Simlab XP1 Loadcell Pedals : Test & Erfahrungsberichte | Was es wirklich wert ist 2026
Simlab XP1 Loadcell Pedals: Meine Meinung in Kürze
Das Sim-Lab XP1 Loadcell ist ein Zweipedal-Pedal-Set aus Vollaluminium, dessen Herzstück ein 200-kg-Kraftsensor bildet. Es zeichnet sich durch eine vorbildliche Verarbeitung, enorme Einstellmöglichkeiten ohne Werkzeug und eine präzise Bremsleistung aus, die es mit weitaus teureren Modellen aufnehmen kann. Es wird ohne Grundplatte verkauft und ist ausschließlich für den PC bestimmt. Damit richtet es sich an Fahrer, die Spitzenqualität suchen, ohne ihr Budget zu sprengen.
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Was uns gefallen hat
- Vorbildliche Vollaluminium-Konstruktion, keinerlei Spiel oder Verwindung
- Präzise und stufenlose Lastsensor-Bremse mit 200 kg Bremskraft, hervorragend geeignet für das Trail-Braking
- Zahlreiche mechanische Einstellmöglichkeiten, die ohne Werkzeug vorgenommen werden können
- Verschleißfreier Hall-Effekt-Beschleuniger
- Solides Preis-Leistungs-Verhältnis für diese Preisklasse
- Stabiles Spielgefühl auch bei langen Spielsitzungen
Die Rücklagen
- Grundplatte nicht im Lieferumfang enthalten, muss separat erworben werden
- Nur PC-Kompatibilität, keine native Konsolenunterstützung
- Die RaceDirector-Software ist bewusst einfach gehalten
- Fußstützplatte und Breite können je nach Rig etwas sperrig sein
Technisches Datenblatt
| Typ | Tretkurbel mit Kraftmesszelle (Loadcell) |
| Konfiguration | 2 Pedale serienmäßig (3 Pedale optional) |
| Bremse | Wägezelle 200 kg, 16-Bit-Analogeingang, bis zu ca. 100 kg Kraft |
| Gaspedal / Kupplung | Berührungsloser 16-Bit-Hall-Sensor |
| Materialien | CNC-gefrästes Aluminium, Messingbuchsen, Teflon |
| Bremseneinstellungen | 3 Federn, 3 Elastomere (Shore 50A/60A/70A), 3 Anschläge (7/9/11 mm), Vorspannung und Hub |
| Winkeleinstellung | Fersenwinkel ca. 20 Grad, neigbare Fußstütze |
| Software | RaceDirector (Kurven, tote Zonen, Profile, Firmware) |
| Verbindung | USB über Controller-Box |
| Kompatibilität | Nur PC |
| Grundplatte | Separat erhältlich |
| Garantie | 3 Jahre |
Ein Aluminiumblock, der auf Langlebigkeit ausgelegt ist
Das Erste, was beim Einbau des XP1 ins Auge fällt, ist seine solide Bauweise. Fast alles besteht aus CNC-gefrästem Aluminium, mit Messingringen und Teflonteilen an den Reibstellen, um den Verschleiß zu begrenzen. Man zieht die Befestigungen fest, drückt auf die Pedale – nichts gibt nach, nichts klappert. Sim-Lab stellt schon seit langem Simulationschassis her, und dieses mechanische Know-how macht sich sofort in der Verarbeitung, der Eloxierung und der Passgenauigkeit der Teile bemerkbar. Es ist eines der am besten verarbeiteten Pedalsätze, die wir in dieser Preisklasse bisher in den Händen gehalten haben.
Das Bremssystem – das Herzstück des XP1

Die gesamte Konstruktion dreht sich um die Bremse. Sie basiert auf einer in Reihe geschalteten 200-kg-Wägezelle (Loadcell), die ein 16-Bit-Analogsignal liefert und so eine sehr präzise Druckmessung ermöglicht. Je nach Befestigungsposition des Arms lässt sich die maximal aufzubringende Kraft bis zu etwa 100 kg am Fuß einstellen. Im Einsatz steigt der Widerstand progressiv und gleichmäßig an, wobei sich ein sehr präzises Druckgefühl einstellt und nicht einfach nur ein harter Knopf. Das ist es, was bei einer Lastzellbremse wirklich zählt: Man bremst nach Druck und nicht nach Weg, und die XP1 bietet genügend Auflösung, um grammgenau zu dosieren. In diesem Punkt steht sie deutlich teureren Pedalsätzen in nichts nach.
Gaspedal und Kupplung – Sanftheit steht an erster Stelle

Der Gashebel verfügt über einen 16-Bit-Hall-Sensor, der berührungslos arbeitet und somit langfristig verschleißfrei ist. Er zeichnet sich durch einen langen Hub und eine sehr sanfte Bewegung aus, was sich besonders gut für die feinfühlige Dosierung des Gases beim Herausfahren aus Kurven eignet. Er lässt sich über zwei Federn, die Wahl des Befestigungspunkts, die Vorspannung und die Hubeinstellung härter oder kürzer einstellen. Die Dreipedal-Version verfügt zusätzlich über eine nach dem gleichen Prinzip aufgebaute Kupplung, was insbesondere für Rallyes oder Oldtimer mit Schaltgetriebe von Bedeutung ist. Die Serienkonfiguration wird hingegen mit zwei Pedalen geliefert.
Ein Koffer mit Einstellwerkzeugen, ohne Werkzeugkasten

