses Zubehör optional erhältlich und rechtfertigt hier einen Großteil der Mehrkosten, ebenso wie die Carbon-Seitenverkleidungen und das zusätzliche Drehmoment.
PC und Xbox, aber keine PlayStation
Ein entscheidender Punkt, bevor Sie Ihre Kreditkarte zücken: Die DD2 funktioniert auf dem PC und auf der Xbox (One sowie Series X und S), vorausgesetzt, Sie verwenden ein kompatibles Fanatec-Lenkrad, und sie ist unter keinen Umständen mit der PlayStation kompatibel. Kein Upgrade ändert daran. Wenn Ihre Hauptplattform eine PS5 ist, ist diese Basisstation einfach nichts für Sie. Beachten Sie außerdem, dass die DD2 einzeln verkauft wird; das Lenkrad muss separat ausgewählt und gekauft werden.
Für wen und zu welchem Preis
Das DD2 richtet sich an erfahrene Simracer, die über ein solides Cockpit verfügen und bereit sind, Zeit in die Feinabstimmung über die Fanatec-Treiber und Fanalab zu investieren. Es handelt sich um eine Anschaffung für Fortgeschrittene, deren Preis nach wie vor hoch ist und deren Platzbedarf einen eigenen Platz erfordert. Für viele deckt die DD1 bereits die meisten Anforderungen ab. Wer jedoch das Spitzenmodell für den Mainstream-Markt mit der entsprechenden Drehmomentreserve, dem Killswitch und der dazugehörigen Verarbeitung sucht, dem hält die DD2 alle ihre Versprechen.



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