MOZA R9 V2 : Test & Erfahrungsberichte | Was es wirklich wert ist 2026
MOZA R9 V2 : Meine Meinung in Kürze
Die R9 V2 vermittelt wirklich das Gefühl, auf ein ernsthaftes Werkzeug umzusteigen: Die Steuerung wird besser lesbar, präziser und man fühlt sich sicherer, um anzugreifen. Sie macht Sinn für PC-Simracer, die bereits etwas investiert haben (T300, G29 usw.) und einen nachhaltigen Schritt nach vorne machen wollen, ohne auf das ganz große Geld zu schielen. Das Verhältnis von Konsistenz und Preis scheint mir solide zu sein.
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MOZA R9 V2: Die Direct Drive Base, die das Mittelklasse-Segment aufmischen will
Die MOZA R9 V2 positioniert sich in einem Schlüsselsegment des Sim-Racings: dem der kompakten Direct-Drive-Basis, die stark genug ist, um glaubwürdig zu sein, aber immer noch für ein breites Publikum erschwinglich ist. Es ist typischerweise die Art von Produkt, die man sich ansieht, wenn man von einem Riemen- oder Getriebelenkrad auf "etwas Ernsthaftes" umsteigen möchte, ohne dabei in ultrahochwertige Monster zu verfallen.
Was der R9 V2 verspricht, ist einfach: ein solides Drehmoment, ein kompaktes Format, eine gute Feinheit der Kraftübertragung und ein Ökosystem, das sich langsam etabliert. Die Idee ist es, eine Basis anzubieten, die sowohl einem anspruchsvollen Spieler, der mehrere Abende pro Woche fährt, als auch einem Simracer, der sich weiterentwickelt und ein ausbaufähiges Setup wünscht, dienen kann.
Mein Blickwinkel auf diese Basis ist zweigeteilt: einerseits die Qualität des Gefühls (Präzision, Lesen des Griffs, Kontrolle in kritischen Phasen), andererseits die Leichtigkeit der Handhabung (Einstellungen, Kompatibilität, Komfort bei der täglichen Nutzung). Im Klartext: Ändert der MOZA R9 V2 wirklich die Erfahrung im Vergleich zu einer bescheideneren Basis und ist es eine Anschaffung, die sich langfristig lohnt?
Design und Herstellung von MOZA R9 V2
Der erste Eindruck beim R9 V2 ist seine Kompaktheit und Dichte. Der Metallkörper vermittelt sofort das Gefühl eines soliden Blocks mit dicken Wänden, scharfen Kanten und einer vertrauenerweckenden Verarbeitung. Wir sind weit entfernt von dem hohlen Plastik der Lenkräder der Einstiegsklasse: Hier hat die Basis diese beruhigende "Motorblock"-Attitüde.
Die Qualität der Verarbeitung ist sauber, die Befestigungen sind gut durchdacht, und das Ganze strahlt Steifigkeit aus. Nach der Montage auf einem ordentlichen Cockpit fühlt man, dass die Basis nicht wackelt, nicht nachgibt und nicht störend vibriert. Das Gefühl ist wirklich das eines Präzisionswerkzeugs, nicht das eines Spielzeugs. Für ein Produkt im mittleren Preissegment ist die Verarbeitung eindeutig im oberen Bereich angesiedelt.
Was überrascht, ist das Format: Für eine Direct Drive Basis dieser Leistung ist sie relativ kompakt. Das erleichtert das Leben in etwas engen Cockpits oder leichten Profilstrukturen. Das schlichte, eher unauffällige Design ist ein Pluspunkt für alle, die kein auffälliges Pad in der Mitte des Wohnzimmers haben wollen.