Genau hier überzeugt der XP1. Nahezu alle Einstellungen lassen sich von Hand und ohne Schlüssel vornehmen. Was die Bremse betrifft, kombiniert man drei Federhärten, drei Elastomere (Shore 50A, 60A und 70A) und drei Anschläge (7, 9 und 11 mm), um von einem weichen, langhubigen Pedal zu einem festen, kurzhubigen Pedal zu wechseln. Die Vorspannung lässt sich über einen blauen Ring einstellen, der Hub über eine vordere Mutter und der Winkel der Ferse um etwa zwanzig Grad – wobei auch die Fußstützplatte neigbar ist. All diese Möglichkeiten ermöglichen es, nahezu jedes Bremsgefühl nachzubilden und vor allem die Einstellung im Laufe der Zeit anzupassen, je nach Fortschritt. Unser Tipp: Beginnen Sie mit den Werkseinstellungen, machen Sie sich mit den Grundlagen vertraut und verändern Sie zunächst den Hub, bevor Sie an den Elastomeren herumprobieren.
Auf der Rennstrecke: vom späten Bremsen bis hin zu langen Fahrten
Mit dem Lenkrad in der Hand fällt vor allem das Wort „Sanftheit“. Beim Einlenken in eine Kurve sorgt die Feinfühligkeit des Sensors dafür, dass das Trailbraking sehr gut nachvollziehbar ist: Man lässt den Druck beim Einlenken millimetergenau und ruckfrei nach, und das Auto bleibt auf der Vorderachse stabil. Bei einem späten, kräftigen Bremsmanöver liefert der feste Anschlag einen klaren und wiederholbaren Bezugspunkt, was enorm dabei hilft, Runde für Runde den gleichen Druck aufzubringen. Und da alles aus Metall gefertigt ist und von hochwertigen Führungsringen geführt wird, lässt das Fahrgefühl auch im Laufe einer langen Session nicht nach: Es entsteht kein Spiel, es macht sich keine Schwammigkeit bemerkbar. Man beendet ein Langstreckenrennen mit genau demselben Gefühl wie in der ersten Runde.
RaceDirector, die hauseigene Software

Das Pedal wird über die Software RaceDirector gesteuert. Die Benutzeroberfläche passt in ein einziges Fenster und beschränkt sich auf das Wesentliche: Kalibrierung, Ansprechkurven pro Achse, Totzonen, Linearität, Profilverwaltung und Firmware-Updates. Es ist einfach und funktional, was für 90 % der Anwendungsfälle ausreicht, sobald die mechanische Einstellung korrekt vorgenommen wurde. Dennoch ist festzustellen, dass die Softwareoptionen weniger umfangreich sind als bei einigen Mitbewerbern: Hier wird der Großteil der Arbeit mit den Händen an der Hardware erledigt, nicht in den Menüs.
Nur für PC – was Sie vor dem Kauf beachten sollten

Eines muss klar sein: Das XP1 ist ein PC-Pedal-Set. Es wird über sein kleines Controller-Gehäuse per USB angeschlossen und ist nicht dafür vorgesehen, nativ auf einer PlayStation- oder Xbox-Konsole zu funktionieren. Ein weiterer Punkt, den Sie im Budget berücksichtigen sollten: Die Grundplatte ist nicht serienmäßig im Lieferumfang enthalten. Das Pedal ist dafür ausgelegt, an einem Rahmen aus Aluminiumprofilen oder einer starren Platte festgeschraubt zu werden, und Sim-Lab bietet optional eine eigene Grundplatte an. Diese sollten Sie also einplanen, falls Ihre Anlage noch nicht über eine Möglichkeit verfügt, das Pedal sicher zu befestigen.
Unser Fazit

Das Sim-Lab XP1 erfüllt fast alle Kriterien eines guten Lastsensor-Pedalsets: einwandfreie Verarbeitung, präzises und progressives Bremsverhalten, ein riesiger Einstellbereich ohne Werkzeug – und das alles zu einem Preis, der für dieses Qualitätsniveau angemessen ist. Besonders hervorzuheben ist seine Vielseitigkeit, die es ermöglicht, einen Fahrer von den ersten Schritten bis hin zum Wettkampf zu begleiten. Die Vorbehalte betreffen eher Details: Die Grundplatte muss separat erworben werden, die Software ist bewusst schlicht gehalten und die Kompatibilität beschränkt sich auf den PC. Für alle, die am Computer fahren und nach langlebiger Ausrüstung suchen, ohne auf die überteuerte Spitzenklasse abzuzielen, ist es eine sichere Wahl.


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