Fanatec Podium Bentley GT3 : Test & Meinungen | Was er 2026 wirklich wert ist
Fanatec Podium Bentley GT3: Meine Meinung in Kürze
Dieses Lenkrad vermittelt vor allem ein Gefühl der Solidität, der Lesbarkeit des Griffs und der Immersion, das ein bereits seriöses Setup in eine noch "professionellere" und kohärentere Dimension hebt. Es macht Sinn für investierte, gut ausgestattete Sim-Racer, die viel GT3/Langstreckenrennen fahren und bereit sind, sowohl für das Sammlerstück als auch für das Leistungswerkzeug zu bezahlen.
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Das Fanatec Podium Wheel Rim Bentley GT3 (oft auch als "Podium Bentley GT3" bezeichnet) gehört eindeutig zur Spitzenklasse der GT-/Langstrecken-Direct Drive-Lenkräder. Es ist ein Showcase-Produkt, das sowohl als Sammlerstück als auch als Leistungsinstrument gedacht ist. Auf dem Papier verspricht es eine extreme Immersion, eine Fertigungsqualität auf Automobilniveau und eine tiefe Integration in das Fanatec Podium Ökosystem.
Dieses Lenkrad ist so attraktiv, weil es alle Register der Sim-Racing-Fantasie zieht: direkte Inspiration von einem echten Rennwagen, integrierter Bildschirm, überall Knöpfe, edle Materialien. Aber hinter dem "Wow"-Effekt muss man erst einmal sehen, was es wirklich bringt, wenn es an einer Basis befestigt und auf einer virtuellen Rennstrecke eingesetzt wird.
Mein Ansatz hier ist einfach: Bringt das Bentley GT3 Podium einen echten Gewinn an Gefühl, Ergonomie und Vertrauen im Vergleich zu einem eher "klassischen" Lenkrad aus dem Fanatec-Sortiment, oder ist es vor allem ein Premium-Objekt für wohlhabende Enthusiasten? Mit anderen Worten, bezahlt man hauptsächlich für das Design oder auch für einen echten Unterschied beim Fahren und im täglichen Gebrauch.
Design und Herstellung
In der Hand fühlt sich das Bentley GT3 Podium sofort sehr hochwertig an. Der Lenkradkörper strahlt Steifigkeit aus, mit einer soliden Metallstruktur, robusten Schaltwippen und einem allgemein dichten Gefühl. Nichts klingt hohl, nichts wackelt, selbst wenn man den Lenkradkranz ein wenig forciert. Man merkt schnell, dass es für lange Sessions auf einer starken Direct Drive-Basis konzipiert wurde.
Die Materialien sind deutlich besser als bei den meisten "Mainstream"-Sim-Racing-Lenkrädern. Die Griffe bieten einen sauberen, angenehmen Griff mit einer Textur, die Vertrauen schafft, ohne die Hände zu belasten. Die Knöpfe haben ein klares Klickgeräusch, die Drehknöpfe haben ausgeprägte Rasten und die Paddles liegen gut in den Fingern. Man hat wirklich das Gefühl, ein Stück GT3-Cockpit in den Händen zu halten.
Was sofort überrascht, ist die allgemeine Integration: der zentrale Bildschirm, die Anordnung der Bedienelemente, das gesamte Erscheinungsbild, das direkt vom Bentley-Rennwagen inspiriert ist. Optisch ist es spektakulär. Es ist die Art von Lenkrad, die ein Sim-Racing-Cockpit in ein ernsthaftes Cockpit verwandelt. In diesem Punkt spielt Fanatec in der Liga der Marken, die versuchen, die Realität so nah wie möglich nachzubilden.
Es gibt jedoch einige Abstriche. Das Gewicht des Lenkrads macht sich bemerkbar, vor allem wenn man von einer leichteren Felge kommt. Auf einer bereits geschobenen Basis ist das kein großes Problem, aber bei einer grenzwertigen Konfiguration kann es die Lenkung etwas schwerer machen und einige Mikrovibrationen leicht filtern. Einige Details der Verarbeitung können im Vergleich zum geforderten Preis auch etwas "industriell" wirken, vor allem wenn man das Lenkrad aus einigen Zentimetern Entfernung betrachtet, auch wenn man im Gebrauch nicht mehr wirklich darüber nachdenkt.