Es gibt jedoch einige Abstriche. Das Schnellspannsystem für das Lenkrad ist zwar praktisch, aber es fehlt der leichte mechanische "Klick", den man bei noch hochwertigeren Systemen findet. Das ist zwar kein Grund zur Beanstandung, aber man spürt den Unterschied im Vergleich zu teureren Basen. Einige werden vielleicht auch feststellen, dass die Basisstation bei längeren Sitzungen etwas warm wird, auch wenn dies in einem akzeptablen Rahmen bleibt.
Im Vergleich zu anderen Direct Drive Basen mit vergleichbarer Leistung kann die R9 V2 klar mithalten. Im Vergleich zu einer riemengetriebenen Basis gewinnt man sofort ein Gefühl von Solidität und Kohärenz: Hier ist alles direkter, klarer, ohne Spiel oder mechanische Unschärfe. Man hat das Gefühl, auf ein "Profi"-Werkzeug umzusteigen, was das Gefühl in der Hand angeht.
Einstellungen, Anpassung und Kompatibilität
Die MOZA R9 V2 stützt sich auf eine ziemlich vollständige Verwaltungssoftware mit vordefinierten Profilen und der Möglichkeit, alles ziemlich fein einzustellen. Die Benutzeroberfläche bleibt relativ übersichtlich: Die verschiedenen Einstellungen für Kraft, Filter und Schockreaktionen sind logisch gruppiert. Man wird nicht in obskuren Begriffen ertränkt, aber es gibt trotzdem genug, um das Verhalten zu verfeinern.
Die mitgelieferten Voreinstellungen für die großen Sim-Racing-Spiele bilden eine gute Grundlage. Man kann so fahren und einfach die Gesamtstärke anpassen, ohne Stunden in den Menüs zu verbringen. Wenn man weiter gehen will, sind die nützlichen Einstellungen vor allem die Verstärkung, die Filterung, die Stärke der schnellen Effekte und die Verwaltung der Reibung. Es gibt eine Lernkurve, vor allem für diejenigen, die von einem einfachen Lenkrad kommen, aber sie ist überschaubar. Nach ein paar Sitzungen versteht man recht gut, was die einzelnen Schieberegler verändern.
Die Basis bleibt sehr interessant, wenn es um die PC-Kompatibilität und die Integration in das MOZA-Ökosystem geht. Der R9 V2 ist eindeutig PC-orientiert, mit einer sehr breiten Kompatibilität zu modernen Sims, sobald Windows ihn richtig erkennt. Bei Konsolen muss man die indirekte Unterstützung über bestimmte Lenkräder oder dedizierte Lösungen überprüfen: Es handelt sich hier nicht um ein universelles Plug-and-Play wie bei einigen Multiplattformprodukten.
Was das Ökosystem betrifft, so akzeptiert die Basis die MOZA-Lenkräder und lässt sich gut mit den Pedalen, Shiftern und anderen Zubehörteilen der Marke integrieren. Der Vorteil ist, dass man auf dieser Basis ein kohärentes Setup aufbauen und dieses im Laufe der Zeit erweitern kann. Meiner Meinung nach kann die R9 V2 durchaus als Einstiegspunkt in das MOZA-Ökosystem dienen, ohne jedoch ein "Wegwerfprodukt" zu sein: Der Spielraum für Verbesserungen ist real, und man hat nicht den Eindruck, dass sie nach ein paar Monaten überholt ist.
MOZA R9 V2: Spielgefühl und Force Feedback
Auf der Rennstrecke zeigt der R9 V2 sein wahres Gesicht. Was sofort auffällt, ist die Präzision der Kraftrückkopplung. Kleine Lenkradbewegungen, Mikrokorrekturen und leichte Lastverlagerungen werden klar übertragen. Man spürt, wie das Auto unter den Händen lebt, ohne dass man den FFB in die Extreme treiben muss.
