Fanatec ClubSport BMW M4 GT3 : Test & Meinungen | Was er 2026 wirklich wert ist

Fanatec ClubSport BMW M4 GT3 : Meine Meinung in Kürze

Dieses Lenkrad vermittelt ein sehr präzises Gefühl, echtes Vertrauen in das Auto und eine Immersion, die einer realen GT-Umgebung nahe kommt, vor allem mit einer soliden Direct Drive-Basis. Es macht Sinn für Simracer, die bereits bei Fanatec sind, regelmäßig GTs/Protos fahren und ein ernsthafteres Fahrwerkzeug wollen. Die Investition ist stimmig, wenn du oft und engagiert übst.

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In der Fanatec-Reihe nimmt das ClubSport Steering Wheel BMW M4 GT3 eine Sonderstellung ein. Es handelt sich hier nicht um ein einfaches "lizenziertes" Lenkrad, sondern um eine funktionelle Nachbildung, die dem echten Lenkrad, das im GT3-Sport verwendet wird, sehr nahe kommt. Auf dem Papier verspricht es eine eher seltene Kombination: fast "professionelles" Eintauchen, Ergonomie eines modernen Rennlenkrads und saubere Integration in das Fanatec-Ökosystem, insbesondere mit den Direct Drive-Basisgeräten der Marke.

Dieses Modell zieht vor allem aus zwei Gründen an. Erstens: Sein Look und sein GT-ähnliches Design verweisen eindeutig auf eine ernsthafte Simulation, die auf Langstrecken und GTs ausgerichtet ist. Zweitens ist es aufgrund seiner weitgehenden Kompatibilität mit Fanatec-Basisstationen eine verlockende Wahl für Simracer, die bereits mit einem CSL DD oder ClubSport DD ausgestattet sind und die sich in Sachen Lenkrad verbessern wollen, ohne ihr gesamtes Setup zu ändern.

Mein Ansatz hier ist einfach: Bietet der BMW M4 GT3 ein echtes Plus an Fahrgefühl, Präzision und Komfort oder ist er vor allem ein schönes Premiumobjekt? Hat man im Vergleich zu einem herkömmlichen Lenkrad wirklich mehr Kontrolle und eine bessere Übersicht über das Fahrverhalten des Autos? Und vor allem: Ist die Investition je nach deinem Niveau und deiner Nutzung gerechtfertigt?

Design & Herstellung

Was sofort auffällt, ist das Gefühl der Dichte. Der ClubSport BMW M4 GT3 hat nichts von einem Spielzeug. Der Rahmen ist aus Metall, die Griffe sind mit einem Material überzogen, das deutlich an Gummi oder technisches Alcantara aus dem Motorsport erinnert, und das Ganze vermittelt ein sehr beruhigendes Gefühl von Steifheit. In der Hand füllen die Griffe die Handflächen gut aus, ohne zu voluminös zu wirken. Man merkt, dass das Design für mehrere Stunden ausgelegt ist und nicht nur für ein paar Runden.

Die Vorderseite ist vollgestopft, aber sauber. Knöpfe, Encoder, Drehregler: Alles ist gut ausgerichtet, ohne Spiel und mit einem klaren, sauberen Klickgeräusch. Die magnetischen Paddles auf der Rückseite sind steif, trocken und haben ein sehr präzises Feedback. Man kann sie aneinanderreihen, ohne jemals Angst haben zu müssen, sie zu verfehlen oder einen Gang zu verpassen, selbst wenn man mitten in einem Kampf steckt. Sie vermitteln wirklich ein angenehmes "mechanisches" Gefühl. Man ist weit entfernt von den weichen oder lauten Schaltwippen mancher Lenkräder für die breite Masse.

Die Qualität der Montage ist insgesamt auf dem Niveau, das man von einem Fanatec-Premiumprodukt erwartet. Nichts knarrt, nichts wackelt, selbst wenn man kräftig an den Griffen zieht. Bei langen Sessions hatte ich keine Druckstellen oder Bereiche, die die Hände ermüden ließen, was bei einem geschlossenen Lenkrad dieser Art unerlässlich ist.

