Fanatec CSL Pedals LC : Test & Meinungen | Was es 2026 wirklich wert ist
Fanatec CSL Pedals LC : Meine Meinung in Kürze
Das CSL Pedals LC bringt echte Wägezellenbremsen unter die 200-Euro-Marke. Man erhält ein Set aus drei Pedalen komplett aus Stahl, eine Bremse mit hoher Bremskraft und eine einstellbare Bremskraft von bis zu 60 kg. Dieses Paket revolutioniert die Art und Weise, wie man den Bremsdruck dosiert, ohne das Budget zu sprengen.
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Was uns gefallen hat
- Echte Bremskraftmessung mit Wägezelle zum Einstiegspreis
- Robuste und hochwertig verarbeitete Ganzstahlkonstruktion
- Bremskraft über die Software bis zu 60 kg einstellbar
- Berührungslose Hall-Sensoren an Gaspedal und Kupplung
- Direkt über USB mit dem PC kompatibel und über eine Fanatec-Dockingstation mit Spielkonsolen
- Drei Jahre Garantie
Die Rücklagen
- Einzigartiges, nicht austauschbares Elastomer
- Einstufige Bremswirkung, die bereits ab den ersten Millimetern stark einsetzt
- Einstellung der Härte ist auf die Software beschränkt
- Eine starre Befestigung ist fast unerlässlich, um das Gerät in vollem Umfang nutzen zu können
Technisches Datenblatt
| Typ | Drei-Pedal-Set (Gaspedal, Bremspedal mit Wägezelle, Kupplungspedal) |
| Bremse | kundenspezifische 12-Bit-Wägezelle |
| Bremskraft | bis zu 60 kg, einstellbar |
| Elastomer | Stapelung 65 Shore, nicht austauschbar |
| Gaspedal- und Kupplungssensoren | Hall-Effekt, berührungslos |
| Materialien | Stahl, Perlchrom, pulverbeschichtete Fersenstütze |
| Pedalplatten | optional eloxiertes Aluminium |
| Gewicht der Brems-Wägezelle | etwa 1,8 kg |
| Anschlüsse | USB (PC) oder RJ12 an Fanatec-Basisstation |
| Einstellungen | seitliche Anordnung, Höhe der Platten, umgekehrte Montage |
| Kompatible Basen | CSL Elite, CSL DD, GT DD Pro, ClubSport, Podium |
| Garantie | 3 Jahre |
Eine echte Wägezelle für unter 200 Euro
Fanatec hat die Wägezelle lange Zeit seinen High-End-Serien vorbehalten. Mit den CSL Pedals LC bringt die Marke diese Technologie nun auch in die Einstiegsklasse – und genau darin liegt der Reiz dieses Pakets. Ausgangspunkt ist das CSL Pedals-Set aus Stahl, zu dem das Load Cell Kit hinzukommt, das das Bremspedal vollständig ersetzt und die Elektronik auf den neuesten Stand bringt. Das bisherige Bremspedal wird somit zum Kupplungspedal, sodass man nun über ein echtes Dreipedal-Set verfügt, nämlich Gas, Bremse mit Wägezelle und Kupplung. Für Einsteiger oder diejenigen, die von einem Feder- oder Potentiometer-System kommen, ist der Sprung enorm.
Stahl, Perlchrom und ein fest stehendes Pedal
Beim Auspacken fällt als Erstes das Metall ins Auge. Abgesehen von den Fußplatten besteht alles aus massivem Stahl, mit einer Perlchrom-Beschichtung an den Armen und den Standfüßen sowie einer schwarz pulverbeschichteten Fersenstütze. Die Verarbeitung ist sauber, ohne verdächtiges Spiel, und das Load-Cell-Bremspedal wiegt nur etwa 1,8 kg, bleibt dabei aber unter Belastung sehr steif. Man spürt, dass die Konstruktion dem Druck standhält, ohne nachzugeben – genau das, was man von einer Wägezelle erwartet, denn das Chassis darf sich nicht bewegen, nur das Elastomer soll arbeiten. Optional sind Pedalplatten aus eloxiertem Aluminium erhältlich, für alle, die Wert auf Optik und Griffigkeit legen.
Unter dem Fuß eine Bremse, die von Anfang an kräftig wirkt
Hier setzt das CSL Pedals LC neue Maßstäbe. Die Wägezelle misst den ausgeübten Druck und nicht den Hub – genau wie das Hydrauliksystem eines echten Autos. Man bremst nicht mehr, indem man ein Pedal durchdrückt, sondern indem man gegen eine Wand drückt, die zurückdrückt. Der Elastomer-Aufbau mit einer Härte von 65 Shore bietet einen festen Widerstand und einen kurzen Hub, der schnell an ein echtes Rennradpedal erinnert. Zu Kurveneingängen ist diese Festigkeit ein echter Vorteil, da man die Bremskraft über die Wadenmuskulatur und nicht über die Fußposition dosiert, was das Bremsen am Limit wesentlich reproduzierbarer macht, sobald man den Bewegungsablauf verinnerlicht hat.
