MOZA R9 & FSR Formula Wheel & Hub Kit Bundle: Test & Meinungen | Was es 2026 wirklich wert ist
MOZA R9 & FSR Formula Wheel & Hub Kit Bundle: Meine Meinung in Kürze
Dieses Bundle kombiniert die MOZA R9 Direct-Drive-Basis (9 Nm) mit dem Formel-FSR-Lenkrad, das mit einer Schnellspannnabe geliefert wird. Das Ergebnis ist ein kompaktes, leises und speziell für Einsitzer entwickeltes Set mit schneller Kraftrückmeldung und einer sehr hochwertigen Carbon-/Aluminium-Verarbeitung. Eine stimmige Wahl im mittleren Preissegment für das Fahren von F1-Rennwagen am PC – vorausgesetzt, man akzeptiert das 100%-PC-Ökosystem.
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Was uns gefallen hat
- Schnelles und detailliertes Feedback, sobald die Einstellung im Pit House vorgenommen wurde
- Völlig geräuschloses Gehäuse, ohne Lüfter
- Hochwertige Carbon- und Aluminium-Oberfläche
- Magnetpaletten mit hervorragendem Spielgefühl und einstellbarer Höhe
- Formel-Lenkrad mit 280 mm Durchmesser – komfortabel auch bei langen Spielsitzungen
- Schnellverschluss, fest und spielfrei
Die Rücklagen
- Nur für PC, keine Kompatibilität mit PlayStation oder Xbox
- Die Werkseinstellungen des FFB sind vor der Einstellung etwas ungenau
- Nicht anpassbare Dash-Seiten und umständliche Änderung
- Ein-/Aus-Taste auf der Rückseite und Montage ausschließlich von unten
- Die werkseitigen Lüfter sind etwas laut
Technisches Datenblatt
| Basis | MOZA R9 mit Direktantrieb |
| Max. Drehmoment | 9 Nm |
| Drehgeber | magnetisch, 21 Bit |
| Lenkrad | FSR, 280 mm |
| Vordere Platte | 5 mm Carbon |
| Lenkradgehäuse | CNC-gefrästes Aluminium |
| Bildschirm | 4,3 Zoll, 800 x 480 |
| Paletten | Magnetische Schaltung plus Doppelkupplung |
| Hub | Schnellverschluss im Lieferumfang enthalten |
| Plattform | PC |
Ein 9-Nm-Motor für das Lenkrad eines Einsitzers
Wir mögen Systeme, die einer klaren Logik folgen, und dieses hier tut genau das. Die R9-Basis ist ein kleiner Aluminiumwürfel, der ein Drehmoment von 9 Nm liefert, und daran wird das FSR-Lenkrad montiert – ein rundes 280-mm-Formel-Lenkrad aus Carbon, das mit einer Schnellspannnabe geliefert wird. Das Ganze richtet sich an den Einsitzer-Piloten, der einen soliden Direktantrieb sucht, ohne dabei in die absolute Spitzenklasse zu geraten. Schon beim Einbau sitzt die Schnellspannvorrichtung fest, ohne seitliches Spiel im verriegelten Zustand, und die Balance des Lenkrads in der Hand erschien uns sehr ausgewogen.
Was uns das Ensemble auf der Bühne vermittelt
In den ersten Runden, mit den Werkseinstellungen, kam uns das Force-Feedback etwas vage vor. Man muss die Pit-House-Software nutzen, um das System zu aktivieren – und schon ändert sich alles. Man spürt eine Textur, eine Präzision und eine Reaktionsfreudigkeit, die es mit den Referenzmodellen der Mittelklasse der Konkurrenz durchaus aufnehmen können. Diese 9 Nm sind nicht nur eine Zahl, denn was beeindruckt, ist die Reaktionsgeschwindigkeit, dieses Gefühl der Unmittelbarkeit, das den Begriff „Direct Drive“ verkörpert. Beim Einfahren in eine Kurve spürt man, wie sich die Vorderachse belastet, und sowohl auf Rüttelstreifen als auch bei Änderungen der Asphaltbeschaffenheit werden die Informationen deutlich weitergegeben, während ein Riemenantrieb alles geglättet hätte. Beim Bremsen lässt sich der Beginn des Blockiervorgangs rechtzeitig erkennen, um den Fuß vom Gaspedal zu nehmen. Einziger Wermutstropfen: Je nach Simulator sind bei niedrigen Geschwindigkeiten manchmal zu starke Vibrationen spürbar, hier wäre etwas mehr Finesse wünschenswert.
