MOZA R12 & KS Steering Wheel Bundle: Test & Meinungen | Was es 2026 wirklich wert ist
MOZA R12 & KS Steering Wheel Bundle: Meine Meinung in Kürze
Der MOZA R12 kombiniert einen Direct-Drive-Antrieb mit 12 Nm mit dem „Formula KS“-Laufrad zu einem fahrbereiten Set, das auf das mittlere Preissegment abzielt. Er zeichnet sich durch ein sehr präzises Force-Feedback, einen spielfreien Schnellverschluss und eine Verarbeitung aus, die deutlich über seinem Preisniveau liegt. Ein Paket, das genau auf diejenigen zugeschnitten ist, die einen soliden Direktantrieb suchen, ohne dabei ihr Budget zu sprengen.
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Was uns gefallen hat
- 12 Nm – mehr als ausreichend und nach dem Firmware-Update sehr präzise
- Ein beeindruckendes Preis-Leistungs-Verhältnis im Vergleich zu den Spitzenmodellen
- MOZA-Schnellwechselvorrichtung ohne jegliches Spiel, Radwechsel in wenigen Sekunden
- Leichtes und reaktionsfreudiges KS-Rad, dessen Verarbeitung den Eindruck vermittelt, es liege weit über seiner Preisklasse
- Vollständige Pit-House-Software, LEDs und Tasten vollständig anpassbar
Die Rücklagen
- Weiche Richtungskreuz-Tasten, ohne deutliches Klicken und die man leicht versehentlich drückt
- Dünne TPE-Griffe; Handschuhe werden empfohlen, um einen guten Halt zu gewährleisten
- Kupplungsplatten mit sehr kurzem Hub, kaum nutzbar
- Nur für PC, keine Konsolenunterstützung
- Störende Schwankung auf gerader Strecke, solange die Firmware nicht auf dem neuesten Stand ist
Technisches Datenblatt
| Basis | MOZA R12 V2, Direktantrieb |
| Maximales Drehmoment | 12 Nm |
| Ernährung | 216 W |
| Drehgeber | magnetisch, 21 Bit |
| Rad | MOZA KS, Format 300 mm |
| Radmaterialien | kohlenstofffaserverstärkter Kunststoff, TPE-Griffe |
| Beleuchtung | 10 Drehzahl-LEDs sowie hintergrundbeleuchtete Tasten |
| Paletten | Magnetische Hall-Effekt-Schalter und Doppelkupplung |
| Befestigung | MOZA-Schnellwechselvorrichtung ohne Spiel |
| Kompatibilität | PC (Windows) |
Der Direct Drive, der die Großen herausfordert
Wir haben diese Kombination mit einer bestimmten Vorstellung angeschlossen: Wir wollten herausfinden, ob MOZA sein Versprechen eines Direct-Drive-Modells der Mittelklasse, das den etablierten Marktführern Paroli bieten kann, wirklich einhält. Die Antwort kam schnell. Der R12-Antrieb liefert ein Drehmoment von 12 Nm – ein Wert, den wir als den wahren Gleichgewichtspunkt eines Direct-Drive-Antriebs betrachten –, und das KS-Laufrad rundet das Ganze mit einem Formel-Design ab, das sofort den Ton angibt. Zusammen bilden sie ein stimmiges, fahrbereites Set, ohne dass man separat im Katalog stöbern muss.
12 Nm, die sprechen können
Auf der Rennstrecke hat uns der R12 durch seine Präzision beeindruckt. Man spürt jede Unebenheit, jede Welle im Asphalt, und die Rüttelstreifen werden so präzise übertragen, dass man selbst bei voller Geschwindigkeit die Ober- und Unterseite jeder Rippe unterscheiden kann. Beim Einfahren in die Kurve ist der Rutschpunkt deutlich erkennbar, die Vorderachse gibt klares Feedback, wenn die Reifen an ihre Grenzen stoßen. Beim Bremsen spürt man das Blockieren der Räder deutlich in den Händen, was dabei hilft, die Bremskraft dosieren zu können, ohne auf die Telemetriedaten zu schauen.