Im Vergleich zu anderen High-End-Fanatec-Lenkrädern ist die Präsenz und das Gefühl der Solidität eindeutig eine Stufe höher. Im Vergleich zu einfacheren Lenkrädern vermittelt das Bentley GT3 sofort das Gefühl eines zentralen Teils des Setups, fast wie ein technisches Schmuckstück, das man schützen möchte.
Einstellungen, Anpassung und Kompatibilität
Das Bentley GT3-Podium ist Teil des Fanatec-Ökosystems. Es verbindet sich mit den kompatiblen Basen der Marke und profitiert so von der gesamten Fanatec-Softwareebene: Profile, interne Einstellungen, Integration mit dem Armaturenbrett der Basis und der Software auf dem PC. Der integrierte Bildschirm, wenn er von den Spielen und Plugins gut genutzt wird, fügt eine interessante Ebene der Lesbarkeit hinzu: Telemetrie-Infos, eingelegter Gang, Runden, etc.
Bei den Einstellungen erfolgt die Anpassung hauptsächlich über die Direct Drive-Basis und die Spieleinstellungen, aber das Lenkrad bietet eine große Anzahl von Knöpfen, Drehknöpfen und Schaltwippen, mit denen Sie alle wichtigen Funktionen (und mehr) unter Ihren Fingern haben. Das ist bei komplexen Simulationen sehr angenehm: Verwaltung von Brake Bias, Motor-Maps, TC, ABS-Einstellungen, ohne durch endlose Menüs zu navigieren.
Die Lernkurve ist vorhanden. Die Umstellung von einem einfachen Lenkrad auf diese Art von Felge, die sehr vollgestopft mit Knöpfen und Bedienelementen ist, erfordert etwas Zeit. In den ersten Tagen sucht man manchmal an der falschen Stelle nach einem Knopf oder vergisst einen Drehregler. Nach einer Weile verankert sich alles von selbst, und die Position der Bedienelemente wird ganz natürlich. Für jemanden, der gerne optimiert, ist dies eine echte Spielwiese.
Das Lenkrad ist sowohl auf dem PC als auch auf kompatiblen Konsolen mit den dafür vorgesehenen Fanatec-Basisstationen gut aufgehoben. Auf dem PC hat man die größtmögliche Flexibilität, was die Anzeige auf dem integrierten Bildschirm und die Tastenbelegung angeht. Auf Konsolen funktioniert alles, aber mit einigen natürlichen Einschränkungen, die mit den Spielen selbst und ihrer Telemetrieverwaltung zusammenhängen.
Was das Ökosystem betrifft, so ist dieses Lenkrad eindeutig für bereits fortgeschrittene Setups gedacht: Direct Drive Podium oder eine vergleichbare Basis in der Produktpalette, seriöse Pedale, steifes Cockpit. Es ist weniger ein Einstiegspunkt als vielmehr eine Vollendung. Man merkt, dass es eher ein Produkt ist, das für eine bereits ausgereifte Umgebung konzipiert wurde, als der erste Kauf eines Spielers, der gerade erst anfängt.
Sensationen im Spiel
Das Bentley GT3 Podium wird erst durch das Gefühl auf der Rennstrecke interessant. Auf einer gut abgestimmten Direct Drive-Basis gibt das Lenkrad eine sehr angenehme Präzision zurück. Die Steifigkeit und die solide Konstruktion sorgen dafür, dass jede Änderung des Drehmoments und jede Lastübertragung sauber in die Hände gelangt. Man erhält ein sauberes Gefühl, ohne störenden Flex oder Spiel in der Felge.
In den Kurven erscheint die Lenkung sehr gut lesbar. Durch die Form der Felge und die Position der Hände kann man gut spüren, wie die Vorderachse aufsetzt. Es ist nicht nur eine Frage der rohen Kraft, sondern auch der Klarheit der Signale. Man versteht recht schnell, wann man an die Haftgrenze kommt, vor allem bei Simulationen, die gut mit FFB umgehen können. Man spürt den Moment, in dem die Front zu rutschen beginnt, den genauen Punkt, an dem man etwas nachlassen, gegenlenken oder die Bremsen anpassen sollte.