In den Kurven ist der Kraftverlauf konsistent. Die Kraft steigt recht linear mit zunehmender Schräglage und Belastung der Reifen. Man merkt, wenn das Auto gut auf den Stützen liegt, wenn man an der Gripgrenze oder kurz darüber ist. Der Übergang vom Grip zum Ausbrechen ist erkennbar, was für eine saubere und gleichmäßige Fahrt von entscheidender Bedeutung ist. Wo einige riemengetriebene Kettenstreben ein etwas "gummiartiges" Gefühl vermitteln können, bleibt der R9 V2 klarer und direkter.
Das Ablesen des Grips ist eine der Stärken dieser Basis. Man spürt ziemlich fein, wenn die Vorderachse zu rutschen beginnt, wenn das Heck leicht wird oder wenn ein Reifen durchzudrehen beginnt. Wir sprechen hier nicht von übertriebenen Effekten, sondern von einer Reihe von kleinen Informationen, die Vertrauen schaffen. Man versteht sofort, was das Auto macht. Hier verändert die Basis wirklich das Erlebnis.
Auf Vibrationen bietet der R9 V2 eine scharfe, aber nicht übertriebene Wiedergabe, vorausgesetzt, dass Sie die Effekte in der Software nicht überboosten. Flache Vibrationen sind gut von großen, aggressiven Bordsteinen zu unterscheiden, und die Kanten am Ausgang der Strecke fühlen sich wie klare Brüche an. Es ist keine Basis, die "sabbert" oder die Details unter einem großen, gleichmäßigen Drehmoment verbirgt. Im Gegenteil, man hat kurze, klare, ziemlich gut kontrollierte Impulse.
Bei längeren Sitzungen ist die Konstanz ziemlich gut. Die Stärke bleibt stabil, es gibt keine offensichtliche Verschlechterung des Feedbacks, und die Base hält sich gut, ohne zu übersteuern oder unpräzise zu werden. Man kann lange fahren, ohne eine größere Veränderung im Verhalten der Base zu spüren, was für ernsthaftes Fahren oder Meisterschaften unerlässlich ist.
Bei schnellen Korrekturen ist der R9 V2 reaktionsschnell. Wenn das Auto ein wenig von hinten ausbricht, hat man ein Lenkrad, das kräftig "zurückruft", aber nicht so, als würde man gegen eine Maschine kämpfen. Wenn man von einer schwächeren Basis kommt, braucht man etwas Zeit, um sich an diese Reaktionsfähigkeit zu gewöhnen, aber wenn man sich einmal daran gewöhnt hat, gewinnt man eindeutig an Kontrolle beim Gleiten und Aufholen.
In Bezug auf die Gesamtimmersion ist die Kombi aus Leistung, Feinheit und Reaktionsfähigkeit sehr überzeugend. Das Feedback ist nicht nur stärker, sondern vor allem sauberer und besser lesbar. Im Vergleich zu noch leistungsstärkeren Basen im oberen Preissegment mag der R9 V2 bei großen Stößen oder in ultra-physikalischen Autos etwas hinter dem reinen "Punch" zurückbleiben, aber für die Mehrheit der Nutzer werden die Drehmomentreserve und die gelieferten Details mehr als ausreichend sein.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass man eine Rückmeldung erhält, die Vertrauen schafft und zum Angriff einlädt, die aber im Alltag nutzbar und handhabbar bleibt. Man unterliegt der Basis nicht, sondern nutzt sie, um schneller zu werden.
Für wen? Was wir mögen, was wir weniger mögen
Die MOZA R9 V2 zielt eindeutig auf den motivierten Simracer, eher auf PC, der eine echte Direct Drive-Basis haben möchte, ohne sein Budget oder sein Cockpit zu sprengen. Für einen absoluten Anfänger im Simracing ist das vielleicht etwas ambitioniert, aber für jemanden, der von einem T300, einem G29 oder ähnlichem kommt und bereits Stunden auf virtuellen Rennstrecken verbracht hat, wird der Qualitätssprung eklatant sein. Mittlere und fortgeschrittene Fahrer werden hier ein ernsthaftes Werkzeug finden, das ihre Fortschritte verfolgen kann.