Auf lange Sicht zwei positive Überraschungen
Nach zwei Stunden ununterbrochener Fahrt bleibt das Gehäuse lauwarm, ohne dass die Leistung jemals gedrosselt wird oder es zu einer thermischen Überlastung kommt. Und vor allem läuft die Basis ohne Lüfter und somit völlig geräuschlos. Dieses Detail vergisst man schnell, aber an einem langen Ausdauerabend macht es einen großen Unterschied für den Komfort, wenn man kein störendes Rauschen in den Ohren hat. Das 280-mm-Lenkrad, das für die Position mit ausgestreckten Armen in Einsitzern konzipiert ist, liegt gut in der Hand und ermüdet die Unterarme auch auf Dauer nicht.
Die Endbearbeitung – ein wahres Spielfeld für MOZA
Hier punktet das Set zweifellos am meisten. Der FSR verfügt über eine 5 mm dicke Frontplatte aus Carbon, ein hinteres Gehäuse aus CNC-gefrästem Aluminium in Luftfahrtqualität und Griffe aus perforierter Mikrofaser. Die magnetischen Schaltwippen sind für uns das Highlight: mit perfekt dosierter Magnetkraft, einem befriedigenden Klicken und einem über das mitgelieferte Zubehör einstellbaren Abstand. Im Auslieferungszustand sind sie etwas laut, aber die mitgelieferten Gummidämpfer dämpfen das Geräusch. Die Tasten sind in starren Gehäusen untergebracht, sodass sie auch dann kein seitliches Spiel aufweisen, wenn man den Daumen mitten in der Kurve ausstreckt, auch wenn ihr Klicken für unseren Geschmack etwas zu dezent ist.
Der Bildschirm und die Bedienelemente im Alltag
Das integrierte 4,3-Zoll-Display, das man zunächst für eine Spielerei hielt, erwies sich auf der Rennstrecke als sehr nützlich. Die Auflösung reicht aus, um Berichte, Geschwindigkeit und Delta auf einen Blick abzulesen, und es stehen mehrere Dash-Seiten zur Verfügung. Allerdings gibt es zwei deutliche Einschränkungen. Erstens lassen sich diese Seiten nicht individuell anpassen – man muss sich mit dem begnügen, was angeboten wird. Zweitens erfordert das Wechseln der Dashboard-Seite die Kombination zweier Bedienelemente, was mitten im Geschehen etwas umständlich ist. Die Daumen-Encoder und Drehregler machen es dennoch sehr einfach, die Bremsbalance oder das Mapping anzupassen, ohne das Lenkrad loszulassen.
Kompatibilität und zu beachtende Einschränkungen
Was Sie unbedingt beachten sollten, ist die Kompatibilität. Das R9-Set ist ausschließlich für den PC konzipiert und bietet keine Unterstützung für PlayStation oder Xbox. Wenn Sie auf einer Konsole spielen, sollten Sie lieber die Finger davon lassen. Zu beachten sind außerdem die ausschließlich von unten mögliche Montage und ein Netzschalter an der Rückseite der Basis – zwei ergonomische Details, die im Alltag etwas störend sind. Andererseits sorgt der mitgelieferte Hub für einen festen Halt, und der FSR ist mit anderen MOZA-Basen kompatibel, was eine zukünftige Weiterentwicklung sicherstellt.
Unser Fazit
Dieses R9-plus-FSR-Bundle hat uns als ernstzunehmenden Einstieg in den Direct-Drive-Bereich für Einsitzer überzeugt. Es bietet eine hochwertige Verarbeitung, ein wirklich ausgereiftes Formel-Lenkrad und ein schnelles und detailreiches Force-Feedback, sobald es einmal eingestellt ist. Die Vorbehalte betreffen vor allem das PC-Ökosystem und einige ergonomische Entscheidungen, nicht jedoch den Kern des Fahrerlebnisses. Um F1-Rennen am PC mit langlebiger Hardware zu fahren, ist dies ein Set, das wir ohne zu zögern empfehlen.

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