Das Lesen des Grips ist übrigens eine der großen Stärken. Die Kombination von Direct Drive mit einer steifen Felge wie dieser gibt ein sehr sauberes Feedback zu den Veränderungen der Streckenoberfläche, den Temperaturänderungen und den allmählichen Gripverlusten. Auf den Vibrationen nutzt man die Masse des Lenkrads, um die Stöße leicht zu dämpfen, wobei die wichtigen Informationen - Vibration, Frequenz, Intensität - erhalten bleiben. Man bekommt kein Maschinengewehr in die Hand gedrückt, weiß aber genau, was unter den Reifen passiert.
Bei schnellen Korrekturen erweckt der Griff Vertrauen. Die Griffe bieten einen ausgezeichneten Grip, so dass man schnell reagieren kann, wenn das Heck ausbricht oder man auf einem aggressiven Vibrator etwas zu weit ausholt. Das Gewicht des Lenkrads verleiht den Bewegungen eine gewisse "Ernsthaftigkeit": Das Lenkrad schlägt nicht in alle Richtungen aus, sondern folgt den Händen auf kontrollierte Weise. Man schafft es, beim Gegenlenken aggressiv zu sein, ohne mit dem Material zu kämpfen.
Bei langen Sessions bleibt der Komfort gut, solange die Krafteinstellungen vernünftig bleiben. Das Material der Griffe verringert die Ermüdung der Hände, und die allgemeine Ergonomie ermöglicht es, die Position etwas zu variieren, ohne die Kontrolle über die wichtigsten Bedienelemente zu verlieren. Wenn man jedoch die Kraft des Direct Drive wirklich ausreizt, macht sich das Gewicht der Felge zwangsläufig irgendwann in den Unterarmen bemerkbar. Das ist nicht spezifisch für dieses Modell, aber man sollte es im Hinterkopf behalten.
Bei reiner Immersion zeigt dieses Lenkrad eindeutig seine Wirkung. Der zentrale Bildschirm, die Beleuchtung und das GT3-inspirierte Design tragen dazu bei, das Gefühl zu verstärken, einen echten Rennwagen zu fahren. Wenn alles gut kalibriert ist, hat man das angenehme Gefühl, mit dem Setup eins zu werden. Man ertappt sich dabei, wie man während der Fahrt die Einstellungen feinjustiert, so wie es ein Fahrer bei einem Langstreckenrennen tun würde. Hier kommt der Sinn des Lenkrads zum Tragen: Es ermöglicht den Zugang zu einer sehr granularen Kontrollebene, ohne die Augen von der Strecke zu nehmen.
Im Vergleich zu einem einfacheren oder leichteren Lenkrad gewinnt man vor allem an Lesbarkeit und Stabilität des Gefühls, mehr als an "fettem FFB". Eine weniger starke Basis in Verbindung mit diesem Lenkrad kann bereits ein sehr gutes Feedback bieten, aber man spürt, dass es eindeutig für die Nutzung mit einer High-End-Basis gedacht ist. Im Gegensatz zu einer sehr leichten Felge, bei der der FFB manchmal explosiver wirkt, ist der Bentley GT3 ruhiger, reifer, weniger nervös, aber kontrollierter. Man verliert ein wenig an roher Lebendigkeit, gewinnt aber an Informationsqualität.
Für wen? Was wir mögen, was wir weniger mögen
Das Bentley GT3 Podium richtet sich in erster Linie an investierte Sim-Racer, die bereits gut ausgerüstet sind und hauptsächlich am PC oder an Konsolen mit seriösen Simulationen fahren. Ich sehe es vor allem für mittlere bis fortgeschrittene Profile geeignet, die bereits wissen, was sie in Bezug auf FFB, Steuerungszuordnung und Fahrzeugtyp (GT, Langstrecke, eventuell einige Protos oder Turismos) wollen. Für einen motivierten Anfänger mit einem massiven Budget ist es immer noch brauchbar, aber es ist eindeutig nicht der rationalste Weg.