Einige Punkte können je nach Erwartung leicht enttäuschen. Das recht hohe Gewicht macht sich auf kleinen Kettenstreben deutlich bemerkbar, vor allem unter den stärksten Direct Drives: Man spürt, dass das Lenkrad einen kräftigen Motor benötigt, um sein volles Potenzial zu entfalten. Einige werden dieses Gewicht für den Realismus schätzen, andere werden finden, dass es das Gefühl auf einer weniger drehmomentstarken Basis ein wenig filtert.

Im Vergleich zu den "leichteren" Lenkrädern der CSL-Reihe oder einigen Modellen anderer Marken mit verstärktem Kunststoff spürt man einen echten Qualitätsunterschied in der Wahrnehmung. Man hat das Gefühl, ein echtes Rennlenkrad in den Händen zu halten, nicht eine "Gamer"-Version. Andererseits muss man dieses Niveau der Verarbeitung mit einem höheren Budget und einem höheren Gewicht bezahlen.

Einstellungen, Personalisierung & Kompatibilität

Wie so oft bei Fanatec, liegt die wahre Stärke des BMW M4 GT3 auch in seiner Integration in das Ökosystem. Nach der Montage auf einer kompatiblen Basis (CSL DD, ClubSport DD, Podium, etc.) findet man das übliche Menü am Lenkrad, um die wichtigsten Parameter einzustellen: FFB-Stärke, Filterung, Damper, Rotation, Sensibilität. Die Navigation erfolgt über den Bildschirm und die vorgesehenen Tasten, und die Ergonomie bleibt auch nach einigen Minuten logisch.

Die wirklich nützlichen Einstellungen konzentrieren sich auf die Gesamtkraft, den Feinheitsfilter, die Linearität und die Rotation. Bei diesem Lenkrad fand ich es interessant, die Kraft nicht zu sehr zu zügeln, eben um von der Steifigkeit und der Präzision zu profitieren. Wenn man die Filter leicht verfeinert, kann man ein gutes Gleichgewicht zwischen Details und Komfort finden. Die Lernkurve ist nicht heftig, aber man merkt, dass sich das Lenkrad an Nutzer richtet, die gerne ein wenig Zeit damit verbringen, ihr Gefühl zu optimieren.

Die zahlreichen Drehregler und Schalter an der Vorderseite kommen im Spiel voll zum Tragen. Mit ihnen lassen sich TC, ABS, Brake Bias, Fuel Mix oder ERS-Parameter je nach Simulation steuern. Man kann alles sehr einfach zuordnen, und hier gewinnt man wirklich an Effizienz. Man ertappt sich dabei, dass man die Einstellungen während des Sprints anpassen kann, ohne die Hände vom Lenkrad zu nehmen, was die Art und Weise, wie man ein langes Rennen managt, deutlich verändert.

Was die Kompatibilität angeht, so funktioniert das Lenkrad mit Fanatec-Basisstationen auf PCs und Konsolen, je nachdem, welche Basis du benutzt. Solange deine Basis mit der Plattform kompatibel ist, ist auch das Lenkrad kompatibel. Das Ökosystem ist im Großen und Ganzen kohärent: Pedale, Shifter, Handbremse, alles wird nach der gleichen Logik angeschlossen. Für jemanden, der bereits bei Fanatec arbeitet, ist dieser BMW M4 GT3 eher eine natürliche Weiterentwicklung als ein Sprung ins Ungewisse.

In Bezug auf die Erweiterbarkeit ist dieses Lenkrad eindeutig kein "Einstiegspunkt". Es ist ein Gerät, das auf einer soliden Direct Drive-Basis seinen Sinn entfaltet und ein Setup über mehrere Jahre hinweg begleiten kann. Es handelt sich hier eher um eine dauerhafte Lösung als um eine Übergangslösung.

Sensationen im Spiel

Auf der Rennstrecke offenbart sich der Charakter des BMW M4 GT3 sehr schnell. Was dominiert, ist die Präzision des Feedbacks. Die Kombination aus einem steifen Lenkrad, einem GT-ähnlichen Durchmesser und einer guten Direct Drive-Basis sorgt für ein sehr direktes Gefühl. Man versteht ohne Verzögerung, was das Auto macht. Schon in den ersten Kurven ist der Frontgrip leicht ablesbar: Der Übergang vom maximalen Grip zum beginnenden Untersteuern ist sehr progressiv, sehr gut lesbar.