Unter den Stärken schätze ich zuerst die Qualität des Gefühls: Das Detailniveau des FFB, die Lesbarkeit des Grips und die Kohärenz des Drehmoments machen ihn zu einer angenehmen und effizienten Basis. Zweitens die Konstruktion: solide, steif, beruhigend, mit einer Verarbeitung, die sich nach Premium anhört, ohne protzig zu sein. Und schließlich das MOZA-Ökosystem und die Entwicklungslogik: Man kann mit dieser Basis beginnen und dann sein Setup mit Lenkrädern, Pedalen oder Zubehör erweitern, wobei man in der gleichen Software-Umgebung bleibt. Man hat das Gefühl, in eine Plattform zu investieren und nicht nur in einen Motorblock.
Umgekehrt gibt es aber auch einige Einschränkungen, die man im Hinterkopf behalten sollte. Die Konsolenkompatibilität ist nicht sein bevorzugtes Spielfeld: Für einen Nutzer, der hauptsächlich Konsolen verwendet, werden andere, "offiziellere" Alternativen wahrscheinlich einfacher zu leben sein. Die Software ist zwar im Großen und Ganzen übersichtlich, kann aber etwas Zeit benötigen, um die wirklich perfekten Einstellungen für verschiedene Spiele zu finden, vor allem für diejenigen, die nicht gerne an den erweiterten Einstellungen herumfummeln. Schließlich könnte für die extremsten Nutzer, die ausschließlich Prototypen oder GTs mit sehr hohen Kräften fahren, die Drehmomentreserve im Vergleich zu massiveren Basen etwas knapp erscheinen.
In Bezug auf den wahrgenommenen Wert ist die R9 V2 eine vernünftige Investition für diejenigen, die eine echte Stufe im Sim-Racing erreichen wollen, ohne in den sehr hohen Bereich abzutauchen. Man zahlt zwar etwas mehr als für ein Lenkrad mit Riemenantrieb, aber dafür erhält man ein Force-Feedback, das die Art und Weise, wie man fährt, deutlich verändert. Für ein ernsthaftes Setup ist es ein zentrales Element, das seinen Platz und seinen Preis rechtfertigt.
Test: Die MOZA R9 V2 in einem Sim-Racing-Setup
Das MOZA R9 V2 bringt einen echten Qualitätssprung in ein Setup. Sie verwandelt ein Cockpit mit einem Lenkrad der Mittelklasse in eine bereits sehr glaubwürdige Plattform, die in der Lage ist, ein gutes Tretlager und ein steifes Chassis zur Geltung zu bringen. Das ist typischerweise die Basis, die Lust darauf macht, mehr zu fahren, die Linien zu verfeinern und an den Rundenzeiten zu arbeiten, weil die Informationen klarer ankommen.
Auf dem Markt nimmt die R9 V2 eine Dreh- und Angelpunktposition im mittleren Direct Drive-Bereich ein. Er ist seriöser, schlanker und immersiver als eine riemengetriebene Lösung, aber kompakter und zugänglicher als die großen, leistungsstarken Blöcke. Sie erfüllt die wichtigsten Voraussetzungen für einen Simracer, der ein leistungsstarkes, langlebiges Werkzeug sucht, ohne dabei in Exzesse zu verfallen.
Ich würde es vor allem PC-Nutzern empfehlen, die ein Minimum an Investitionen in ein stabiles Cockpit und etwas Zeit für die Einstellungen benötigen. Für einen gelegentlichen Konsolenspieler oder jemanden, der striktes Plug-and-Play will, ohne etwas anzufassen, wird es nicht die einfachste oder beste Wahl sein.
Wenn du nach einer kompakten Direct Drive Base suchst, die genau das richtige Maß an Leistung hat, ein echtes Fahrgefühl vermittelt und ein solides Ökosystem bietet, kann dieses Produkt in deinem Setup eindeutig den Unterschied ausmachen.




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