Was ich am meisten schätze, ist zunächst einmal die allgemeine Verarbeitungsqualität. Das Lenkrad vermittelt den Eindruck eines soliden, beruhigenden Blocks, der jahrelangen Fahrten standhalten wird. Zweitens ist die Ergonomie in Rennsituationen sehr gelungen: Alle wichtigen Bedienelemente sind ohne Verrenkungen erreichbar, was das Leben bei langen Rennen oder ernsthaften Meisterschaften wirklich verändert. Drittens ist die Immersionstiefe echt. Das GT3-inspirierte Design, der zentrale Bildschirm und die Integration mit der Direct Drive-Basis sorgen dafür, dass man im Vergleich zu einem einfachen Lenkrad in eine andere Dimension wechselt. Das ist die Art von Produkt, die Lust darauf macht, öfter zu fahren.
Die erste Grenze ist offensichtlich: Der Preis macht das Lenkrad zu einer schweren Investition, die nur für diejenigen geeignet ist, die Sim-Racing als langfristige Leidenschaft und nicht als einfaches Spiel betrachten. Man bezahlt für das Sammlerstück genauso viel wie für das Leistungswerkzeug. Der zweite Punkt ist, dass das Gewicht und die allgemeine Komplexität einen Nutzer abschrecken können, der etwas Einfaches, Plug-and-Play-fähiges ohne Lernkurve sucht. Drittens ist dieses Lenkrad, auch wenn es mit mehreren Plattformen kompatibel ist, nur in einem kohärenten Setup der Podiumsreihe oder gleichwertig wirklich sinnvoll. Auf einer kleinen Basis mit wenig Leistung oder einem leichten Cockpit kann man weder das Potenzial noch die Logik des Produkts ausschöpfen.
In Bezug auf den wahrgenommenen Wert hängt alles davon ab, wie man den Sim-Racer betrachtet. Für einen Enthusiasten, der ein Showcase-Setup haben möchte, viele Stunden im GT3 verbringt und seine Einstellungen gerne live optimiert, kann der Bentley GT3 als langfristige Investition gerechtfertigt sein. Für jemanden, der vor allem das beste Preis-Leistungs-Verhältnis sucht, gibt es viel rationalere Lenkräder von derselben Marke.
Urteil
Das Fanatec Podium Bentley GT3 verändert eindeutig die Hierarchie in einem Setup, weil es sofort zum zentralen, visuellen und funktionalen Teil wird. Wir sprechen hier nicht nur von einem Lenkradwechsel, sondern von einem echten Sprung in eine "Profi"-Kategorie des Sim-Racing, sowohl was das Gefühl als auch die physische Präsenz im Cockpit angeht. Er hebt ein bereits ernsthaftes Paket in eine offenkundige Premium-Dimension.
Auf dem Markt gibt es ein sehr hochwertiges Produkt, fast schon ein Nischenprodukt, das an der Grenze zwischen Leistungsausrüstung und Sammlerobjekt positioniert ist. Er übertrifft die meisten GT-orientierten Lenkräder in Bezug auf Konstruktion, Ergonomie und Immersion, aber er tut dies zu einem klar kalkulierten Preis. Er lässt sich nicht ehrlich mit Mittelklasse-Lenkrädern vergleichen, denn das ist nicht die gleiche Philosophie.
Ich empfehle es anspruchsvollen Simracern, die bereits über eine solide Direct Drive-Basis und ein steifes Cockpit verfügen, viel GT3/Langstreckenrennen fahren und ein Lenkrad wollen, das sowohl hochfunktional als auch wertvoll ist. Für Gelegenheitsspieler, Konsolennutzer, die es mit den Feineinstellungen nicht so genau nehmen, oder für jemanden, der jeden Euro seines Setups abwägen muss, ist es hingegen einfach nicht die richtige Wahl.
Wenn du nach einem ultraimmersiven, gefühlsdichten GT3-Lenkrad suchst, das auf ein High-End-Direct-Drive-Setup zugeschnitten ist, kann dieses Produkt eindeutig den Unterschied in deinem Setup ausmachen.








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