Ascher Racing F28-SC V2: Test & Meinungen | Was es wirklich wert ist 2026
Ascher Racing F28-SC V2: Meine Meinung in Kürze
Das F28-SC V2 ist ein deutsches Formel-Lenkrad, das als reines Arbeitswerkzeug konzipiert wurde: Aluminiumgehäuse, keinerlei Schnickschnack, dafür aber zwei 7-Wege-Joysticks und verstellbare magnetische Schaltwippen. Es ist kabellos und auf Simucube-Basisstationen für den PC zugeschnitten und richtet sich an Fahrer, die Wert auf Präzision und das Gefühl für den Grip legen. Wir haben uns intensiv damit beschäftigt, um herauszufinden, was dieser minimalistische Ansatz wirklich taugt.
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Was uns gefallen hat
- Gefrästes Aluminiumgehäuse, einwandfreie Verarbeitung
- Magnetpaletten mit einstellbarer Härte, präziser Kontaktpunkt
- Zwei 7-Wege-Joysticks – eine Seltenheit bei einem kabellosen Lenkrad
- Deutlich spürbarer Rückstoß, ideal für gleichbleibende Leistung
- Zuverlässige Funkverbindung, Batterie hält 2 bis 3 Jahre
- Feste Tasten mit Schutzkappen
Die Rücklagen
- Nur für das Simucube-Ökosystem auf dem PC, keine Konsole
- Kein Display und keine Drehzahlanzeige (LED) – für manche ein Nachteil
- Kein integriertes Schnellverschlusssystem, Kompatibilität muss überprüft werden
- Ein Durchmesser von 285 mm, der auf den ersten Blick vielleicht kurz erscheint
Technisches Datenblatt
| Typ | Sim-Racing-Lenkrad |
| Durchmesser | 285 mm |
| Gewicht | ca. 1000 g |
| Material | gefräste Aluminiumschale, Gummigriffe |
| Bestellungen | 12 Drucktasten (4 mit Abdeckung) |
| Joysticks | 2 Multifunktionsknöpfe mit 7 Richtungen |
| Paletten | 2 Magnetpaletten aus Aluminium, einstellbare Härte |
| Verbindung | drahtlos mit geringer Latenz |
| Akku | Batterie ER 14250, 3,6 V, 2 bis 3 Jahre Betriebsdauer |
| Kompatibilität | Simucube 2, Simucube 1 (Empfängermodul) |
| Plattform | PC |
| Montage | Achsabstand 6 x 70 mm (M5) für Schnellwechselvorrichtung |
Ein Lenkrad im Formel-Stil, das ganz auf Minimalismus setzt
Manche Lenkräder setzen voll und ganz auf Farbdisplay und LED-Lichterketten. Das F28-SC V2 macht genau das Gegenteil. Kein Display, keine Drehzahlanzeige, nur ein Aluminiumgehäuse, gut platzierte Tasten und zwei Joysticks. Sobald man es in die Hand nimmt, ist klar: Man hält ein Arbeitsinstrument in der Hand, kein Spielzeug. Jede Bedienelement hat seinen Zweck, und diese Schlichtheit wird zum Vorteil, wenn man Runde für Runde konzentriert bleiben will.
Fertigung: solide und kompromisslos
Das gesamte Gehäuse ist aus Aluminium gefertigt, und die gesamte Konstruktion strahlt Solidität aus. Der Durchmesser von 285 mm erschien uns zunächst etwas klein, doch das haben wir schnell vergessen: Die geschwungene Felge liegt gut in den Handflächen, mit oder ohne Handschuhe, und eignet sich gleichermaßen für GTs wie für Prototypen oder Einsitzer. Die zwölf Tasten bieten ein klares, präzises Feedback ohne Schwammigkeit, und vier davon sind durch Abdeckungen geschützt – ideal für Funktionen, die man auf keinen Fall versehentlich auslösen möchte. Die erhabenen Ränder erleichtern die Navigation durch Berührung, ohne den Blick von der Strecke abzuwenden.
Magnetpaletten – das eigentliche Thema
Was uns am meisten interessiert hat, waren die Shift-Paddles. Sie bestehen aus eloxiertem Aluminium und funktionieren mit Magneten, wobei im Lieferumfang eine Einstellung für den Widerstand enthalten ist. So lässt sich je nach den eingebauten Magneten von einem sehr festen Widerstand zu einer deutlich leichteren Auslösung wechseln. In der Praxis haben wir eine mittlere Stufe bevorzugt, die das Klackgeräusch dämpft und gleichzeitig einen klaren Kontaktpunkt beibehält. Diese Mechanik macht süchtig, und die Möglichkeit, sie an die eigene Hand anzupassen, verändert den Komfort auf Dauer wirklich erheblich.
Auf der Rennstrecke: Grip-Analyse und lange Fahrpassagen
Mit dem Controller in der Hand fällt vor allem die gute Rückmeldung auf. Auf Basis eines kraftvollen Direct-Drive-Antriebs filtert der F28-SC V2 nichts heraus und fügt nichts hinzu: Man spürt, wie die Vorderachse beim Einfahren in die Kurve ins Rutschen gerät, man dosiert die Beschleunigung eher nach Gefühl als nach Augenschein, und diese Neutralität hilft dabei, über eine komplette Runde hinweg konstant zu bleiben. Die beiden 7-Wege-Joysticks, die bei einem kabellosen Lenkrad selten sind, erweisen sich als unschätzbar wertvoll, um das Motor-Mapping oder die Bremsverteilung einzustellen, ohne die Fahrlinie zu verlassen. Bei langen Sessions ermüdet der Lenkradkranz die Hände nicht, und das Fehlen eines Bildschirms ist keineswegs ein Nachteil, sondern beseitigt vielmehr eine Ablenkungsquelle.
Kabellos, ohne Bildschirm – na und?
Die drahtlose Verbindung beseitigt eine der klassischen Schwachstellen dieser Lenkräder: das Kabel, das irgendwann einmal reißt. Die Verbindung wird über die Software „True Drive“ nahezu sofort hergestellt, mit optischer und akustischer Bestätigung, und man muss sich darüber keine Gedanken mehr machen. Was den Stromverbrauch angeht, kostet die kleine ER-14250-Batterie nur wenige Euro und hält bei intensiver Nutzung zwei bis drei Jahre, wodurch das ständige Aufladen entfällt. Allerdings muss man bedenken, dass die kabellose Version für das Simucube-Ökosystem konzipiert ist: nativ für den Simucube 2, für den Simucube 1 über ein Empfängermodul. Es handelt sich nicht um ein Lenkrad, das an eine Konsole angeschlossen wird, und man sollte vor dem Kauf die Schnellverschlussvorrichtung überprüfen, da die Schrauben direkt in die Schale eingesetzt werden.
Für wen eigentlich
Das F28-SC V2 richtet sich an PC-Piloten mit solider Grundausstattung, denen Präzision und Beständigkeit wichtiger sind als Schnickschnack. Wer von einem leuchtenden Armaturenbrett träumt, sollte lieber die Finger davon lassen. Für alle anderen ist es ein präzises und ansprechendes Werkzeug, das eher das Gefühl vermittelt, ein echtes Rennlenkrad zu steuern, als nur ein Zubehörteil zu sein.

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