Man muss sich jedoch an das Fahrverhalten gewöhnen. Diese Bremse ist einstufig und daher bereits ab den ersten Millimetern hart, ohne die anfängliche sanfte Phase, die man bei hochwertigeren zweistufigen Systemen findet. Die ersten Fahrten erfordern eine gewisse Eingewöhnung, bis die Wade lernt, den Blockierpunkt zu finden, anstatt einfach voll auf die Bremse zu treten. Bei langen Ausdauerfahrten macht sich diese Steifheit schließlich im Bein bemerkbar, aber das ist der Preis für ein authentisches Bremsgefühl. Unser Tipp, der auf unseren Tests basiert, lautet: Stellen Sie den Druck, der einer 100-prozentigen Bremskraft entspricht, in der Software auf etwa 80 Prozent des Bereichs ein, um die maximale Bremskraft zu erreichen, ohne sich den Knöchel zu brechen.
Die Kraft einstellen, ohne das Elastomer zu wechseln
Was die individuelle Anpassung angeht, übernimmt die Elektronik den Großteil der Arbeit. Über den PC-Treiber oder das Fanatec Control Panel lässt sich die Empfindlichkeit der Zelle einstellen, der Druck festlegen, bei dem die Vollbremsung ausgelöst wird, und die Ansprechkurve anpassen. Die nutzbare Kraft reicht bis zu 60 kg, was einen großzügigen Spielraum lässt, um das Fahrgefühl je nach Fahrzeug und Rennsportart härter oder weicher einzustellen. Der bekannte Nachteil ist, dass das Elastomer nicht austauschbar ist, im Gegensatz zu anderen Bausätzen, die mehrere Gummisorten liefern, um die Progressivität anzupassen. Hier wird das Ansprechverhalten per Software angepasst, nicht mechanisch. Physisch lässt sich die seitliche Position der Pedale entlang der Fersenstütze verschieben, die Höhe der Platten ist einstellbar, und eine umgekehrte Montage ist möglich, was sehr dabei hilft, die optimale Ergonomie zu finden.
Das Gaspedal und die Kupplung hingegen basieren auf Hall-Sensoren, die berührungslos und verschleißfrei arbeiten. Sie erfassen die Position und nicht den Druck, was bei diesen beiden Achsen sinnvoll ist und für eine präzise und gleichbleibende Messung von Sitzung zu Sitzung sorgt. Es handelt sich zwar nicht um Wägezellen, doch ihre Konstanz ist ein echter Vorteil gegenüber Potentiometern, die sich mit der Zeit verstellen.
Anschluss des PCs über USB, Steuerung über die Fanatec-Basisstation
Die Anschlussmöglichkeiten sind flexibel. Am PC werden die Pedale direkt über USB als eigenständiges Peripheriegerät oder über RJ12 an eine kompatible Fanatec-Basisstation angeschlossen. Auf der Konsole läuft alles über die Basisstation, und die unterstützte Plattform hängt daher von dieser Basisstation ab und nicht von den Pedalen selbst. In der Praxis lassen sich die CSL Pedals LC mit den Basistationen CSL Elite, CSL DD, Gran Turismo DD Pro, ClubSport und Podium kombinieren, was den Großteil des hauseigenen Ökosystems abdeckt. Das Set wird mit Kabeln, einem Torx-Schlüssel, M4-Schrauben, Distanzstücken für die starre Montage und Ersatzgleitstücken geliefert. Wir empfehlen übrigens die starre Montage an einem Cockpit, denn erst wenn man kräftig in die Pedale treten kann, ohne dass sich das Ganze bewegt, kommt die Wägezelle wirklich zur Geltung. Die dreijährige Garantie sorgt zudem für zusätzliche Sicherheit hinsichtlich der Langlebigkeit.
Für wen dieses Paket genau das Richtige ist
Das CSL Pedals LC richtet sich ganz klar an Fahrer, die auf ein Bremssystem mit Wägezelle umsteigen möchten, ohne den Preis eines Spitzenmodells zu zahlen. Man erhält ein solides, zuverlässiges und langlebiges Pedal, eine deutlich gleichmäßigere Bremsleistung als bei einem Federsystem und eine perfekte Integration in die Fanatec-Welt. Man muss lediglich seinen Charakter akzeptieren, nämlich eine harte und direkte Bremse, bei der man den Belag nicht wechseln kann. Für die meisten Sim-Racer, die sich weiterentwickeln, ist dies ein sehr kluger Kompromiss.



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