In langen, schnellen Kurven gibt das Lenkrad einen stabilen Halt, ohne zu flattern. Man spürt, wie die Last in den Händen zunimmt und dann nachlässt, wenn man etwas zu sehr vom Gas geht oder den Kurs verbreitert. Das Lenkrad versucht nicht, "die Arme zu töten", sondern gibt das Gewicht des Autos gut wieder. Bei einem GT3, LMP oder GT4 ist diese Stabilität ein enormes Plus: Man traut sich, das Auto kontrolliert leicht driftend zu halten, weil die Mikrobewegungen gut dosierbar sind.

Der Grip auf der Vorderachse ist deutlich ablesbar, aber wo ich den Unterschied wirklich gespürt habe, war bei den kleinen Gripverlusten hinten. Beim Beschleunigen aus dem Stand reagiert das Lenkrad sofort auf den kleinsten Strömungsabriss. Schnelle Korrekturen werden natürlicher, fast reflexartig. Man lenkt ein wenig ein, lässt ein wenig nach, zentriert sich neu: Alles geht schnell, ohne das Gefühl von Verzögerung oder Flattern im FFB.

Auf den Vibrationen gibt der BMW M4 GT3 ein sehr texturiertes Feedback, vor allem mit einer drehmomentstarken Basis. Man kann ein flaches Vibrieren gut von einem aggressiven Vibrieren unterscheiden, und man spürt sofort, wenn man etwas zu sehr auf den Bordstein steigt. Es klopft nicht künstlich, sondern es ist eher ein festes "Kratzen" in den Händen. Auf manchen Strecken gewinnt man einen echten visuellen und taktilen Anhaltspunkt, wenn man nur spürt, wie das Lenkrad auf den Randsteinen reagiert.

Bei langen Sessions bleibt der Komfort in Ordnung, hängt aber stark von den Krafteinstellungen ab. Wenn man den FFB bei einem kräftigen Direct Drive sehr weit nach oben schiebt, macht sich die Ermüdung bemerkbar. Die Griffe helfen dank ihrer Form und ihrer Beschichtung eindeutig dabei, das Tempo zu halten, aber wir sprechen hier von einem ernsthaften Lenkrad, nicht von einem "weichen" Lenkrad. Wenn man die Kraft etwas mäßigt und Progression zulässt, kann man lange fahren und trotzdem viele Informationen behalten.

Im Vergleich zu einem leichteren und grundlegenderen Lenkrad auf einer Riemenbasis ist der Unterschied deutlich. Man gewinnt an Mikrodetails, an Reaktionsgeschwindigkeit und an Festigkeit des Ganzen. Das Lenkrad verformt sich nicht in den Händen, biegt sich nicht durch und das stärkt das Vertrauen. Man traut sich, später zu bremsen, stärker zu korrigieren und das Auto mehr auszunutzen. Gegenüber einer noch extremeren Kombination (großes Direct Drive mit einem ultraleichten Carbon-Lenkrad) wirkt der BMW M4 GT3 bei sehr kleinen Vibrationen etwas gefilterter, was vor allem auf seine Masse zurückzuführen ist. Dafür gewinnt man aber ein realistischeres Gefühl, das der Vorstellung eines echten GT näher kommt.

In Bezug auf die Immersion ist es ganz einfach: Man hat wirklich das Gefühl, einen modernen Rennwagen zu fahren. Die Tatsache, dass man so viele Bedienelemente in Reichweite der Finger hat, verstärkt diese Immersion noch. Man passt die Einstellungen am Lenkrad an, schaut auf die LEDs und Anzeigen und verbringt seine Zeit nicht mehr in den Menüs des Spiels. Man fährt einfach nur, Punkt.

Für wen ist es gut? Was wir mögen / Was wir weniger mögen

Das ClubSport Steering Wheel BMW M4 GT3 richtet sich eindeutig an mittlere bis fortgeschrittene Simracer. Ein absoluter Anfänger kann es zwar benutzen, wird aber nicht sofort sein volles Potenzial ausschöpfen und es vielleicht etwas einschüchternd finden. Für einen Nutzer, der bereits mit einem Basislenkrad vertraut ist und regelmäßig am PC oder an der Konsole mit einer Fanatec-Basis fährt, ist es hingegen ein logisches Upgrade.