Ein ehrlicher Vorbehalt: Die Wiedergabe ist in dieser Form noch nicht ganz auf dem höchsten Niveau. Zu Beginn der Wiedergabe ist ein geradliniger Schwingungsablauf spürbar, und bei den Details auf den Rüttlern fehlt es ein wenig an Feinheit. Das Firmware-Update ändert die Situation jedoch grundlegend: Die Force-Feedback-Rückmeldung steigt dann auf ein Niveau, das man ohne zu zögern mit den Spitzenmarken vergleichen kann. Wir empfehlen daher, diesen Schritt vor der ersten richtigen Fahrt durchzuführen. Die 216-Watt-Stromversorgung bietet zudem genügend Leistung, um die schweren Rundräder aus dem Sortiment mühelos anzutreiben – dort, wo die Modelle R5 und R9 an ihre Grenzen stießen.
Das KS – ein Rad, das über seiner Klasse spielt
Die KS hat uns schon beim ersten Anfassen überrascht. Das 300-mm-Formel-Format ist kompakt und leicht, und diese Leichtigkeit schlägt sich direkt in einer hohen Reaktionsfreudigkeit nieder – man spürt jedes noch so kleine Detail, das vom Chassis übertragen wird. Das Gehäuse aus kohlefaserverstärktem Kunststoff weist trotz des Federgewichts keinerlei spürbare Verformung auf. Läge es ohne Logo vor uns, hätte man es glatt für ein Produkt aus einer weitaus hochwertigeren Manufaktur gehalten, so überzeugend ist die Verarbeitung.
Die TPE-Griffe sind für unseren Geschmack etwas dünn und liegen mit Handschuhen besser in der Hand, aber sie sind staubabweisend und halten alles in Daumenreichweite. Die zentralen Einstellräder bieten einen festen und deutlichen Klick, um das ABS oder die Traktionskontrolle während des Rennens zu steuern. Die hintergrundbeleuchteten Tasten lassen sich farblich individuell anpassen, und die 10 sehr reaktionsschnellen Drehzahl-LEDs können über die Pit-House-Software eingestellt werden. Unser einziger wirklicher Kritikpunkt gilt den Richtungstasten, die schwammig sind und keinen deutlichen Klick haben, leicht versehentlich gedrückt werden können und wenig befriedigend sind. Auch die Kupplungsschaltwippen mit ihrem sehr kurzen Hub bleiben eher nebensächlich.
Schnellwechsel, Einstellungen und lange Trainingseinheiten
Der hauseigene Schnellspanner ist ein wahrer Genuss. Das Rad lässt sich in wenigen Sekunden abnehmen und wieder montieren, ganz ohne Spiel oder seitliche Bewegung – ein echter Vorteil, wenn man zwischen mehreren Felgen wechselt. Die magnetischen Hall-Effekt-Schalthebel bieten eine präzise, etwas trockene, aber zuverlässige Schaltwirkung. Auch auf langen Strecken bleibt das KS dank seines geringen Gewichts komfortabel, da es das Handgelenk nicht zusätzlich belastet, und selbst bei aggressiver Fahrweise wackelt oder quietscht nichts. Die umfassende und übersichtliche Pit-House-Software ermöglicht es, die Force-Feedback-Einstellungen, die LEDs und die Steuerungszuordnung präzise anzupassen, ohne den Überblick zu verlieren.
Kompatibilität und Ökosystem
Was Sie vor dem Kauf wissen sollten: Dieses Set ist für Windows-PCs konzipiert und verfügt über keinen Konsolenmodus. Wer eine PlayStation oder eine Xbox im Auge hat, sollte sich anderweitig umsehen. Dafür ist das MOZA-Ökosystem ein echtes Plus: Die KS ist weiterhin mit älteren MOZA-Stativköpfen kompatibel und lässt sich über einen Adapter auch mit anderen Marken kombinieren. Mit einem umfangreichen Angebot an Stativköpfen und einer Software, die sich rasant weiterentwickelt, investiert man hier eher in eine zukunftsfähige Plattform als in ein einfaches Einzelprodukt.
Für wen ist dieses Bundle gedacht?
Diese Kombination richtet sich an PC-Rennfahrer, die ernsthaft auf Direct Drive umsteigen möchten, ohne ihr Budget zu sprengen. Man profitiert von 12 Nm, die sowohl für GT- als auch für Formel-Rennspiele mehr als ausreichend sind, einem Force-Feedback, das – bei aktueller Firmware – den weitaus teureren Referenzmodellen in nichts nachsteht, sowie einem Formel-Lenkrad, dessen Verarbeitungsqualität seine Preisklasse übertrifft. Die wenigen Mängel – weiche Kreuzgelenke und schmale Griffe – sind angesichts des Gesamtpakets nur nebensächlich. Unserer Meinung nach ist dies derzeit einer der überzeugendsten Einstiegspunkte in die Direct-Drive-Technologie.

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