Was ich besonders schätze, ist diese Kombination aus wahrgenommener Qualität, GT-Rennsport-Ergonomie und tiefer Integration in die Direct Drive-Basis. In der Hand wirkt es vertrauenerweckend und vermittelt ein seriöses Image. Die Anzahl der gut platzierten Bedienelemente und die Präzision der magnetischen Schaltwippen verleihen dem Lenkrad eine echte "Arbeitswerkzeug"-Dimension. Das Feedback, vor allem zu Gripverlusten und Vollbremsungen, ist sehr gut lesbar. Man gewinnt schnell neue Anhaltspunkte und ertappt sich dabei, wie man seine Zeiten verbessert, nur weil man sich mehr traut.

Bei den Grenzen geht es zunächst um das Gewicht und die Trägheit. Auf einer kleinen Basis wird dieses Schwungrad eindeutig nicht voll ausgeschöpft, ja sogar ein wenig in der Reaktionsfähigkeit benachteiligt. Man spürt, dass es Drehmoment braucht, um sich wirklich auszudrücken. Zweitens kann der Grad der Komplexität des Lenkrads (Knöpfe, Drehregler, Menüs) für jemanden, der ein einfaches Plug-and-Play-Setup sucht, etwas zu viel sein. Man muss akzeptieren, dass man etwas Zeit mit der Konfiguration verbringen und lernen muss, wo sich alles befindet. Schließlich ist die finanzielle Investition alles andere als unbedeutend. Man zahlt für die Lizenz, die Verarbeitung, die Palettenmechanik, die Integration, und das macht es eher zu einer Premium- als zu einer "Budget"-Kategorie.

In Bezug auf den wahrgenommenen Wert hängt alles vom Ausgangspunkt ab. Wenn du bereits eine Fanatec Direct Drive Basis hast und hauptsächlich GTs oder Prototypen fährst, macht dieses Lenkrad als langfristige Investition Sinn. Es bringt ein echtes Plus an Gefühl und Immersion. Wenn du noch eine Einsteigerbasis hast oder nur ab und zu fährst, könnte das Preis-Leistungs-Verhältnis weniger überzeugend sein. Es ist ein Produkt, das regelmäßige Praxis und ein Mindestmaß an Ernsthaftigkeit im Sim-Racing belohnt.

Urteil

Das Fanatec ClubSport Steering Wheel BMW M4 GT3 verändert eindeutig die Natur eines Setups, wenn man von einem eher klassischen oder Mainstream-Lenkrad kommt. Es verwandelt ein "Freizeit-Sim-Racing"-Set in ein viel stärker wettkampforientiertes Werkzeug, sei es für Hotlap, Endurance oder Online-Meisterschaften. Man gewinnt an Präzision, Kontrolle und Immersion, vorausgesetzt, man hat eine Basis, die stark genug ist, um es zu tragen.

Auf dem aktuellen Markt positioniert es sich als Premium-Lenkrad, das über den Mittelklasse-Lenkrädern liegt, ohne jedoch in ultra-spezialisierte Exotik zu verfallen. Es ist ein sehr seriöses Produkt, das aber für einen motivierten Simracer, der mehrmals pro Woche fährt, noch alltagstauglich ist.

Ich empfehle es Nutzern, die bereits bei Fanatec installiert und mit Direct Drive ausgestattet sind, die hauptsächlich GT, Proto oder moderne Autos fahren und die ein solides, langlebiges Lenkrad mit einer realitätsnahen Ergonomie wollen. Für jemanden, der gerade erst anfängt, selten fährt oder durch eine leistungsschwache Basis eingeschränkt ist, werden andere, einfachere und leichtere Lenkräder stimmiger sein.

Wenn du nach einem GT-typischen, sehr gut konstruierten Lenkrad suchst, das auf Direct Drive zugeschnitten ist und in der Lage ist, dein Selbstvertrauen und deine Konstanz zu steigern, kann dieses Produkt eindeutig den Unterschied in deinem Setup ausmachen.

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